VW: Neustart im Kampf um ein erschwingliches Elektroauto

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Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Oliver Blume, der Chef von Volkswagen, nimmt zusammen mit Thomas Schäfer, dem VW-Markenchef, und in Kooperation mit Renault einen weiteren Anlauf, ein kostengünstiges Elektroauto zu entwickeln. Ziel ist es, ein Modell zu schaffen, das weniger als 20.000 Euro kostet. Trotz vorheriger Verhandlungen und scheinbarer Fortschritte, bekannt als Projekt „Amsterdam“, stehen die Planungen nun vor neuen Hürden. Der Einfluss und die Bedenken von Daniela Cavallo, der Betriebsratschefin, könnten ausschlaggebend für die Zukunft des Projekts sein.

Volkswagen verfügt über mehrere unterausgelastete Werke in Europa, was die Frage aufwirft, warum die Produktion des neuen Modells an Renault ausgelagert werden soll. Dieser Plan löst bei Mitarbeiter:innen Besorgnis aus, da ihre Arbeitsplätze potenziell gefährdet sind. Historisch gesehen hat Volkswagen wiederholt versucht, sich mit Billigautos zu etablieren, jedoch ohne Erfolg. Jeder Konzernchef seit Bernd Pischetsrieder hat Initiativen gestartet, die letztlich nicht realisiert wurden.

Herbert Diess war der letzte VW-Chef, der versuchte, das Projekt mit einer elektrischen Vision voranzutreiben. Er hatte die Idee eines kleineren Elektroautos, das preislich mit Verbrennermodellen konkurrieren könnte. Dieses Vorhaben blieb jedoch ebenfalls unvollendet.

Das aktuelle Projekt sieht vor, parallel in China und Europa zu arbeiten. In China streben Ralf Brandstätter und Thomas Ulbrich die Entwicklung eines erschwinglichen Elektromodells an. Die Hoffnung ist, dass dieses Auto sowohl preiswert als auch attraktiv wird und den Erfolg von klassischen Verbrennern wie dem Santana und Lavida wiederholen kann. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Renault den Einstieg in den europäischen Markt für erschwingliche Elektroautos erleichtern.

Allerdings gibt es innerhalb von VW Bedenken hinsichtlich der Umsetzung und der Kosten. Das Unternehmen prüft aktuell mehrere Szenarien, um das beste Vorgehen zu bestimmen. Eine mögliche Alternative wäre, das Projekt ohne externe Hilfe zu realisieren. Dies wird allerdings erst entschieden, nachdem gründliche Berechnungen und Diskussionen stattgefunden haben.

In den nächsten Wochen steht eine wichtige Entscheidung an, die unter Einbeziehung aller relevanten Parteien, einschließlich der Betriebsratschefin Cavallo, getroffen wird. Die Herausforderung liegt darin, ein überzeugendes Konzept zu präsentieren, das nicht nur wirtschaftlich sinnvoll ist, sondern auch schnell umgesetzt werden kann, um die Markteinführung eines neuen Modells nicht unnötig zu verzögern.

Quelle: Manager-Magazin – Warum Volkswagens Billigautoprojekt „Amsterdam“ stockt

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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MMM:

Wusstest du, wie groß der Anteil fossiler Brennstoffe am weltweiten Schiffsverkehr ist?
Lies es nach: https://www.klimareporter.de/finanzen-wirtschaft/schlecht-fuer-die-schifffahrt-gut-fuer-den-planeten

Du findest notfalls auch andere Quellen.

Ergo: je weniger Verbrenner, umso weniger Brennstoff muss transportiert werden.
Und diese stinkenden Superfrachter müssen dann auch nicht mehr fahren.

Mesut Uyanik:

Hallo liebe Elektroauto-News Volkswagen würde mit Ford als Kooperationspartner für Kleinwagenableger wie den zukünftigen Kleinwagen VW ID.1 gut passen schliesslich Kooperieren Volkswagen & Ford bei Nutzfahrzeugen & der Neue Ford SUV Explorer basiert auf der Plattform des VW ID.4 mit freundlichen

Mesut Uyanik

Robert:

das weiß ich sehr wohl genau draum geht es hier ja, und das befürchtet auch der Betriebsrat das Arbeitplätze in Deutschland abgebaut werden und im Ausland aufgebaut werden

Stefan:

Die tausenden Superfrachter, die mit Schweröl fahren, stinken und belasten die Umwelt.
Du mit deinem BEV änderst daran einfach rein GAR NICHTS!

MatthiasGe:

Bei VW haben sich die Löhne nach und nach hochgeschaukelt und sind noch mit den Prämien aus vergangenen goldenen Zeiten. Ein Effizienzprogramm ist längst überfällig und wird beim Wasserkopf 50 % und an der Basis 30 % der Jobs kosten. Erst dann können Sie günstige Autos bauen. Wollen Sie das überhaupt ? Der Besuch von Kanzler Scholz in China und die Aussagen hierzu stellt dies in Frage. Die günstigen Autos werden auch in Europa aus China kommen.

egon_meier:

Stadtwagen? Wer wohnt schon in der Stadt. Da nimmt man Öffi.
Zweitwagen wird in der Provinz für die Fahrt zur Arbeit benötigt. 80km hin und 80 zurück – auch im Winter.

Nostradamus:

Wenn es um ein „Einstiegsauto“ gesprochen wird, dann sollte man nicht nur über ein billiges Auto reden, sondern über einen modernen Stadtwagen, der speziell für den Stadtverkehr entwickelt wird! Der Batterieantrieb bietet die Möglichkeit für eine hocheffiziente Fzg.-Architektur: Möglichst klein und wendig, komfortabel für vier-fünf Erwachsene, sehr leichter Einstieg/Ausstieg, etc. Im Kurzen: der Stadtwagen neu erfinden!

egon_meier:

aaach … wenn ich mir so einige Fernost-Kisten ansehe frage ich mich immer: wer kauft/braucht solche P***prothesen.
Ich finde das vorgestellte Design recht erfrischend auf seine schlichte Art.

Aber kauft dir gerne was anderes.

Nostradamus:

Das ist eine perfekte Darstellung von der Situation in VW, ich bin dabei! Ehemaliger Vorstand, Herbert Diess, hat gefordert ca. 10.000 Arbeitsstellen zu streichen und das ist kein Ergebnis eines „Drogenrausch“, sondern die notwendige Entlastung von dem unproduktiven und sehr teuer bezahlten Mitarbeiter, dessen Löhne die Geschäftsbilanzen Jahrzehnten lang chronisch belasten! Dieses Geld sollte in Forschung und Entwicklung investiert werden.

DarkestMage:

Tja Willi, da zeigt sich mal wieder wie verschieden die Geschmäcker doch sind.

Ich guck ihn mir an und denke „also wenn der in der Optik mit vernünftigen technischen Eckdaten zu einem akzeptablen Preis kommt, dann ist er auf ein heißer Anwärter für mein nächstes Auto“

Ist ja ok, wenn Dir die Optik nicht gefällt.

Bitte nur nicht den Fehler machen zu glauben „wenn er mir nicht gefällt, dann gefällt er keinem“…

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