VW und BP starten Aufbau von Schnellladesäulen für E-Autos in Europa

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Mit der Einweihung der ersten Ladesäule in Düsseldorf haben Volkswagen und BP ihre strategische Partnerschaft begonnen. Sie soll den Umstieg auf Elektroautos in ganz Europa vorantreiben. Die Partnerschaft bringt zwei der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Elektromobilität zusammen. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Lademöglichkeiten von E-Autos in den wichtigsten europäischen Märkten zu verbessern: Dies soll bis 2024 durch den Aufbau eines schnellen Ladenetzes in ganz Europa sowie durch die Schaffung eines nahtlosen Lade-Erlebnisses geschehen.

Die bis zu 150 kW starken Flexpole-Ladestationen von Volkswagen verfügen über je zwei Ladepunkte und ein integriertes Batteriespeichersystem. Damit überwinden sie eines der größten Hindernisse für den raschen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in Europa – die Notwendigkeit leistungsstarker Netzanschlüsse. Die Flexpole-Ladestationen können direkt an ein Niederspannungsnetz angeschlossen werden, sodass weder ein spezieller Transformator noch kostspielige Bauarbeiten erforderlich sind. Dadurch werden die Installationszeiten erheblich verkürzt, während gleichzeitig eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 150 kW erreicht werden kann. Je nach Fahrzeugmodell kann so eine Reichweite von bis zu 160 Kilometern in nur 10 Minuten nachgeladen werden.

Im ersten Schritt sollen in den nächsten 24 Monaten bis zu 4000 zusätzliche Ladepunkte an den Aral Standorten in Deutschland und den BP Standorten in Großbritannien installiert werden. Bis Ende 2024 könnten insgesamt bis zu 8000 Ladepunkte in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern entstehen. BP baut sein Ladenetz für Elektroautos laut eigener Aussage zügig aus – insbesondere im flächendeckenden Netz der verkehrsgünstig gelegenen Tankstellen. E-Fahrer können somit an sicheren, gut beleuchteten und mit Personal besetzten Orten laden und haben Zugang zu zusätzlichen Dienstleistungen wie etwa Speisen und Getränken für ihre Fahrt sowie zu Sanitäreinrichtungen.

„Volkswagen hat den europäischen Wandel zur E-Mobilität angeführt. Heute haben wir das vielfältigste Angebot an Elektroautos auf dem Markt. Im vergangenen Jahr haben wir mehr E-Fahrzeuge in der Region verkauft als jeder andere Automobilhersteller. Unsere Investitionen – von der Software über die Batterien bis hin zu den Ladesäulen – sind Teil unserer Strategie, die individuelle Mobilität sicherer, komfortabler und vollständig klimaneutral zu gestalten. Die Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft erfordert eine enge Zusammenarbeit über Grenzen und Sektoren hinweg. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit BP, um den Ausbau des Schnellladenetzes in ganz Europa zu beschleunigen.“ – Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG

Das Laden von Elektrofahrzeugen ist einer der wichtigsten Treiber für den Wandel von BP hin zu einem integrierten Energieunternehmen. Deshalb sind wir so begeistert von unserer Partnerschaft mit Volkswagen“, sagt Bernard Looney, CEO von BP. Wenn man einen der weltweit führenden Automobilhersteller und einen der weltweit führenden Energiekonzerne zusammenbringt, dann ergebe sich daraus großes Potenzial.

Die Standorte der Ladesäulen werden in die Navigations- sowie auch in weitere interne Apps der Fahrzeuge von VW, Seat/Cupra und Skoda sowie in „Elli“, die Lade-App von Volkswagen, integriert. Das soll es den Fahrern erleichtern, verfügbare Ladepunkte zu finden. Jeder Elektroautofahrer kann die neuen Ladestationen als Teil des BP pulse- und Aral pulse-Netzwerks nutzen. Damit ist es allen Elektroautofahrern möglich, sich anzumelden und Prämien im Rahmen der BP/Aral Treueprogramme zu sammeln.

Im Rahmen ihrer Vereinbarung prüfen Volkswagen und BP auch weitere gemeinsame Möglichkeiten, um zukünftige Lösungen für eine kohlenstoffärmere Mobilität zu bieten.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 28.04.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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A. Einstein:

Also ein Batterie-betriebenes Batterieladegerät…

Matthias Geiger:

Mal sehen ob nur VW-Kunden vernünftige Preise an den Ladesäulen bekommen. Der Rest 79 ct/kWh inkl. Monatsgebühren. Dann werden sich nur Wenige ein E-Auto kaufen.

Tom62:

…und bei solcher offenen Rechnung…. ziemlich mild ausgedruckt.. ;) :( :

http://https//www.transportenvironment.org/discover/big-oils-historical-debt-uncovered/

Tom62:

Höchste Zeit damit anzufangen…

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