Toyota und Partner arbeiten an Wechselakkus für Elektro-Nutzfahrzeuge

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Der japanische Kurierdienst Yamato Transport und die Commercial Japan Partnership Technologies Corporation (CJPT), an der der Auto- und Fahrzeughersteller Toyota beteiligt ist, arbeiten gemeinsam an der Standardisierung von austausch- und wiederaufladbaren Batteriepaketen für kommerziell genutzte Elektrofahrzeuge.

Die Einführung batterieelektrischer Nutzfahrzeuge bringt verschiedene Herausforderungen mit sich, so Toyota in einer aktuellen Mitteilung. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Stillstandzeiten der Fahrzeuge durch die lange Ladedauer gegenüber herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Zum Problem könnte sich außerdem der erhöhte Strombedarf zu Spitzenzeiten entwickeln, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden sollen. Der Einsatz von austausch- und tragbaren Batterien würde mehrere Vorteile mit sich bringen:

  • Die Anschaffungskosten batteriebetriebener Fahrzeuge können sich reduzieren, da ein und dieselbe Batterie je nach Bedarf in unterschiedlichen Fahrzeugen eingesetzt werden kann.
  • Der Aufwand für die Installation der Ladeinfrastruktur wird minimiert.
  • Stillstandzeiten in der Logistik werden minimiert: Durch den Austausch der Batterien wird die Ladezeit des Fahrzeugs verkürzt.
  • Gleichmäßiger Strombedarf: Die Ersatzbatterien können während des Betriebs der Fahrzeuge aufgeladen werden, wodurch der Stromspitzenzeiten reduziert werden.

CJPT will künftig die Entwicklung elektrischer Nutzfahrzeuge mit austauschbaren Batterien vorantreiben. Durch die Standardisierung der Batteriekassetten und Ladesysteme sollen Kosten gesenkt und die breite Nutzung der Technologie gefördert werden. Das Logistikunternehmen Yamato Transport arbeitet an einem grünen Ökosystem für den Lieferverkehr, das auch seine Transport- und Zustellpartner mit einbezieht. Gemeinsam mit den örtlichen Kommunen soll ein System zur Stromnutzung entwickelt werden, welches die Nutzung von austauschbaren Batteriekassetten mit einschließt. Dabei untersucht das Unternehmen unter anderem auch Möglichkeiten, wie die speziellen Batteriepakete beispielsweise die Stromversorgung in Katastrophengebieten sicherstellen könnten.

Beide Unternehmen zeigen sich offen für die Zusammenarbeit mit neuen Partnern, heißt es in der Mitteilung. Dadurch können Standardisierung und Kommerzialisierung der Batteriekassetten vorangetrieben werden, um einen weiteren Beitrag auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Gesellschaft zu leisten.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 28.07.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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