VW will bald Entscheidung über Werksschließungen treffen

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Volkswagen

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Das Thema Werksschließungen ist beim kriselnden deutschen Automobilhersteller Volkswagen nicht vom Tisch. Wie Automobil Industrie Vogel unter Verwendung eines Berichts der Deutschen Presseagentur (DPA) berichtet, sollen schon bald konkrete Sparmaßnahmen beschlossen werden. VW-Chef Oliver Blume sagte demnach: „Wir werden das in den nächsten Wochen sehr zügig angehen.“ Noch in diesem Jahr soll feststehen, wie sich Volkswagen konkret gegen die Krise stemmen will.

Geprüft werden sollen demnach alle Kostenarten – beginnend bei den Entwicklungskosten. „Das sind die Fixkosten. Aber natürlich auch die Herstellkosten, wo die Arbeitskosten eine große Rolle spielen werden – aber auch die Vertriebskosten. Und so gehen wir durch alle Ecken und werden das gemeinsam mit allen Parteien dann dort vereinbaren“, sagte Blume dem ZDF. Auch Kapazitätskürzungen und Standortschließungen seien dabei nicht auszuschließen, warnte er.

Von den Gewerkschaften erwartet er in den anstehenden Tarifgesprächen Zugeständnisse, um Kosten einsparen zu können. Bislang hatten die Arbeitnehmervertretungen zwar Verständnis über die derzeit schwierige Situation des Herstellers geäußert, im Falle von zu drastischen Einschnitten aber massive Gegenwehr angekündigt. Sollten tatsächlich VW-Standorte geschlossen werden, wäre dies das erste Mal in der beinahe 90 Jahre andauernden Unternehmensgeschichte.

Hoffen auf neue E-Auto-Förderungen

Enttäuscht sein dürfte Blume indes davon, dass der Autogipfel am Montag noch keine konkreten Ergebnisse brachte. Kurz vorher hatte der VW-Chef sich schließlich noch für neue Kaufprämien für Elektroautos stark gemacht, die Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) aber zumindest in der vorgebrachten Form einer neuen Abwrackprämie ablehnte. Doch Blume geht weiter und sagt: „In Summe zählt aber das gesamte Paket, zu dem auch Steuermodelle und Preismodelle für Strompreise gehören.“ Laut Spiegel könne er sich zudem eine Förderung von Elektroautos in Abhängigkeit zum CO2-Fußabdruck in der Produktion – ähnlich wie in Frankreich – vorstellen. Davon verspricht er sich offenbar vor allem einen Nachteil für chinesische Mitbewerber.

Bis 2030 will Volkswagen wieder eine zweistellige Rendite einfahren, zuletzt lag sie bei der Kernmarke VW bei mageren 2,3 Prozent. Zehn Prozent oder mehr seien „ehrgeizig realistisch“, sagt Blume, und „kein Selbstzweck. Wir brauchen diese höheren Ergebnisse, damit wir genügend Kraft und finanzielle Mittel haben, um auch zukünftig investieren zu können. Um damit Wettbewerbsfähigkeit und auch Arbeitsplätze zu sichern.“ Kritik gab es indes daran, dass im vergangenen Jahr hohe Summen an Rendite an die Aktionäre ausgeschüttet worden waren – während kurz bevor bekannt wurde, dass VW offenbar Milliardensummen fehlen, um wie bisher weitermachen zu können.

Quelle: Automobil Industrie Vogel – Oliver Blume: „Wir können Kapazitätsreduzierungen nicht ausschließen“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Frank:

Ich verstehe eh nicht, warum jeder Hersteller selber eine Ladeplanung in seiner Software integrieren soll (muss). Warum wird hier nicht eine genormte Schnittstelle geschaffen, und der Kunde (Autofahrer) kann sich aussuchen mit welchem Dienstanbieter er seine Ladeplanung machen möchte. Warum beschäftigen sich alle Hersteller mit so einem unnötiger Software, das machen andere doch schon (ABRP, Simply Charging….).Aber gut wenn jeder das Rad neu erfinden muss….. , genau das selbe mit dem Autocharge, genormte Schnittstelle festlegen, an irgendeiner Lade Station ranfahren und mit seinem Ladetarif laden. Wo ist das Problem? Problem ist das jeder sein eigenes Süppchen kochen will, um möglichst viel vom Kuchen abzubekommen und die Kunden zu binden. Keiner dieser Hersteller ist wirklich daran interessiert alles Kundenfreundlich zu integrieren.

