Der Ford F-150 Lightning kommt nach Europa

Cover Image for Der Ford F-150 Lightning kommt nach Europa
Copyright ©

Ford

Hannes Dollinger
Hannes Dollinger
  —  Lesedauer 3 min

Große amerikanische Pickups sind in europäischen Städten selten anzutreffen. Doch Ford hat nun in einer Pressemitteilung verkündet, dass der elektrische Ford F-150 Lightning nach Europa kommen wird. Mit einer Länge von 5,91 Metern, einer Breite von 2,44 Metern und einer Höhe von 1,99 Metern ist der vollelektrische Pickup zwar immer noch eher nichts für die Stadt, doch für Elektrovorreiter Norwegen ein begehrtes Fahrzeug. Hier will Ford mit der Auslieferung beginnen.

Ab sofort bietet Ford den Elektro-Pickup in Norwegen an. Das skandinavische Land dient damit außerhalb der USA als Absprungbasis für die europaweite Einführung des vollelektrisch angetriebenen Pritschenwagens. Ford reagiert damit auf die Nachfrage nach dem F-150 Lightning in Europa.

Norwegen gilt als der am weitesten entwickelte Markt für Elektrofahrzeuge in Europa, mit der höchsten Dichte an Elektroautos und einem signifikant hohen Anteil an den gesamten Neuzulassungen. Der norwegische Staat verfolgt das ambitionierte Ziel, dass bis 2025 alle neuzugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge vollelektrisch angetrieben werden.

Der F-150 Lightning eignet sich dabei gut für Alltagsaufgaben, Arbeitseinsätze und Outdoor-Erlebnisse in Norwegen. Rund zwei Drittel aller dort zugelassenen Neuwagen verfügen aufgrund der oft herausfordernden Bedingungen über Allradantrieb. Besonders praktisch ist, dass die Antriebsbatterie des F-150 Lightning auch als mobile Energiequelle dienen kann. Elektrowerkzeuge, Elektronik und andere Anwendungen auf einer Baustelle oder beim Camping erhalten aus den integrierten Steckdosen des Pro Power Onboard-Systems Strom mit bis zu 2,3 kW Leistung. Der 400 Liter fassende „Mega Power Frunk“-Gepäckraum unter der Fronthaube sorgt für weiteren Stauraum und macht den F-150 Lightning zum guten Begleiter für Arbeit und Outdoor-Aktivitäten. Er passt also doch sehr gut in das elektroaffine Norwegen. Wie sich das Fahrzeug in anderen Ländern verkauft, wird sich zeigen.

Ein Bestseller wird elektrisch

Ford startet mit einer limitierten F-150 Lightning Lariat Launch Edition, deren voraussichtlicher Verkaufspreis inklusive Steuern bei 1.183.000 norwegischen Kronen (ca. 102.380 Euro) liegt. Zur Markteinführung des F-150 Lightning in Norwegen liefert Ford ausschließlich in der Doppelkabinen-Karosserievariante „Super Crew Cab“ aus.

Die Ford F-Familie ist seit mittlerweile 46 Jahren in Folge die meistverkaufte Pickup-Baureihe Nordamerikas und seit 41 Jahren das meistverkaufte Automodell der USA überhaupt. Der F-150 Lightning stieg zum Bestseller unter den elektrischen Pickups in seinem Heimatmarkt USA auf.

Ford setzt komplett auf die Elektrifizierung seiner Modellpalette: Zuletzt hat sich das Unternehmen dazu bekannt, in Europa ab 2030 nur noch vollelektrische Pkw anzubieten. 2035 soll auch die komplette Bandbreite leichter Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb bereitstehen. Zu diesem Zeitpunkt will Ford für sein komplettes Europa-Geschäft CO2-Neutralität erreichen.

Erst vor wenigen Wochen hat Ford in Köln den vollelektrischen Explorer vorgestellt. Dieses mittelgroße Crossover-SUV rollt ab September 2023 im „Cologne EV Center“ von Ford vom Band und gehört zu den zehn E-Modellen, die das Unternehmen bis 2024 neu in Europa einführen wird.

Quelle: Ford – Pressemitteilung

worthy pixel img
Hannes Dollinger

Hannes Dollinger

Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


rabo:

Solche m.E. (zumindest für Deutschland) unsinnigen Fahrzeuge können gar nicht teuer genug sein, damit es etwas weniger davon gibt.

Siegfried:

Da stelle ich mir nen ollen Hymer WoWa hinten drauf…und fertig ist das Reisemobil. Super.

Ludewigt:

Dann hoffe ich sehe, dass Rivian mit dem R1T schnell reagieren und Ford dieser Entscheidung folgen wird

wilfried:

Mein Gott! Der Preis!!

MMM:

Habe ich gar nicht gesehen – bin aber wohl nicht die Zielgruppe.
Ist das nicht eine völlig andere Preisklasse?

Ähnliche Artikel

Cover Image for So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

Sebastian Henßler  —  

Wir sind den Concept AMG GT XX exklusiv gefahren: Erste Eindrücke von 1000 kW Power, 600 kW Rekuperation und 960 kW Ladeleistung im Extremtest.

Cover Image for VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: VDA-Chef Mindel erklärt, warum die IAA Mobility heute mehr ist als eine Autoshow – und welche Rolle München im globalen Dialog spielt.

Cover Image for Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: Christian Vorländer erklärt, warum die Messe München die IAA langfristig halten will – und welche Strategie dahintersteckt.

Cover Image for Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Sebastian Henßler  —  

Die Rekordfahrt in Süditalien war für Mercedes-AMG mehr als Show. Schäfer sieht darin den Beweis, dass Formel-1-Technik den Unterschied zu China ausmacht.

Cover Image for Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Sebastian Henßler  —  

EAN war bei der Rekordjagd in Nardò vor Ort: Das Concept AMG GT XX setzte 25 Rekorde, wir durften die Technik, das Team und die Abläufe exklusiv kennenlernen.

Cover Image for Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Sebastian Henßler  —  

Zeekr baut Europa zum Kernmarkt aus – mit lokaler Entwicklung, eigenen Teams in Göteborg und Amsterdam sowie klarer Ausrichtung auf Substanz.