VW erwartet Preisparität zwischen Verbrenner und Elektroautos mit der 2. Welle der MEB-Stromer

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Im Oktober 2018 haben wir berichtet, dass BMW der Meinung sei, dass E-Autos nie die Preise von Verbrenner erreichen werden. Ein Jahr später ließ sich Peugeot  in ein ganz andere Richtung aus. Bereits heute seien Verbrenner und Elektroauto bei Gesamtnutzungskosten gleichauf. VW sieht im nächsten Jahr mit dem ID.3 zumindest nach Subventionen des Staates eine Preisparität zum Verbrenner gegeben.

Aufstellung von VW zu Kosten Verbrenner zu E-Auto
Volkswagen AG

Die zuvor aufgeführte Grafik von VW zeigt deutlich auf, dass man bereits mit dem ID.3 eine Kostenparität zum Golf 7 TDI abbilden kann. Vorausgesetzt der ID.3 kann die Subventionen des Staates für sich beanspruchen. Nicht berücksichtigt bleiben hierbei die Vorteile, welche reine E-Autos für VW an sich – Stichwort CO2-Flottenwerte – mit sich bringen. Unter Berücksichtigung dieses Faktors verbessert sich die Rentabilität der Elektroautos real und bringt die Kostenparität (Rentabilität) viel näher als es die Grafik zunächst vermuten lässt. So die Meinung des unabhängigen Automobilanalyst Matthias Schmidt – schmidtmatthias.de.

Im Detail sieht man, dass VW die Total Cost of Ownership (TCO) von Verbrennungsmotoren und Batterie-Elektroautos des Volkswagen Konzerns betrachtet. Wie wir im Bild sehen können, werden die MEB-basierten Modelle etwas teurer sein als das Verbrenner-Pendant (z.B. Volkswagen ID.3 und Golf), aber dank der niedrigeren Energie-/Wartungskosten könnten sie ähnlich oder auf der gleichen Stufe stehen, nach Abzug der Subventionen.  Bei früheren rein elektrischen Fahrzeugen, wie dem Volkswagen e-Golf, war das nicht der Fall.

Lässt sich auch darauf zurückführen, dass der ID. 3 fast 40 Prozent effizienter in der Produktion ist als der VW Golf, wie wir bereits im April berichtet haben. Gegenüber der Wirtschaftswoche hat ein VW-Insider noch weit relevantere Daten offen gelegt. So wird der Golf in 26 Stunden gebaut, vergleichbare Konkurrenz-Modelle in 20 Stunden. Der ID. 3 soll in gerade einmal 16 Stunden gefertigt werden.

Richtig interessant wird das Ganze mit der zweiten Welle an E-Autos auf Basis der MEB-Plattform. Denn ab diesem Zeitpunkt wird erwartet, dass die E-Autos auch ohne Subventionen mit vergleichbaren Verbrennern hinsichtlich der Total Cost of Ownership (TCO) gleichauf sind. Dies sei günstigeren Batteriezellen und weiteren Verbesserungen/ Skaleneffekte geschuldet.

Skaleneffekte reduzieren die Preise
Volkswagen AG

In Premium-/Luxus-Segmenten könnte die TCO-Parität bereits Jahre vor dem Mainstream-Segment erreicht werden. Das relevante Massenmarktsegment Klein- und Kompaktwagen dürfte die Kostenparität jedoch zuletzt erreichen.

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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