Produktionsstart für Batterien im Tesla-Werk Grünheide erneut verschoben

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Tesla

Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Ende 2022, Anfang 2023, jetzt 2024: der Start der Batterieproduktion am Tesla-Standort Grünheide verzögert sich offenbar noch weiter. Waren es bisher eher generelle Standortentscheidungen, gibt es aktuell wohl auch technische Probleme mit dem neuen Verfahren der Trockenbeschichtung der Elektroden. Mit dem Beginn der Massenproduktion ist nach Angaben von Tesla nahestehenden Experten nicht vor 2024 zu rechnen.

Diese Meldung stammt vom Handelsblatt, das sich auf mehrere dem Unternehmen nahestehende Experten beruft. Demnach laufen die Versuchsanlagen bereits erfolgreich, der Ausschuss wäre aber für eine Großserienproduktion einfach noch zu groß. Bisher waren vor allem die stark steigenden Energiekosten sowie das Förderprogramm von US-Präsident Biden als Gründe für die Verzögerung angegeben worden. Die bereits für Grünheide bestellten Produktionsmaschinen wurden in die Gigafactory in Texas umgeleitet, weil das Steuergutschriftsprogramm der US-Regierung hohe Prämien für den Kauf eines E-Autos vorsieht, wenn die wichtigsten Komponenten in den USA hergestellt wurden.

In Grünheide sollen Teslas 4680-Zellen gefertigt werden, die unter anderem im Model Y und im kürzlich in Produktion gegangenen E-LKW Tesla Semi zum Einsatz kommen sollen. Sie weisen eine höhere Energiedichte auf als die 2170-Zellen. Aus verschiedenen Gründen können sie günstiger produziert werden als die bisherigen Standardzellen, unter anderem aufgrund des Beschichtungsverfahren der Elektroden. Anders als beim Nassschichtverfahren, für das energieintensive Öfen und ein großer Reinraum erforderlich sind, um die aufgebrachte Paste zu trocknen, können die Öfen beim Trockenbeschichtungsverfahren entfallen und der Reinraum kann wesentlich kleiner dimensioniert werden.

Das hier ein riesiger Hebel drinnen ist, beweisen die Zahlen: für die in Grünheide geplante Produktionskapazität von 50 Gigawattstunden pro Jahr beträgt die Einsparung nach Angaben der Experten etwa 1,7 Milliarden Euro! Es zahlt sich also aus, das Verfahren zu optimieren und den Produktionsstart nach hinten zu verschieben. Die Baugenehmigung reicht noch bis 2025. Sollte es noch länger dauern, kann diese Frist aber auch noch verlängert werden.

Quelle: electrive.net – Baut Tesla erst ab 2024 Batteriezellen in Grünheide?

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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Sebastian Henßler:

@David wäre in der Tat angebracht. Ansonsten müssen wir härter durchgreifen. Dass kontrovers diskutiert wird ist in Ordnung. Aber bitte auf einem entsprechenden Niveau.

Hiker:

David ist hier eindeutig zu weit gegangen. Teslas als Schrott zu bezeichnen mag für eine gewisse Klientel ja noch lustig sein.

Aber ältere Menschen quasi als dümmliche Idioten zu bezeichnen ist einfach nur noch geschmacklos und beleidigend!

Ich fordere David auf, sich in aller Form zu entschuldigen und sich zukünftig in seiner Wortwahl zu mässigen.

Ansonsten bin ich der Meinung sollte er hier nicht mehr Kommentieren dürfen. Denn es gibt durchaus Grenzen des tolerierbaren.

Hiker:

Jetzt gehen Sie eindeutig zu weit! Ich bin Rentner und habe den schwarzen Gürtel in Jiu Jitsu. Ich versichere Ihnen ich würde Ihre Birne genau dort treffen wo’s weh tut.

Echt jetzt, meinetwegen lästern Sie über Tesla sooft es Ihnen darum ist, also dauernd. Aber uns älteren Menschen so zu beleidigen, dass überschreitet eindeutig eine rote Linie und zeugt von einer ganz üblen Art von Arroganz.

