Hondas Abschied vom Verbrennungsmotor bis 2040

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Honda

Maria Glaser
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Wie viele andere Autohersteller arbeitet auch das japanische Unternehmen Honda an der vollständigen Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte und der Abkehr vom Verbrennungsmotor in den kommenden Jahrzehnten. Um dabei in Anbetracht der starken Konkurrenz anderer Autohersteller weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, hat das Unternehmen eigene Strategien entwickelt.

In der Produktion setzt Honda zunehmend auf die interne Herstellung vieler Teile, was Toshihiro Mibe, der CEO des Autobauers, auf der jährlichen Finanzkonferenz von Honda Anfang Mai ankündigte. Damit behält Honda die direkte Kontrolle über Teile, die sonst zugeliefert werden würden.

Diese Strategie, die auch als vertikale Produktion bezeichnet wird, geht auf die Anfänge der Automobilindustrie zurück. So versuchte beispielsweise Ford, alles selbst zu produzieren. Nun wird dieser Ansatz wieder zunehmend genutzt, nachdem zuletzt möglichst viele Arbeitsprozesse ausgelagert und an Zulieferer abgegeben wurden. So setzen beispielsweise das chinesische Unternehmen BYD oder der US-Hersteller Tesla zunehmend auf interne Herstellungsprozesse und auch die europäischen Konzerne Renault und Stellantis nehmen die Produktion von Elektromotoren und Batterien selbst vor. Grundsätzlich hat diese Form der Herstellung zwar einige Vorteile, jedoch ist sie schwierig aufzubauen und umzusetzen.

Für Honda ist die vertikale Produktion vor allem Mittel zum Zweck, weil nur wenige Zulieferer die Teile herstellen, die Honda für seine Elektroautos benötigt.

„Wir haben unsere Strategie in Bezug auf die Elektrifizierung ein wenig geändert, insbesondere bei den Batterien. Wir gehen zu einem vertikalen System über, um ein komplettes Elektrifizierungsgeschäft aufrechtzuerhalten. Dazu müssen wir diese Technologien internalisieren. Auch die Software muss von Honda selbst unterstützt werden.“ – Toshihiro Mibe, CEO Honda

Investitionen und Ausbau

Honda hat es sich zum Ziel gesetzt, den Verbrennungsmotor bis 2040 vollständig abzuschaffen, womit sich das Unternehmen ein realistisches Ziel vorgenommen haben dürfte. Um die Produktion sowie die Elektrifizierung entsprechend umzusetzen, investiert Honda in verschiedenen Bereichen.

Für das laufende Geschäftsjahr hat Honda beispielsweise umgerechnet über 7 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung gesteckt, was einem Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Außerdem baut Honda in Ohio und Kanada Entwicklungszentren für Batterien sowie Elektroautos auf und bringt mehr Hybride auf den Markt, die mit höheren Gewinnspannen verkauft werden können. Zudem wird Honda 2026 eine Plattform für Elektroautos vorstellen, die in den Entwürfen der Serie 0 auf der diesjährigen CES in Las Vegas im Januar bereits angedeutet wurde.

Quelle: InsideEVs – Inside Honda’s Plans To Phase Out Internal Combustion By 2040

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Maria Glaser

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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