Smart erwägt Produktion von E-Autos in Europa

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Daniel Krenzer
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Derzeit produziert der Autohersteller Smart all seine Elektroautos in China, doch dies könnte sich offenbar bald ändern. Wie das britische Fachmagazin Autocar berichtet, zieht das Joint Venture von Geely und Mercedes-Benz in Erwägung, künftig auch in Europa zu produzieren.

Diese Überlegung gibt es demnach offenbar auch ohne Berücksichtigung der vorläufigen Strafzölle der EU auf in China gefertigte Elektroautos. Laut Bericht wäre dies nur ein zusätzliches Argument dafür, auch wieder in Europa zu produzieren. Bis Anfang 2024 wurde der Smart Fortwo im französischen Hambach gefertigt. Doch offenbar erwartet Smart von einer zusätzlichen Produktion in Europa eine höhere Effizienz.

„Angesichts der steigenden Verkaufszahlen in anderen Märkten und der gestiegenen Kosten für den weltweiten Export erwägt die Marke jedoch eine lokalisierte Produktion in anderen Gebieten, um die Nachfrage besser bedienen zu können“, schreibt Autocar. Das Umgehen der Strafzölle – seit Anfang Juli sind für nach Europa gebrachte, aber in China gefertigte Elektroautos Sicherheitsleistungen in variabler Höhe bis zu fast 40 Prozent fällig – sei dabei lediglich ein positiver weiterer Effekt.

Autocar zitiert zudem Smart-Geschäftsführer Dirk Adelmann hinsichtlich der Flexibilität der Marke: „Wir haben eine Muttergesellschaft mit Sitz in Deutschland, die im Grunde überall auf der Welt produziert, aber auch Geely hat mit anderen Tochterunternehmen eine Produktion in Europa und an anderen Orten der Welt.“ Vor Ort zu bauen, sei dann eine Idee, wenn die Kostenstruktur mit der bereits bestehenden vergleichbar ist. Mit mit dem Eintritt von Smart in neue internationale Märkte entstehe die Notwendigkeit, „zumindest über einen diversifizierten Produktionsfußabdruck nachzudenken, aber noch sei nichts entschieden“.

Smart ist in Europa derzeit mit den beiden Elektroautos Smart #1 und Smart #3 vertreten. Auch ein neues kleines Zweisitzer-Modell wie den einstigen Fortwo könnte es in einiger Zeit wieder geben, dafür benötige man aber einen Partner, hieß es jüngst seitens des Herstellers.

Quelle: Autocar – „Smart eyes European production of electric cars“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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