Nissan setzt künftig auf gemeinsame E-Auto-Plattform mit Renault, Mitsubishi und Infiniti

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Unternehmen Renault, Nissan und Mitsubishi Motors bereits 2018 bekannt gegeben, dass man die Zusammenarbeit im Rahmen der strategischen Allianz verstärken wird. Ein Schritt auf dem Weg dorthin sollte eine gemeinsame Plattform für mittelgroße Elektroautos sein. Durch die Synergien, welche aus der Allianz gewonnen werden, möchten die Hersteller ihre Entwicklungskosten spürbar reduzieren. Nun scheint das Ganze wieder konkreter zu werden, wie Nissan zu verstehen gibt.

Nissan setzt für elektrifizierte Zukunft auf Konzernübergreifende Plattform

Unter neuer Leitung will Nissan seine Führungsposition bei Elektroautos zurückerobern. Und setzt dabei auf eine andere Strategie als zuvor mit dem Kompaktmodell Leaf, eines der meistverkauften E-Autos weltweit. Die neue Strategie beginnt mit einem neuen rein elektrischen Crossover-SUV, der auf dem Ariya-Konzept basiert, das erst vor wenigen Wochen vorgestellt wurde. Eben dieses Ariya wird als erster Stromer auf der gemeinsamen E-Auto-Plattform – CMF-EV – von Nissan, Renault, Mitsubishi und Infiniti aufbauen. Weitere sollen folgen.

„Es ist ein fliegender Teppich“, sagte Alfonso Albaisa, Senior VP für Design bei Nissan, in Bezug auf die große Designflexibilität, die die Plattform ermöglicht. „Noch mehr als zuvor ist es eine Art leere Leinwand, auf der man das Auto komplett verändern kann.“ Wie anpassungsfähig die E-Plattform ist, zeigt, dass sowohl das Ariya Concept und das Infiniti QX Concept auf derselben Plattform aufbauen. Möglich sei dies, da es eine gewisse Flexibilität in der Länge und Breite des Fahrzeugs gibt. „Es ist ganz anders, als wir früher die Plattform definiert haben“Die Plattform ist in Wirklichkeit das Konzept, wie die Batterien untergebracht sind, und der Charakter des Autos; sie ist nicht mehr mit einem Motor verbunden“, so Albaisa weiter.

PHEV spielen für Nissan und Infiniti keine Rolle

Albaisa bestätigte zudem, dass die Serien-Hybridfähigkeit Teil des Werkzeugkastens der Plattform ist – und etwas, das Nissan in Zukunft übernehmen könnte, vielleicht für Nischenfahrzeuge oder in bestimmten Märkten, in denen eine Ladeinfrastruktur nicht entwickelt ist. Vonseiten Nissan und Luxus-Tochter Infiniti habe man sich gegen PHEV ausgesprochen. Ob Mitsubishi und/ oder Renault die Plattform für Plug-In-Hybride nutzen ist bisweilen nicht bekannt.

Der Senior VP für Design bei Nissan deutete an, dass es weltweit viele – bis zu sieben – Elektroautos der Marke Nissan geben wird, die alle dieselbe Plattform und einige wichtige Batterie- und Antriebskomponenten teilen. Inwieweit eine neue Batterie-Technologie eine Rolle spielt ist bisweilen unklar. Auch wenn Alliance Ventures, der strategische Venture-Capital-Arm von RenaultNissanMitsubishi, im November 2018 bekannt gegeben hat, dass in die neueste Finanzierungsrunde der Enevate Corporation investiert wurde. Enevate gilt als ein fortschrittliches Unternehmen im Bereich der Lithium-Ionen-(Li-Ionen)-Batterietechnologie mit Sitz in Irvine, Kalifornien.

Quelle: Teslarati – Nissan EVs will share platform with Infiniti, Renault, Mitsubishi

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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eMobilitätsberatung-Berlin - K.D.Schmitz:

Ohne rapidgate und ohne CCS wie möchtest du denn gerne laden, mit Wasserstoff, Brennstoffzelle, Solarpanels, oder doch lieber mut heißer Luft ??

BevKombiFan:

Super! Dann aber bitte ohne Rapidgate und CCS Anschluss.

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