Ford: E-Autos legen um 44 Prozent zu

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Michael Neißendorfer
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Der US-Autohersteller Ford hat seine Zahlen für das zweite Quartal 2023 veröffentlicht und strategische Maßnahmen angekündigt, die dazu beitragen sollen, ein leistungsstarkes Geschäft und einen langfristigen Wert für alle Stakeholder zu schaffen.

Ford war demnach im vergangenen Quartal wieder die meistverkaufte Marke innerhalb der USA, die Verkaufszahlen stiegen antriebsübergreifend um mehr als elf Prozent. Weltweit stieg die Nachfrage nach Fords Fahrzeugen im zweiten Quartal um zwölf Prozent. Überdurchschnittlich gewachsen sind einmal mehr die Verkäufe von Elektroautos: Um 44 Prozent, so der Hersteller. Fords CFO John Lawler bekräftigt, dass das Unternehmen über ausreichend Ressourcen verfüge, um disziplinierte Investitionen in Wachstum und gleichzeitig Kapitalrenditen an die Aktionäre zu finanzieren.

Ford-CEO Jim Farley geht davon aus, dass der Markt für E-Autos etwas an Schwung verlieren wird. Ford halte dennoch an dem Vorhaben fest, im Jahr 2024 eine Produktionsrate von 600.000 Elektrofahrzeugen zu erreichen. Mit Hinweis auf die steigende Produktionskapazität im Rouge Electric Vehicle Center in Michigan, einem positiven Verlauf bei der Kostenskalierung und der Verbesserung der Preise für Batterierohstoffe erklärte Farley auch die Preissenkung für den Elektro-Pick-up F-150 Lightning. Der rein elektrische Pick-up startet nach einer zwischenzeitlichen Preiserhöhung in den USA nun wieder bei knapp unter 50.000 US-Dollar. Ab 2024 bietet Ford den F-150 Lightning auch in Europa an – zunächst in Norwegen.

Wie Ford die E-Mobilität voranbringen will

Im April kündigte Fords E-Auto-Einheit Model e einen Plan an, den bestehenden Komplex von Ford in Oakville in Kanada für die Produktion von Elektroautos umzugestalten, und zudem vor Ort auch Batteriepacks zu montieren. Außerdem wurde im vergangen Quartal das Ford Cologne Electrification Center in Köln eröffnet, Fords erste CO2-neutrale Fabrik und Heimat des neuen E-SUV Explorer für europäische Märkte.

Außerdem wurden die Kapazitäten für die E-Auto-Produktion in Mexico erweitert, wo der Mustang Mach-E hergestellt wird. Für die Herstellung weiterer Pick-up-Modelle baut Ford derzeit Kapazitäten in West Tennessee auf, zudem sind gleich drei Joint-Venture-Batterie-Produktionsanlagen in Tennessee und Kentucky im Aufbau. Auch der Aufbau eines Batteriewerks in Michigan, das Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) produzieren wird, ist in Vorbereitung. Ford meint es also durchaus ernst mit der E-Mobilität.

Quelle: Ford – Mitteilung vom 27.07.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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