Seat will „ein Zentrum der Elektromobilität in Europa“ werden

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Die Transformation bei der spanischen VW-Tochter Seat hin zur Massenproduktion von günstigen Elektroautos lief im vergangenen Jahr auf Hochtouren und brachte viele Veränderungen auf dem Weg in eine elektrische Zukunft mit sich. „2024 war das Jahr der Konsolidierung unserer Transformation hin zu einer intelligenten und vernetzten Produktion mit agileren und optimierten Prozessen, um urbane Elektroautos zu produzieren und Seat zu einem Zentrum der Elektromobilität in Europa zu machen“, erklärt Markus Haupt, Vizepräsident für Produktion und Logistik bei Seat. Hier will man 2025 anknüpfen, so Seat in einer aktuellen Mitteilung, in der der Autohersteller über bereits gemachte und zukünftige Schritte informiert.

Der künftige Workshop 20, das Montagewerk für Batteriesysteme, hat demnach mit einem Investitionsvolumen von 300 Millionen Euro und einer Fläche von 64.000 Quadratmetern innerhalb nur eines Jahres bedeutende Fortschritte gemacht. Das Werk werde die Kapazität haben, täglich 1200 Batterien herzustellen – also alle 40 Sekunden eine. Sie sind zur Montage in die in Martorell produzierten urbanen Elektroautos der Konzernmarken Cupra, Skoda und VW vorgesehen. Durch diese enge Verzahnung sollen logistische Prozesse optimiert und der CO2-Fußabdruck reduziert werden.

Die Elektrifizierung hat auch zu einer Modernisierung der Pressenanlagen geführt, wobei die neue PXL-Presse, die bereits in Betrieb ist, eine wichtige Rolle spiele. Diese Sechs-Pressen-Anlage ist mit 81.000 kN Kraft und einer Produktionsrate von bis zu vier Millionen Teilen pro Jahr besonders leistungsfähig und effizient und verfügt über moderne, vernetzte Technologien. Die Presse wird zur Herstellung der Karosserieteile für den Cupra Raval und andere kleine E-Autos des Volkswagen-Konzerns eingesetzt.

Optimierter Lacktrockenofen und Neuordnung der Montagelinien

Der neue KTL-Ofen in Martorell, zu sehen im Titelbild, ist der erste vollelektrische Lacktrockenofen des Volkswagen-Konzerns in Querbauweise. Das optimierte Gerät sei 42 Prozent kürzer als ein herkömmlicher Lacktrockenofen, wodurch der Wärmeverlust minimiert und 2500 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden sollen.

Im Jahr 2024 wurde zudem die Produktion des Seat Ibiza und des Seat Arona auf die Linie 3 verlagert, um die Produktionslinie 1 auf die Einführung neuer Elektroautos vorzubereiten und anzupassen. Dazu durchlaufen erste Vorserienfahrzeuge den Produktionsprozess.

Um die Feinabstimmung der Elektronik der neuen Elektroautos umzusetzen, werden Werkzeuge wie das P-Golden Car eingesetzt – ein Prototyp, der das Verhalten der Software simuliert und so die Programmierung und Analyse des Fahrzeugs ermöglicht, bevor die Produktion auf dem Montageband beginnt.

Die Vorbereitung der Mitarbeitenden auf den Übergang zur Elektrifizierung spielte im Jahr 2024 ebenfalls eine wichtige Rolle. Mehr als 170.000 Schulungsstunden bereiteten die Teams auf allen Ebenen kontinuierlich und zuverlässig auf eine erfolgreiche Produktion von Elektroautos vor.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 07.01.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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