Gastschreiber:

Ja, schön diese Geschichten aus der Gruft zu lesen. Es stimmt, damit war Tesla früher stark und so ziemlich jeden voraus. Diese Zeiten sind vorbei, Innovationen sieht man bei Tesla auf der Straße nicht, eher in Ankündigungen oder beim Wettbewerb.

Luni:

Fahre meistens Strecken zwischen 300 und 600 km. Ein paar Vernünftige Tasten am Lenkrad, Knöpfe für gespeicherte Radiosender und Tasten um die Assistent Systeme schnell zu deaktivieren wenn sie mal wieder nicht vernünftig Funktionieren wegen der schlechten Markierung und Beschilderung auf der Straße. Die Klima steht auf Automatik bei 21* Sommer wie Winter, da muss ich nicht ständig rumstellen. Ein gutes HUD erleichtert das Fahren erheblich.

Luni:

„Begeisterungsmerkmale“ das ist ein Auto was mich von A nach B bringen soll. Die meisten Menschen kommen doch schon jetzt nicht mehr mit der ganzen Technik zurecht. Und das sind nicht nur die Alten, oder weshalb telefonieren immer noch so viele mit dem Handy am Ohr beim fahren. Dann noch in den tiefen der Software nach Einstellungen suchen, viel spaß. Das mag in Asien anders sein, wo die noch mehr im Stau stehen und die schon extra Fußwege mit Ampel im Boden haben.

Philipp:

Es ist mir komplett egal ob er einmal oder hundert mal Angst hatte. Es reicht, wenn einmal der Hintermann drauf fährt, er muss nicht öfters auffahren.

Und es ging nicht um Geschwindigkeit reduzieren, was die meisten machen, sondern um eine Vollbremsung.

Es geht auch nicht um die Phantombremsung, sondern um den Effekt, dass keiner wirklich gute Software hat. Du wirst immer etwas finden, was dir wichtig erscheint, aber nicht so funktioniert, wie es soll.

Philipp:

Wenn ich meine Familie und Verwandten und Freunde ansehe, dann ist Vernetzung für weniger als 1/5 wichtig. Nicht jeder ist in der Techblase.
Deswegen ist es unwichtig.

Schon gar nicht, weil die meisten nur die Berufspendelstrecke fahren. Was will man da mit ner App? Für die Mehrheit ist das Null Mehrwert.

Peter:

Ach so, ja die gibt es 1 von 5 Fällen hatte der Tester Angst also 90% waren keine Phantombremsungen, schade das die treuen VW Kunden sich nicht über die Phantombremsungen bei ihren Autos beschweren, erst vor 14 Tagen Probefahrt ID.7 Phantombremsungen, Autobahn Mautbrücke mit Trave Assist und Landstraße mit Acc in einer Kurve bei Gegenverkehr.

Peter:

Danke, amen.

Peter:

Danke das du bestätigst das ich mit einem MEB nichts anfangen kann, nichtmal PV Überschussladen, danke…also dan lieber Tesla

Anon:

Was Du als unwichtig abtust sind die Begeisterungsmerkmale an denen sich Fahrzeuge in der nächsten Zeit messen lassen müssen. Es reicht nicht einfach ein Gefährt anzubieten.

Wenn ein Hersteller es nicht schafft seine Fahrzeuge vollumfänglich zu vernetzen wird er auf kurz oder lang keine Chance haben.
Bei Befragungen in China werden VWs jetzt schon nur noch als Rentnerauto wahrgenommen, da sie keine modernenen Features bieten.

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