Ihre Art uns zu Beleidigen ist inakzeptabel. Das mindeste was Sie jetzt tun sollten ist, sich bei uns in aller Form zu entschuldigen.

Andernfalls wäre ich jetzt dafür, Sie aus jeglichen Foren rauszuschmeissen. Es gibt Grenzen des guten Geschmacks.

Smartino:

Grünheide liegt doch in Deutschland! Und bei den ach so wichtigen Spaltmassen sind die Deutschen selbsternannte Weltmeister. Also können die Spaltmasse nicht der Grund für die Verzögerung sein. ;-)

David:

Edison hatte aber nicht Jahre zuvor seinen Aktionären eine Kosteneinsparung von 50% versprochen. Das ist der Unterschied.

David:

Jetzt weiß man, was Musk gesagt hat: Den üblichen Scheiß, aber mit so wenig Substanz, dass die Aktie nachbörslich gleich noch einmal fiel. Vorher war sie nicht gestiegen. Das zeigt, langsam werden selbst die Ahnungslosen nervös. Am Rande fiel aber doch noch eine Aussage, die mich völlig bestätigte: Eine nächste Plattform würde viel billiger ausfallen, nur noch halbe Kosten haben. Musk will also VW mit der MEB kopieren. Aber vom 25k-Auto war nicht mehr die Rede. Er gab damit quasi zu, dass die bisherige Basis einen Kostennachteil hat. Aber das sieht man ja auch an den Verkaufspreisen.

Jakob Sperling:

Viel Ausschuss zu fabrizieren ist keine grosse Kunst.
Seine grosse Kunst besteht darin, genug Leute zu finden, die diesen Ausschuss kaufen.

Peter Bigge von Berlin:

Thomas Alva Edison unternahm fast 9000 Versuche, bis er die Glühlampe zur Marktreife entwickelt hatte.
Nach dem 1000. Versuch sprach ein Mitarbeiter vom Scheitern.
Edison erwiderte »Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut.«
Soviel zum Thema Ausschuss produzieren.
Musk ist der, der immer viel Ausschuss fabriziert, egal ob Flügeltüren, Raumkapseln, Hyperloops, oder Ladestationen entlang der Seidenstraße.
Irgendwann funktionierts dann.

Smartino:

David ist doch kein VW-Troll! Er unterstützt gratis und franko EM, indem er Tesla immer wieder, auch in den unmöglichsten Situationen Publicity verleiht! EM freuts! Wahrscheinlich wird er David als Dank einen Gratisflug mit SpaceX zum Mars schenken. One way natürlich.

David:

Gut, sie haben nur zwei Mittelklassewagen, die sich gegenseitig Kunden wegnehmen. Aber, hej, demnächst kommen das neue Model X und Model S. Eine Revolution. Der Akku besteht aus Tausend 4680 mit Trockenbeschichtung, ach nee, aus Viertausend 21700er, ach nee aus 8000 18650er. Im Ernst!

Teslamag hat als Fachmagazin den richtigen Blick: „Zu dem Model S schickte er auch Innen-Aufnahmen. Darauf sind deutlich das Yoke-Lenkrad und der quer eingebaute Bildschirm als das deutlichste Anzeichen dafür zu erkennen, dass es sich um einen aufgefrischten Tesla handelt.“ Keine Satire, steht da echt so. Gut dass Musk aus dem Lenkrad zwei Stücke vom Kranz ausgeschnitten und den Bildschirm um 90° gedreht hat. Sonst sähe die Karre zu 100% aus wie 2012.

Und genauso funktioniert die Auffrischung von Model 3 und Y in ein paar Jahren und dann wird sich der Prophet wundern, warum die niemand mehr kauft.

Aber, ok, der Semi läuft ja dann. Hat ja fast 100 Bestellungen und wird nach neuesten Informationen in einem Bürogebäude gebaut. Das klingt ja eher nicht nach Großserie. Zumal die Preise und die Bestellmöglichkeit überall entfernt wurden. Aber immerhin fährt wieder ein Prototyp. Weiß man, weil er gleich in einer Autobahn-Auffahrt liegen geblieben ist.

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