Škoda vermeldet Rekordumsatz für 2024

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Škoda

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 4 min

2024 war das beste Finanzjahr in der Geschichte der Škoda Auto Group. Sie erreichte einen Rekordumsatz von 27,8 Milliarden Euro (+4,7 Prozent zum Vorjahr) und ein operatives Ergebnis in Höhe von 2,3 Milliarden Euro (+30 Prozent). Der Netto Cash Flow stieg um mehr als das Doppelte und übertrifft die Marke von zwei Milliarden Euro (+116,2 Prozent). Die Umsatzrendite (Return on Sales) steigt auf 8,3 Prozent und spiegelt damit die insgesamt sehr guten Finanzergebnisse und die Resilienz des Unternehmens wider, so Škoda in einer aktuellen Mitteilung.

Diese starken Ergebnisse ermöglichen es dem Unternehmen, mit Rückenwind durch kommende Herausforderungen der sich intensivierenden Transformationsphase zu navigieren. Neben dem Next Level Efficiency+-Programm mit einem starken Fokus auf die Optimierung von Kosten seien die einmal mehr verbesserten Finanzergebnisse insbesondere durch die höheren Verkaufszahlen, vorteilhafte Mixeffekte und günstige Wechselkurse ermöglicht worden.

Škoda hat im vergangenen Jahr weltweit 926.600 Autos (+6,9 Prozent) an Kunden ausgeliefert. Der Octavia ist weiterhin Bestseller (215.700 Fahrzeuge, +12,4 Prozent). In seiner Hauptverkaufsregion Europa verzeichnet das tschechische Unternehmen einen starken Anstieg der Auslieferungen. Dort übertrifft Škoda mit seinem Wachstum den Gesamtmarkt und belegt Platz vier unter den absatzstärksten Autoherstellern (2023: Rang sieben).

Mit Blick auf die Zukunft sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt – mit einem sehr jungen und umfassend erneuerten Produktportfolio, das alle Antriebsarten abdeckt, inklusive des rein elektrischen SUV-Modells Elroq und des kürzlich präsentierten neuen Enyaq, in Kürze folgt mit dem Epiq ein Elektroauto zu einem Preis von um die 25.000 Euro.

Darüber hinaus will Škoda seine Internationalisierung weiter vorantreiben: In den kommenden Wochen läuft die Produktion im neu errichteten Werk in Vietnam an. Das neue City-SUV Kylaq, das in Indien für Indien entwickelt wurde, soll zum Unternehmensziel von 100.000 verkauften Exemplaren bis 2026 auf diesem dynamischen Wachstumsmarkt beitragen.

„Ich bin stolz darauf, eines der wenigen Automobilunternehmen zu leiten, das in dieser Transformationsphase Rekord-Finanzergebnisse verzeichnen kann. 2024 war aus finanzieller Sicht das erfolgreichste Jahr unserer Unternehmensgeschichte und unterstreicht zwei unserer Kernstärken: Resilienz und Anpassungsfähigkeit. Ein robustes Geschäftsmodell und eine klar strukturierte Roadmap bewähren sich in diesen unbeständigen Zeiten“, kommentiert Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto.

Holger Peters, Škoda Auto Vorstand für Finanzen, IT und Legal Affairs, sagt: „2024 haben wir sowohl beim Umsatz als auch beim Netto Cash Flow Rekorde verzeichnet und unser Renditeziel erreicht. Dies zeigt, dass wir die richtigen Maßnahmen implementieren, um in unserer Geschäftstätigkeit inmitten der fortlaufenden Transformation unserer Branche finanzielle Flexibilität sicherzustellen.“

Bestes Finanzjahr in der Geschichte der Škoda Auto Group

In einem anspruchsvollen Branchenumfeld hat der tschechische Autohersteller mit einem Rekordumsatz von 27,8 Milliarden Euro (2023: 26,5 Mrd. Euro, +4,7 Prozent) sein bisher bestes Ergebnis erzielt. Das robuste operative Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro (2023: 1,8 Mrd. Euro, +30 Prozent) brachte einen Anstieg der Umsatzrendite auf 8,3 Prozent (2023: 6,7 Prozent) mit sich. Der Netto Cash Flow hat sich mehr als verdoppelt und übersteigt die Grenze von zwei Milliarden Euro (2023: 0,94 Mrd. Euro, +116,2 Prozent).

Die Marke konnte ihr positives Momentum 2024 trotz eines herausfordernden Marktumfelds beibehalten und ihre Auslieferungen auf 926.600 Fahrzeuge steigern (+6,9 Prozent ggü. dem Vorjahr). Vor allem in Europa war Škoda erfolgreich. Dort belegt der Autohersteller erstmals in seiner Unternehmensgeschichte Rang vier unter den meistverkauften Fahrzeugmarken der Region. Die größten Märkte des Unternehmens blieben Deutschland, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich, während in der Türkei, Polen und Spanien erhebliche absolute Zuwächse verzeichnet wurden.

Škoda Auto hat 2024 eine Rekordzahl an neuen und aufgewerteten Modellen auf den Markt gebracht. Neben den überarbeiteten Baureihen Scala, Kamiq und Octavia hat das Unternehmen neue Generationen von Kodiaq und Superb eingeführt – beide mit verbesserten Plug-in-Hybridantrieben. Zudem hat Škoda den neuen Kylaq enthüllt, der in Indien für den indischen Markt entsteht. Es ist das erste Fahrzeug der Marke im Segment für Fahrzeuge unter vier Meter Länge. Zu den Schlüssel-Highlights des vergangenen Jahres zählt auch die Weltpremiere des Elroq, der für einen wichtigen Meilenstein der Elektrifizierungsstrategie von Škoda steht.

Elektrifizierung der Modellpalette wird fortgesetzt

Zurzeit beschleunigt das Unternehmen die Elektrifizierung seiner Modellpalette mit dem Ziel, Elektromobilität für noch mehr Kunden erschwinglich zu gestalten. Im vergangenen Jahr etablierte sich die Enyaq-Familie auf Platz drei der bestverkauften Elektroautos in Europa. Trotz des intensiveren Wettbewerbs und einer stagnierenden Nachfrage konnte Škoda Auto 79.500 Einheiten an Kunden ausliefern. Jetzt geht der kürzlich vorgestellte neue Enyaq an den Start, um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Im Zuge der Markteinführung des neuesten Elektromodells der Marke, des Elroq, peilt das Unternehmen für 2025 eine Verdoppelung seiner Verkäufe von E-Autos an. Škoda hat den in zahlreichen europäischen Märkten erhältlichen Elroq als eines preisgünstigsten Elektroautos im Segment der Kompakt-SUV positioniert. In vielen Märkten erreicht der Elroq sogar Preisparität mit seinem konventionell angetriebenen Schwestermodell Karoq. Bis Anfang März verzeichnete Škoda bereits mehr als 35.000 Bestellungen für den Elroq.

Für die Zukunft plant Škoda weitere vollelektrische Modelle, darunter den kleinen Crossover Epiq um 25.000 Euro und ein großes batterieelektrisches Familien-SUV auf Basis des Concept Cars Škoda Vision 7S.

Quelle: Škoda – Pressemitteilung vom 13.03.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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