Stellantis baut Engagement in Südafrika weiter aus

Cover Image for Stellantis baut Engagement in Südafrika weiter aus
Copyright ©

Stellantis

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Stellantis will seine Präsenz in Südafrika und der Sub-Sahara-Region deutlich ausbauen. Das machte Mike Whitfield, Managing Director von Stellantis Südafrika, im Rahmen der „Stellantis Week 2025“ deutlich. In seiner Keynote unterstrich Whitfield die strategischen Säulen des Wachstums: Markenkonsolidierung, Ausbau des Händlernetzes und die Rückgewinnung von Kundenvertrauen.

Bereits vier Jahre nach dem Markteintritt zählt Stellantis zu den größten Playern im Nahen Osten und Afrika – als zweitgrößter Autohersteller in der Region. Der Konzern setzt dabei auf ikonische Marken, gezielte Innovationen und ein kundenorientiertes Denken. Das zeigt sich unter anderem an der konsequenten Umsetzung des sogenannten „Brand House“-Konzepts: In Südafrika operieren mittlerweile 32 Autohausstandorte, in denen fünf Kernmarken – Citroën, Peugeot, Fiat, Jeep und Opel – unter einem Dach vereint sind. Nur Alfa Romeo bleibt mit fünf Standorten vorerst außen vor.

Im südafrikanischen Markt spielt der Preis eine zentrale Rolle: Über 60 Prozent der Verkäufe entfallen auf Fahrzeuge unter 400.000 Rand, etwa 19.400 Euro. Stellantis reagiert entsprechend – etwa mit dem Citroën C3, der bereits stark nachgefragt werde, so der Hersteller. Für Anfang 2026 ist mit der Crossover-Variante C3 Basalt weiterer Zuwachs im Einstiegssegment angekündigt. Auch der neue Citroën Hola – ein City-Transporter für urbane Einsätze – wurde speziell für lokale Bedürfnisse entwickelt.

Opel soll die zentrale B2C-Marke des Konzerns bleiben. Der neue Frontera wird Anfang 2026 erwartet und ergänzt das Angebot um Corsa, Mokka und den neuen Grandland. Bei den Premiummarken stehen Jeep und Alfa Romeo weiterhin im Fokus – Grandland und der neue Alfa Romeo Junior feierten jüngst ihre lokale Premiere.

Mit Blick auf gewerbliche Kunden soll zudem das neue Nutzfahrzeuglabel Stellantis ProOne in Afrika eingeführt werden, unter dem künftig Modelle von Peugeot, Fiat und Citroën vereint sind. In Südafrika umfasst das Angebot unter anderem den Peugeot Landtrek und den Citroën Hola.

Leapmotor bringt seine E-Autos nach Südafrika

Neu auf dem südafrikanischen Markt ist künftig auch die Elektromarke Leapmotor, deren erstes Modell – der C10 REEV, ein E-Auto mit Range-Extender – ab September bei ausgewählten Stellantis-Händlern erhältlich sein wird. Weitere vollelektrische Fahrzeuge sollen folgen. Nach einem erfolgreichen Start auf Mauritius markiert der Launch in Südafrika die nächste Etappe für Leapmotor im MEA-Raum.

Ein weiteres strategisches Signal setzte Stellantis mit der Ankündigung einer umfassenden Finanzpartnerschaft mit WesBank. Künftig werden sämtliche Markenfinanzierungen über eine zentrale Allianz abgewickelt. Ghana Msibi, CEO von WesBank, bezeichnete das neue Bündnis als „wegweisend für die Zukunft der Mobilität in Südafrika“.

Zur Sicherung von Kundenzufriedenheit und After-Sales-Betreuung setzt Stellantis weiterhin auf sein Customer Care-Versprechen: Neben einer fünfjährigen Garantie und Pannenhilfe gehört dazu auch ein verbesserter Ersatzteilservice. Gemeinsam mit Logistikpartner DSV wurde in Rosslyn ein neues Teilelager eingerichtet – unterstützt durch das eigene Aftermarket-Netzwerk Eurorepar.

Mike Whitfield bringt es zum Abschluss auf den Punkt: „Südafrika ist für uns ein Schlüsselmarkt. Wir investieren in Produkte, in Partnerschaften – und vor allem in unsere Kundinnen und Kunden.“

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 22.07.2025

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Kommentare (Wird geladen...)

Ähnliche Artikel

Cover Image for Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Sebastian Henßler  —  

Michael Jost kritisiert Technologieoffenheit als Ausrede: Wer alle Wege offenhält, geht keinen konsequent – nur das Elektroauto führt zur Klimaneutralität.

Cover Image for So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

Sebastian Henßler  —  

Volvo EX30 Cross Country bleibt ein City-Stromer, wirkt stabiler und vielseitiger. Offroad-Design, solide Reichweite und starke Ladeleistung runden ihn ab.

Cover Image for Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Daniel Krenzer  —  

WLTP- und Testverbräuche hin oder her: Das sind die sparsamsten E-Autos, wenn man auf ihren realen alltäglichen Einsatz schaut.

Cover Image for Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Daniel Krenzer  —  

Nun steht fest, bis zu welchem Haushaltseinkommen die neue E-Auto-Förderung genutzt werden könnte. Es geht dabei nicht nur um E-Autos.

Cover Image for Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobil- und Kraftstoffindustrie wollen mit Biokraftstoffen Verbrenner am Leben erhalten. Allerdings gibt es nicht genügend des Treibstoffs.

Cover Image for Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Michael Neißendorfer  —  

Mit vielen Neuerungen, einem stärkeren Auto und einem internationaleren Terminkalender geht der ADAC Opel GSE Rally Cup in der Saison 2026 an den Start.