VW öffnet MEB-Elektro-Plattform für Wettbewerber

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Volkswagen AG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Volkswagens Elektroauto-Star ist nicht das Auto, sondern die Plattform. Das hat unser Autor Michael Anfang Januar bereits ganz gut erkannt. Denn die MEB-Plattform ist so variabel, dass bis zum Jahr 2022 nach Plänen des Volkswagen-Konzerns insgesamt 27 verschiedene Fahrzeuge auf dieser aufgebaut werden können. Und nun scheint es so, als ob der VW-Konzern seine Produktionsplattform für Elektroautos als Industriestandard etablieren und für Wettbewerber öffnen will.

Michael Jost, Strategiechef der Kernmarke VW, gab gegenüber dem Tagesspiegel zu verstehen, dass „unser Baukastensystem für Elektroautos – der Modulare Elektrifizierungsbaukasten (MEB) – soll ein Standard nicht nur für den VW-Konzern sein“. Zu diesem Zweck befindet man sich bereits in „einigen fortgeschrittenen Gesprächen“ mit Wettbewerbern, vor allem im Volumensegment. Hier kommt einem natürlich direkt der Austausch mit Ford in den Sinn, welche bereits eine globale Allianz mit VW eingegangen sind.

Bereits im September haben wir darüber berichtet, dass VW unter dem Motto „Electric for all“ agiert. Spiegelt dies doch die Vision und das zentrale Versprechen der Marke Volkswagen wider. Man möchte innovative Technologien für viele Kunden erreichbar machen. Durch die neu geschaffene Plattform soll ein bislang unerreichtes Preis-Leistungsverhältnis erreicht werden, was dazu führt, dass das E-Auto vom Nischenprodukt zum Bestseller wird. Dieser Gedanke wird mit dem Öffnen der Plattform für den Wettbewerb konsequent weitergedacht.

Das erste Fahrzeug, welches auf MEB-Basis vom Band laufen wird, steht ebenfalls schon fest: der VW ID.  Das erste Seat-Elektroauto kommt ebenfalls auf MEB-Basis in Anlehnung an Seat Leon, wie wir bereits berichtet haben. Des Weiteren wurde nun bestätigt, dass nach dem für 2020 angekündigten ersten I.D-Modell auch ein preiswerteres Einstiegsmodell vorgestellt wird. Dabei handelt es sich aber wohl nicht um den VW ID., bei dem Gerüchte für Einstiegspreise von um die 25.000 Euro im Raum standen.

„Ab 2023, spätestens 2024, werden wir auch ein E-Modell in der Größe eines T-Roc für unter 20.000 Euro auf den Markt bringen“, sagte der Strategiechef dem Tagesspiegel.  Bis 2023 investiert die Marke mehr als elf Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und neue Mobilitätsdienste, davon mehr als neun Milliarden Euro in die ID-Familie.

Der Volkswagen-Konzern will in den kommenden sieben Jahren, um fit zu sein für den Wandel hin zur Elektromobilität, den finanziellen Aufwand für seine Fabriken senken und gleichzeitig die Produktivität steigern. Diese neue Konzern-Produktionsstrategie 2025 soll bei fast allen Marken umgesetzt werden.

Quelle: Der Tagesspiegel – VW öffnet Elektro-Plattform für Wettbewerber

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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