Toyota: 5,2 Milliarden Euro für weitere Batterie-Produktionskapazität

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Iris Martinz
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Der Hunger nach Batterien ist weltweit groß und Batteriefabriken schießen aus dem Boden wie Pilze. Nun will die Toyota Motor Corporation weitere 730 Milliarden Yen (5,2 Milliarden Euro) in Japan und den USA in die Batteriefertigung investieren. Die bestehende Produktionskapazität soll damit um bis zu 40 Gigawattstunden jährlich erhöht werden. Zwischen 2024 und 2026 erfolgt der Produktionsstart.

In Japan werden 400 Milliarden Yen (2,7 Milliarden Euro) in das Himeji Werk der Prime Planet Energy & Solutions Co., Ltd. sowie in Toyota-eigene Werke investiert. In den USA fließen die restlichen 325 Milliarden Yen (2,3 Milliarden Euro) in ein Werk in North Carolina, das im Mehrheitseigentum von Toyota Motor North America steht. Damit soll ein weltweites Zuliefersystem entstehen, das die wachsende Nachfrage nach Batterien für Elektroautos in den verschiedenen Regionen bedienen soll. Gemeinsam mit der Antriebsentwicklung will man auf die verschiedenen Anforderungen in den Ländern und Regionen eingehen und verschiedene Optionen anbieten, die allesamt das Ziel der Klimaneutralität verfolgen.

Toyota ist Vorreiter in vielen Aktionsfeldern der Elektromobilität: im Motorsport wird mit dem experimentellen Ralley-Yaris erstmals Wasserstoff eingesetzt, mit japanischen Partnern arbeitet man an einem Wechselakkusystem für Nutzfahrzeuge. Auch im Heimspeichersegment und bei der Entwicklung von E- und Wasserstoff-LKWs ist Toyota höchst aktiv.

Bei der Batterietechnik geht der Weg eindeutig in Richtung Feststoff, die Batterien von Toyota, die bis 2025 auf den Markt kommen sollen, werden zuerst in Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen, da dies ein kleineres Batteriepaket ermöglicht, das weniger kostenintensiv ist, so Toyota-Chefwissenschaftler Gill Pratt. Aber auch an Batterien auf Fluorid-Basis wird geforscht, die eine reale Reichweite von 1.000 Kilometer im Alltag ermöglichen sollen.

Schlussendlich baut Toyota nun nach jahrzehntelanger Hybrid-Pionierarbeit auch eigene Elektroautos. Der kürzlich vorgestellte vollelektrische SUV mit dem sperrigen Namen „bZ4X“ zeigt beachtliche Offroad-Fähigkeiten und wird optional mit einem Solardach angeboten. Mit einem Startpreis von 47.490 Euro liegt er im preislichen Mittelfeld.

Quelle: Toyota – Toyota to Invest Up to 730 Billion Yen in Japan/U.S. Battery Production

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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