Volvo strebt 95 Prozent Stecker-Autos bis 2030 an

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Volvo hat sein Ziel für die Elektrifizierung leicht angepasst. Statt wie ursprünglich geplant nur noch Elektroautos zu bauen, möchte der Hersteller ab 2030 sicherstellen, dass mindestens 95 Prozent seiner Modelle mit einem Stecker ausgestattet sind, womit auch Plug-in-Hybride gemeint sind. Bereits im vergangenen September hatte der Hersteller bekannt gegeben, dass man davon ausgeht, dass elektrifizierte Autos 2030 zwischen 90 und 100 Prozent des weltweiten Umsatzvolumens ausmachen werden. Dazu zählen reine Elektroautos ebenso wie Plug-in-Hybride. Die Umsetzung dieser Strategie soll vor allem über SUV erfolgen, sowohl vollelektrisch als auch als Hybrid.

Das Jahr 2024 brachte für Volvo zwar einen Verkaufsrekord mit über 760.000 Autos, doch der Start ins Jahr 2025 verlief holprig. Im ersten Quartal sank der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 Einheiten. Der Umsatz schrumpfte um zwölf Prozent und erreichte etwa 7,6 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität litt: Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel um 59 Prozent, die Rendite lag nur noch bei 2,3 Prozent. Es verwunderte daher nicht, dass es zu einer überraschenden Personalentscheidung kam. Jim Rowan, seit Anfang 2022 CEO, musste seinen Posten räumen. Der Eigentümer des Mutterkonzerns Geely, Li Shufu, setzte kurzerhand Håkan Samuelsson wieder ein – den früheren Chef, der bereits bis 2022 an der Spitze des Unternehmens stand.

Samuelsson soll nun die Neuausrichtung anführen. Dabei spielen überarbeitete Modelle eine wichtige Rolle. Die SUV XC60 und XC90 wurden technisch und optisch modernisiert. Obwohl beide bereits seit Jahren angeboten werden, sollen sie noch bis zum Ende der Verbrennerära im Programm bleiben. Konkrete Daten zum endgültigen Ausstieg aus dem klassischen Antrieb nennt Volvo nicht mehr. Klar ist aber: Selbst Benziner verfügen mittlerweile über eine Mild-Hybrid-Technik. Dieselmodelle wurden komplett aus dem Angebot gestrichen.

Parallel baut Volvo das Angebot an Plug-in-Hybriden weiter aus. Besonders in China wird dabei auf große elektrische Reichweiten gesetzt. Der neue XC70, ein SUV mit rund 170 Kilometern Reichweite im Elektromodus, wurde dort gerade vorgestellt. Eine Einführung in Europa gilt als unwahrscheinlich, doch die zugrunde liegende Technik dürfte auch in die europäischen Modelle XC60 und XC90 einfließen. Dort könnte sie die bisherige Reichweite der Plug-in-Varianten deutlich steigern.

Im kommenden Jahr soll mit dem EX60 ein Mittelklasse-SUV auf den Markt kommen, das auf der neuen SPA3-Plattform basiert. Diese Architektur wurde entwickelt, um sich besser an verschiedene Modelle anpassen zu lassen. Kurze Zeit später könnte mit dem ES60 eine neue Elektro-Limousine folgen. Nach dem Ende von S60 und S90 fehlt Volvo aktuell ein solches Modell im Programm.

Weniger Bewegung zeigt sich im Kombi-Segment, das lange Zeit als Markenzeichen galt. Volvo ein Update für seine kompakten Elektro-SUV. Sowohl der EX40 als auch der EC40, die 2024  ihre neuen Namen erhalten haben, sollen überarbeitet werden. Technisch basieren beide noch auf dem seit 2017 produzierten XC40. Für die neue Generation wird mit enger Verwandtschaft zum kommenden Polestar 7 gerechnet. Wie bisher soll auch das künftige Modell in Belgien produziert werden, wie die Automobilwoche berichtet.

Quelle: Automobilwoche – Modellvorschau: Volvo setzt auf Elektrifizierung – aber nicht mehr nur auf E-Autos

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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