Nissan Qashqai kommt 2021 auch als sparsamer E-Power-Hybrid

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Nissan macht die dritte Generation seines erfolgreichen Crossovers Qashqai bereit für die Markteinführung. Prototypen des neuen Modells spulen derzeit ihre letzten Testkilometer auf den Straßen Europas ab, damit sichergestellt ist, dass auch der kommende Qashqai die Erwartungen der Kunden vollends erfüllen kann. Der erste Qashqai kam 2007 auf den Markt und begründete damals das mittlere Crossover-Segment in Europa. 2014 wurde die zweite Generation eingeführt, die sich bis heute mehr als eine Million Mal verkauft hat. Im kommenden Jahr rollt die dritte Auflage von Nissans Erfolgsmodell auf den Markt – auf Basis der innovativen neuen Allianzplattform CMF-C.

„Der neue Qashqai wird die Erwartungshaltung von Kunden an Familienautos verändern. Komfort, Qualität und Technologie – in all diesen Bereichen erreicht der neue Qashqai das Niveau höherer Klassen und bietet ein Erlebnis, das Fahrer und Passagiere gleichermaßen genießen können. Kunden werden vom innovativen Nissan e-POWER begeistert sein, der das Fahrgefühl von E-Antrieben bietet, ohne sich um die Reichweite Sorgen machen zu müssen.“ – Gianluca de Ficchy, Chairman von Nissan in der AMIEO Region (Afrika, Naher Osten, Indien, Europa und Ozeanien)

Die Neuauflage folgt jenen Leitlinien, die schon Konzept, Design und Entwicklung der ersten beiden Modellgenerationen prägten: Dazu zählen ein ansprechendes Design, ein intelligentes Packaging und effiziente Antriebe, verbunden mit gehobener Qualität und einem Fahrerlebnis, das man sonst eher aus höheren Fahrzeugklassen kennt, wie Nissan das neue Modell in einer aktuellen Mitteilung anpreis. Der neue Qashqai soll den Japanern zufolge die Messlatte im Crossover-Segment erneut höherlegen.

Wie bei den Vorgängergenerationen verantwortet federführend Nissan Design Europe in London die Exterieur-Gestaltung des neuen Qashqai, während die technische Entwicklung im Nissan Technical Centre Europe in Cranfield (GB) erfolgte.

Innovationen für mehr Effizienz

Als Teil der Nissan Elektrifizierungsstrategie wird der neue Qashqai in zwei Antriebsoptionen angeboten: mit einem flexiblen und effizienten 1,3-Liter-Benziner mit Mild-Hybrid-System sowie mit dem innovativen e-POWER Antrieb, der das direkte, von gleichmäßiger Beschleunigung geprägte Elektro-Fahrgefühl in den Qashqai bringt. Der neue Qashqai ist das erste Modell in Europa mit dem e-POWER-Antriebssystem. Dieses umfasst neben Batterie, Generator, Inverter und Elektromotor zwar auch einen Benzinmotor – angetrieben werden die Räder aber rein elektrisch.

e-POWER unterscheidet sich dabei grundlegend von konventionellen Hybridsystemen, bei denen sowohl der Elektromotor als auch der Verbrenner im Zusammenspiel die Räder antreiben. Denn im e-POWER System ist der Verbrennungsmotor nicht mit den Rädern verbunden; er lädt ausschließlich die Batterie auf. Von vollelektrischen Fahrzeugen unterscheidet sich e-POWER wiederum dadurch, dass die Energie für den Antrieb nicht nur aus der Batterie kommt, sondern vom Verbrennungsmotor. Die vollständigen technischen Details und Spezifikationen zu diesem Antrieb will Nissan zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Eine grobe Stoßrichtung aus ersten Erfahrungen mit e-POWER-Modellen, die in Japan schon länger erhältlich sind: Der Verbrauch eines E-Power-Benziners liegt in der Regel gut ein Drittel unterhalb des Verbrauchs eines in Leistung vergleichbaren Diesels.

Nissan-Qashqai-Elektro-E-Power-Design
Nissan

Ein weiterer wesentliche Unterschied des e-POWER Systems zu anderen Hybridantrieben ist, dass ein Elektromotor dieser Größe normalerweise in einem reinen Elektrofahrzeug zu finden ist. Dies sorge für die bei Elektroauto-Fahrern besonders beliebte, direkte und unvermittelte Beschleunigung. Der vom Verbrennungsmotor angetriebene Generator lädt die Batterie auf, kann bei zusätzlichem Leistungsbedarf aber auch Energie direkt an den Elektromotor liefern. Um die maximale Kraftstoffeffizienz zu erzielen, arbeitet der Benzinmotor immer im optimalen Drehzahlbereich, dabei wurde er sorgsam zugunsten eines geräuscharmen und harmonischen Betriebs abgestimmt.

