Das waren die zehn meistverkauften E-Autos 2021 in Europa

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

1.190.741 Elektroautos wurden im vergangenen Jahr in Europa zugelassen. Was seinerseits einem Wachstum von über 63% im Vergleich zum Gesamtjahr 2020 entspricht. Die meisten der Zulassungen sind hierbei in Deutschland erfolgt. Doch welche E-Fahrzeuge wurden am meisten verkauft in 2021? Wir haben die Antwort darauf. Automobil-Analyst Matthias Schmidt aus Berlin hat die Top 10 der meist zugelassenen E-Autos 2021 in seinem aktuellen Report zusammengetragen. Gemeinsam riskieren wir einen Blick.

Automobil-Analyst Matthias Schmidt nimmt den europäischen Elektroauto-Markt schon länger genau unter die Lupe. In seiner Jahresendanalyse hat er herausarbeiten können, dass 2021 jedes neunte neu zugelassene E-Auto auf das Model 3 von Tesla entfiel. Dank dieser Leistung wurde das Model 3 im vergangenen Jahr auch zur Nummer eins unter den Elektromodellen in der Region gekürt. Laut seiner Analyse wurden in der Region mit 18 Märkten, zu der die ursprünglichen EU-Mitgliedstaaten vor der Erweiterung 2004 sowie Norwegen, die Schweiz, Island und das Vereinigte Königreich gehören, 139.573 Model 3 zugelassen. Ein Wachstum von 62,9% gegenüber dem Vorjahr.

Auf dem zweiten Rang im Top 10 Ranking der meistverkauften E-Autos 2021 findet sich mit dem Renault ZOE ein alter Bekannter ein. 70.340 Exemplare des Stromers konnten 2021 abgesetzt werden; damit rund 27,6% weniger als im Vorjahreszeitraum. 2020 bracht es der französische Stromer noch auf 97.158 abgesetzte Einheiten. Mit 23,4% Wachstum gegenüber dem Vorjahr ging es zumindest beim dritten Rang wieder ein wenig aufwärts. 67.831 VW ID.3 konnten 2021 zugelassen werden. Gefolgt vom VW ID.4 mit 52.603 Einheiten. Erwähnenswert ist hierbei sicherlich die Tatsache, dass die Summe aus Renault ZOE und ID.3 Zulassungen immer noch minimal hinter dem Gesamtabsatz des Tesla Model 3 in Europa zurückbleibt.

Hinter den ersten vier Rängen wird es dann ein wenig gleichmäßiger verteilt. Zumindest was die Zulassungen an Europas Elektroautomarkt angeht. Alle Fahrzeuge bewegen sich hierbei bei einem Marktanteil von rund 3,8 bis 3,4 Prozent. In Summe bedeutet dies, dass rund 49,1% aller Elektroauto-Zulassungen in 2021 auf diese Top-10 entfallen ist:

  1. Tesla Model 3 – 139.573 Fahrzeuge
  2. Renault ZOE – 70.340 Fahrzeuge
  3. VW ID.3 – 67.831 Fahrzeuge
  4. VW ID.4 – 52.603 Fahrzeuge
  5. KIA e-Niro – 45.727 Fahrzeuge
  6. Fiat 500 – 43.165 Fahrzeuge
  7. Skoda Enyaq – 42.349 Fahrzeuge
  8. Peugeot e-208 – 41.978 Fahrzeuge
  9. Hyundai Kona Elektro – 41.757 Fahrzeuge
  10. VW e-Up! – 40.022 Fahrzeuge

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Market Intelligence Study: December 2021 / Full-Year 2021

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Bjoern arzt:

Balanced bedeutet ausgeglichen. Fair hat eine andere Bedeutung. Das weiss auch Google.

Jens:

Warum liest und kommentiert man eigentlich jeden Artikel auf einer Website, die man so derart plakativ verachtet? Es lässt verdammt tief blicken, wenn man durchwegs mittels Verächtlichmachung auf sich aufmerksam zu machen versucht.

Jens:

David:

China ist vom Menschenbild auch den Führungsprinzipien bei Tesla am nächsten.

Bevor Sie weiter ihre erschreckende Ahnungslosigkeit durch solche Vergleiche offenbaren:
Informieren sie sich bitte über die Provinz Xinjiang und den dort von den Chinesen betriebenen Genozid an den Uiguren und den durchgeführten Bevölkerungsaustausch.

David:

China ist vom Menschenbild auch den Führungsprinzipien bei Tesla am nächsten.

David:

Das ist eine ausgezeichnete Frage. Die Antwort ist, weil Tesla die Geduld verloren hat. Und sich durch eine Reihe von törichten Entscheidungen um eine zeitnahe Genehmigung gebracht hat. Sie hatten ja sehr gute Beratung, haben aber irgendwann nicht mehr drauf gehört. Selber schuld.

Das zeigt aber auch, wie in diesem Konzern gearbeitet wird: Top down, Kadavergehorsam. Das Gegenteil von Teamgeist und flachen Hierarchien. In solchen totalitären Führungssystemen kommt es systematisch zu Missbrauch.

Aktuell ist Tesla in den USA wieder wegen deutlicher Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und Menschenrechte in Anklage. Und die Reaktion der Unternehmensleitung sind relativierende Statements, wäre ja alles gar nicht so schlimm. Diese Unmenschlichkeit kauft man mit jedem Tesla auch mit.

David:

Nur mal kurz zu den Verkaufszahlen der BEV gefragt: Welche Marke ist am Meisten in Europa verkauft worden? Antwort stände im Artikel, wenn es Tesla gewesen wäre. War es aber nicht. Welcher Konzern ist in Europa nach den Verkaufszahlen vorne? Antwort stände im Artikel, wäre es Tesla. War es aber nicht. Muhaha.

Stefan:

Weil es bisher so war. In China und den USA sind die Gigafactorys im Zeitplan geblieben. Und für deutsche Verhältnisse ist der Bau ja in Lichtgeschwindigkeit passiert. Wenn auch mit hohem Risiko für Tesla. In Sachen Investitionsruinen, Baukosten Explosionen und Projekt Verschleppung sind manche Kommunen Weltmeister. Und Brandenburg eilt da ein gewisses böses Ohmen vorraus.

Anonymous:

Soviel zum Thema Klugscheißer

Jakob Sperling:

‚Goldwaage‘ ist ein netter Ausdruck, ‚Klugscheisser‘ würde auch passen.

Jakob Sperling:

Das kommt halt, wenn man von den Dutzenden von Bedeutungen des aus dem Englischen stammenden Fremdworts nur die eher spezielle Bedeutung kennt, die der Otto Normalverbraucher in Deutschland kennt. Mehrere Bedeutungen von ‚fair‘ passen hier bestens.
‚fair‘ heisst z.B. auch ausgeglichen.

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