Porsche-Ziel 20 Prozent Rendite: Jede Schraube auf dem Prüfstand

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die VW-Tochter Porsche ist seit einigen Monaten an der Börse notiert, 20 Prozent Rendite sind mittelfristig das Ziel. Dafür sei es nötig, die Produktion noch effizienter zu machen, sagt Porsche-Produktionschef Albrecht Reimold im Gespräch mit der Automobilwoche. Und vor allem bei Elektroautos seien noch besondere Anstrengungen nötig. Es komme auf „jedes Bauteil und jede Schraube an, die wir am Ende nicht verbauen müssen“, sagte Reimold demnach.

„Das Ziel muss sein, nachhaltig auf eine vergleichbare Marge wie bei unseren Verbrennern zu kommen“, sagt Reimold mit Blick auf die neuen elektrischen Porsche-Modelle wie beispielsweise den K1 als Siebensitzer-SUV, das ab 2027 in Leipzig gebaut werden soll. Mit dem Taycan und dem künftigen Macan sei man jedoch bereits auf einem guten Weg. Für das Luxus-SUV K1 rechnet der Produktionschef mit Synergien innerhalb der Volkswagen-Gruppe durch die neue Plattform SSP. Da Batterien vergleichsweise teuer seien, müsste Porsche bei vollelektrischen Fahrzeugen noch genauer hinschauen, „wo wir insgesamt effizienter werden können“.

Auf dem Prüfstand stünden aber unter anderem auch Folienverpackungen von Komponenten im Produktionsgeschehen. „Da suchen wir im Sinne der Nachhaltigkeit bessere Lösungen, etwa über besser konstruierte Behälter. Denn klar ist: Auch Unnötiges zu vermeiden reduziert die Kosten“, sagte Reimold der „Automobilwoche“.

E-Macan kommt ziemlich sicher 2024

Reimold sei selbst begeisterter Taycan-Fahrer, das erste vollelektrische Modell von Porsche. Besonders beim Taycan seien zu Pandemiezeiten Lieferschwierigkeiten bei Teilen aufgetreten, weshalb nicht so viele Fahrzeuge produziert werden konnten wie erhofft. Doch der Produktionschef sieht eine Besserung und geht davon aus, dass die Zahl der produzierten Taycans in diesem Jahr höher ausfallen werde als noch im vergangenen.

Zudem fasste Reimold noch einmal den Elektrifizierungs-Zeitplan von Porsche zusammen: „2024 kommt der vollelektrische Macan, danach folgen der 718, dann der Cayenne und schließlich unser neues SUV oberhalb des Cayenne.“ Der neue Panamera als Plug-in-Hybrid habe zudem einen größeren Akku und somit eine deutlich weitere elektrische Reichweite. Dass der E-Macan wirklich im kommenden Jahr kommt, dazu gibt sich Reimold optimistisch. Die letzten Testfahrten stimmten ihn zuversichtlich, dass Porsche auch bei der Software auf einem guten Weg sei. „Jetzt geht es noch um den letzten Feinschliff„, ist er überzeugt.

Quelle: Automobilwoche – „Interview Porsche-Produktionschef: Da kommt es auf jede Schraube an“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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