Opel Grandland in 2. Generation als E-Auto – die Fakten

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Stefan Grundhoff
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Opel stellt ein neues Topmodell vor. Der Name bleibt bestehen – das Design ist neu. Gestatten: der neue Grandland. Die Technik stammt aus dem Stellantis-Konzern, und so ist der Opel Grandland technisch eng mit dem neuen Peugeot e-5008 verwandt.

Ab 2028 will Opel nur noch elektrische Fahrzeuge anbieten. Der Grandland soll der neue Star werden und damit in den breiten Spuren von Insignia, Omega oder gar Senator unterwegs sein. Und so hält sich der neue Grandland beim Design auch nicht zurück, obwohl er mit einer Länge von 4,65 Metern nur im C-Segment der Mittelklasse unterwegs ist und sich gerade von vorn betont selbstbewusst präsentiert. Am Heck gibt es erstmals einen illuminierten Opel-Schriftzug.

„Der neue Grandland ist ein Meilenstein für Opel. Mit ihm ist nun jeder Opel auch elektrisch erhältlich. Das ist ein großer Schritt in unserer Elektrooffensive“, sagt Opel-CEO Florian Hüttl, „der neue Grandland wurde designt und entwickelt in Rüsselsheim, gebaut wird er in Eisenach.“ Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist die zweite Grandland-Generation 17 Zentimeter länger und mehr als sechs Zentimeter breiter, was den Crossover nicht nur durch die 20-Zöller, sondern auch das farblich abgesetzte Dach deutlich selbstbewusster als bisher erscheinen lässt.

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Mindestens genauso wichtig wie das neue Design ist die größere STLA-Medium-Plattform des Stellantis Konzerns, mit dem Opel ebenso wie sein Schwestermodell Peugeot 5008 oder Lancia Gamma größere Akkus, mehr Reichweite und insbesondere schnellere Ladegeschwindigkeiten bis zunächst 160 kW umsetzen kann. So verfügt der Opel Grandland je nach Antriebsversion über ein bis zu 98 kWh großes Batteriepaket im Unterboden, das Reichweiten bis zu 700 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp ermöglichen soll.

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Der Größenzuwachs mit einem Radstand von 2,78 Metern bringt nicht nur eine stärkere Präsenz, sondern auch mehr Platz im Innenraum und ein Gepäckabteil, das bis zu 1641 Liter schluckt. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen die Insassen eines Opels auf kleine Displays blicken mussten.

So bietet das neue Topmodell nicht nur eine digitale Instrumentenanzeige, sondern auch ein 16 Zoll (ca. 41 cm) großes Zentraldisplay in der Mitte der Armaturentafel und ein zeitgemäßes Head-up-Display, auf dem die wichtigsten Informationen ins Blickfeld des Fahrers projiziert werden. Neben der Touchbedienung auf dem Display lassen sich zentrale Funktionen nach wie vor über haptische Tasten oder Sprache steuern. Die Komfortsitze bieten erstmals nicht nur eine Verstellung der Seitenwangen, sondern auch Klimatisierung und Massage.

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Was den Antrieb angeht, so ist der neue Opel Grandland nicht allein mit einem Elektroantrieb zu bekommen, sondern ebenso wie das nunmehr auslaufende Modell auch als Plug-in-Hybrid mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 85 Kilometern und mit einem Hybridmodul nebst 48-Bordnetz. Das Antriebspaket dürfte dabei weitgehend identisch mit dem des neuen Peugeot e-5008 sein, der den Opel Grandland mit einer Länge von 4,79 Meter sogar um fast eine Klasse überragt.

Demnach dürfte die Hybridversion von einem 100 kW / 136 PS starken Dreizylinder mit 1,2 Litern Hubraum angetrieben werden, der von einem 21 Kilowatt starken Elektromotor unterstützt wird. Ferner gibt es den Peugeot e-5008 auf der STLA-Plattform mit Elektroversionen, die als Fronttriebler je nach Akkupaket 157 kW (213 PS) 345 Nm oder 170 kW (231 PS) leisten. Interessant dürfte für viele jedoch die Allradversion sein, die mit 237 kW (320 PS) zumindest für Opel und den Stellantis Konzern in neue elektrische Leistungsgrößen vorstößt.

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Überraschend im Vergleich zur Konkurrenz ist, dass der vordere Elektromotor mit 157 Kilowatt deutlich stärker als der am Heck mit seinen 80 kW ist. Für Sicherheit und Komfort an Bord sorgen bei allen Antriebsvarianten zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, LED-Matrix-Scheinwerfer und elektronisch geregelte Dämpfer.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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