Neuer Hyundai Kona im Vergleichstest mit dem VW ID.3

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Daniel Krenzer
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Der koreanische Autohersteller Hyundai hat den Kona komplett überarbeitet – und Auto Motor und Sport (AMS) hat die vollelektrische Version nun in einem ersten Test gegen den VW ID.3 antreten lassen. So viel vorweg: In der Endauswertung trennen beide Fahrzeuge nur wenige Pünktchen, sind also aus Sicht der Tester auf einem ähnlichen Niveau unterwegs.

Konkret miteinander verglichen wurden im Test der Kollegen der Hyundai Kona Elektro mit 160 kW Leistung sowie 65,4 kWh Akku in der Ausstattungslinie Prime sowie der VW ID.3 Pro S mit dem 77 kWh großen Akku. Der Kona ist mit seinen 4,36 Metern gut neun Zentimeter länger als der VW und hat mit 172 zu 160 Stundenkilometern die etwas höhere Höchstgeschwindigkeit. Bei der Schnellladeleistung liegt hingegen der Volkswagen mit 170 kW vor dem Kona mit knapp mehr als 100 kW. Denn anders als die deutlich schneller ladenden Ioniq 5 und 6 ist dieser Hyundai – so wie auch der VW – mit 400-Volt- statt 800-Volt-Technik ausgestattet.

Kona günstiger, aber „rempelig“

Mit einem Preis von knapp 53.000 Euro ist der etwas größere Kona ein Stück günstiger als der ID.3, hier kam der Testwagen auf einen Listenpreis von knapp 56.000 Euro. Bei den laufenden Kosten und dem Wertverlust schneidet der VW zwar etwas besser ab, insgesamt entscheidet aus Sicht der AMS-Redaktion der Hyundai die Kategorie „Kosten“ für sich – auch wegen der acht Jahre dauernden Garantie. Deutlich für sich entscheidet der in Tschechien gebaute Koreaner das Rennen zudem in der Kategorie „Karosserie“ mit 88:76 Zählern. Die Bedienung der Fahrzeugfunktionen, die Instrumente und Anzeigen sowie die Variabilität seien beim Kona im Vergleich ein gutes Stück besser.

Hyundai-Kona-Elektroauto-Vorne
Hyundai

Knapp vorne liegt der VW hingegen in den Kategorien „Umwelt“, „Antrieb“ und „Sicherheit“. „Beide zählen nicht zu den sparsamsten Elektros“, stellt die AMS fest. Beim „Fahrverhalten“ und „Komfort“ lässt der ID.3 den Kona dann in der Bewertung sogar deutlich hinter sich. Der VW sei agil, der Hyundai ungelenk, heißt es, zudem sei der ID.3 angenehmer gefedert als der „rempelige“ Südkoreaner.

Der zieht am Ende den Kürzeren: Der VW ID.3 gewinnt den Test mit 609 Punkten für sich, der Kona fährt aber nicht allzu weit dahinter mit 595 Punkten über die Ziellinie. Angesichts der bedeutend längeren Garantiezeit ist das überarbeitete Kompakt-SUV von Hyundai somit laut AMS offenbar durchaus eine Alternative.

Quelle: Auto Motor und Sport (01/2024, S. 68 bis 74) – „Im Namen des Voltes“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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