Das e-POWER System bietet dem Fahrer das üblicherweise von E-Autos bekannte direkte und gleichmäßige Beschleunigungsgefühl sowie ein komfortables Fahrerlebnis, ohne die Sorge, mit leerer Batterie liegenzubleiben. Ein perfekter Einstieg ins elektrische Fahren nicht zuletzt für Vielfahrer, die die Kombination aus Komfort und Wirtschaftlichkeit zu schätzen wissen werden.

Quelle: Nissan – Pressemitteilung vom 13.11.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Andreas E.:

Aber nicht umweltfreundlicher ;)

Strauss:

Auch als reiner EV Fan, muss man zur Kenntnis nehmen, dass heute die Leistungen, was von einem 100 KWh Akku kommt , auch mit einem * Zylinder Turbo und 30 KWh Batterie, im PHEV-System, leichter und preisgünstiger sowie reichweitenförderlicher in Anbetracht der noch fehlenden Ladestruktur gemacht werden können.

Strauss:

Hiker, mit deiner Ansicht Technik von gestern` schaust Du aber sehr alt aus der Wäsche. Reine Elektrische und Hybrids sind über 10 Jahre alt. Selbst die Letztgenanten verzeichnen grösste momentane Zuwachsraten. Alles dient dazu Sprit zu sparen.Hier reden wir von PKW s.
Selbst bei Traktoren, LKW s ,Schifffen und Flugzeugen geht der Weg nicht an kombinierten Antriebsquellen vorbei. Du wirst noch auf die Welt kommen was Innovationen sind.

Mark Müller:

Was nützt es mir, wenn die ‚BEV von morgen kein Reichweitenproblem mehr kennen‘, ich aber heute ein Fahrzeug brauche?

Hiker:

Mit Verlaub, dass ist Technik von gestern. Vollkommen unsinnig mit Fossilen Brennstoffen Strom zu erzeugen. Die BEV von morgen werden kein Reichweitenproblem mehr kennen! Auch nicht ohne diesen ganzen Unsinn mit eingebautem Stromgenerator. Nichts anderes ist nämlich diese „neuartige“ Antriebstechnik. Gabs übrigens schon beim BMW i3 und i8 und wird nicht mehr gebaut weil zu teuer und ineffektiv. Von wegen Innovation. Alles Schnee von gestern. Wankelmotoren werden nicht mehr gebaut, weil es elende Säufer sind und noch ineffizienter als Ottomotoren. Es ist auch sehr schwierig sie mit Katalysatoren auszurüsten. Also auch hier keine Spur von Innovation.

Strauss:

Wenn Nissan dies mit einem ECO Bereichsmodus hinkriegt sind Verbräuche von 5,5 Litern / 100 Km im reinen Benzinmodus möglich. Andere brauchen da mind. 2 Liter mehr. Der Wankel von Mazda das Doppelte.BMW war mit einem ähnlichen System als REX mit dem Einzylinder Motörchen auf dem Holzweg.Die Physik kann man nicht überlisten.Um mit diesem System im Benzinmodus entsprechend voran zu kommen, braucht es einen gehörigen 3 oder 4 Zylinder welcher dann vor allem bei vernünftiger Fahrweise im verbrauchsarmen niedrigen Drehzahlbereich läuft.

Andreas E.:

Der neue Mazda MX-30 wird nächstes Jahr auch als PlugIn-Hybrid mit der gleichen Technik auf dem Markt kommen. Darin wird dann ein 1l Wankel-Motor als Generator fungieren. Somit ist Nissan nicht alleine.
Fisker hat das mit dem Karma 2011 übrigens auch schon so gemacht nur in etwas anderen Leistungsbereichen ;)

Wolfgang:

Endlich ein echter, serieller Hybrid! Ich verstehe nicht, dass dieses Konzept von keinem europäischen Hersteller angeboten wird! Aber vielleicht macht es Schule. Bin schon gespannt auf weitere technische Daten.

Strauss:

Endlich einer der die Vorteile des Chevi Volt, Ampera so weiter baut. Der Beninmotor läuft entsprechend im drehzahlgünstigen Bereich (Atkinson, Mr. Bean) dieses Hybridsystem wird die anderen in den Schatten stellen.

Tom 1:

Oh man, wenn ich das lese, er nimmt die Sorge liegen zu bleiben, tanken muss Mann wohl nicht. Schöne heile Welt, weiter so.

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