Geelys SEA-Plattform: Fünf Varianten, je zwei Batteriegrößen – Flexibilität pur!

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Symbolbild | Volvo

Sebastian Henßler
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Der chinesische Autokonzern hat schon des Öfteren seine Elektro-Plattform SEA (Sustainable Experience Architecture) ins Gespräch gebracht. Tiefgreifende Infos & Details waren rar gesät. Nun wurde bekannt, dass die E-Plattform in fünf Versionen für alle relevanten Fahrzeugklassen erdacht wurde, mit je zwei Batteriegrößen zur Auswahl. Auf der Plattform selbst sollen Stromer unterschiedlichster Marken aufgebaut werden: Lynk & Co., Zeekr, Volvo Cars, smart als auch der chinesische Tech-Konzern Baidu sind im Gespräch.

Aufbauend auf der SEA-Plattform sollen Fahrzeuge vom A- bis E-Segment sowie leichte Nutzfahrzeuge auf die Straße kommen. Möglich wird dies, da sich die Plattform entsprechend auf die einzelnen Segmente ausrichtet. Im Detail betrachtet heißt dies, dass die SEA1 ist für E-Autos der Segmente D bis F, die SEA2 für die Segmente B bis D, die SEA Entry (SEA-E) für Kleinwagen im A-Segment, die SEA Sport (SEA-S) für sportlichere Modelle sowie die SEA Commercial (SEA-C) für Fahrzeuge zwischen 3,5 und 5,5 Tonnen gedacht ist. Letztere umschließt zudem Kleinbussen und Pickup-Trucks.

Für jede der Plattform-Varianten stehen zwei Batterieoptionen zur Auswahl. Die SEA Entry Stromer (Kleinwagen) haben die Wahl zwischen 58- und 68-kWh-Akkus, die E-Autos der SEA1 ist für E-Autos der Segmente D bis F angedacht und kommt mit 86- oder 100-kWh-Akku-Kapazität daher. Je nach Segment bewegt sich die Reichweite somit zwischen 460 und 700 km, China üblich nach NEFZ.

Neben der Variabilität der Batteriegröße können die Plattformen auch hinsichtlich der Positionierung des Antriebs flexibel agieren. So unterstützen diese einzelne oder mehrere Motoren für Front-, Heck- oder Allradantriebskonfigurationen. In einem Medienbericht von Paultan ist die Rede davon, dass die SEA-Plattform den Einbau eines Range Extender erlaubt, der „nicht die Form eines konventionellen Automotors haben wird, sondern stattdessen in kleinerer Form am Heck des Fahrzeugs anstelle eines Elektromotors positioniert wird“. Durch die Kombination aus E-Motor mit Range-Extender sollen rund 1.000 km nach NEFZ erreicht werden können.

In Bezug auf die Ladeleistung schweigt sich Geely derzeit noch aus. Bekannt ist, dass in Verbindung mit einem 400-Volt-System ein Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent rund 30 Minuten dauern soll, durch ein Upgrade auf 800 Volt soll die Zeit auf circa 20 Minuten sinken. Die verbauten Batterien stammen von CATL und sollen 200.000 km ohne Einbuße der Reichweite ermöglichen. Bis zu zwei Millionen Kilometer seien möglich, ehe die Kapazität auf 80 Prozent sinkt, heißt es in dem Bericht von Paultan weiter.

Ähnlich den Plänen von Tesla sollen die Modelle auf Basis der SEA-Plattform in Unibody-Bauweise gefertigt werden. Sprich, das verbaute Batteriepaket selbst wird zur Verstärkung der Struktur verwendet. Um sehr flache Fahrzeuge fertigen und damit einhergehend niedrigere Fußräume kreieren zu können, sollen Batteriezellen teils in den Mitteltunnel verlegt werden können. Dies gelte vor allem für die SEA-S-Plattform zur Kreation sportlicher Stromer. Dabei soll die Plattform-Architektur nicht nur den eigenen Marken zur Verfügung stehen. Geely öffnet SEA als Open-Source-Plattform auch anderen Anbieter, um so von Synergien zu profitieren.

Quelle: Electrive.net – Neue Details zum Spektrum von Geelys SEA-Plattform

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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