Neuauflage des VW e-Up mit mehr Reichweite für unter 20.000 Euro geplant

Cover Image for Neuauflage des VW e-Up mit mehr Reichweite für unter 20.000 Euro geplant
Copyright ©

Volkswagen AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Artikel wurde ursprünglich am 03. Dezember 2018 veröffentlicht, hat am 26. April 2019 aufgrund neuer Informationen jedoch ein Update erfahren.

Ende September 2018 haben wir uns bereits die Frage gestellt: Kommt der VW ID. unter 25.000 Euro auf die Straße? Die Antwort darauf scheint noch nicht so ganz klar. Gerüchten zufolge plant VW angeblich auch ein Elektro-Modell für unter 20.000 Euro – zumindest haben wir dies Mitte November ein wenig genauer beleuchtet.

Nun scheinen sich die Gerüchte zu bestätigen. Ein Elektroauto von Volkswagen unter 20.000 Euro scheint greifbar nah.  Wie Matt Renna von Volkswagen North American nun allerdings zu verstehen gab, handelt es sich um kein E-Auto, welches auf der MEB-Plattform aufbaut.

VW e-Up!: Neuauflage mit mehr Reichweite zur IAA 2019

Stattdessen wird Renna von InsideEVs zitiert, dass für den genannten Preis lediglich die Neuauflage des VW e-Up mit größerem Akku geplant sei – und eben kein neues MEB-Modell. Produziert werden soll dieser wohl im Werk Emden, welches wie das Werk Hannover ebenfalls auf E-Mobilität ausgerichtet wird. Vertrieben wird der VW e-Up in seiner Neuauflage nur in Europa und soll wohl ab 2020 auf den Markt kommen. Der Preis von unter 20.000 Euro wurde durch Jürgen Stackmann, Vertriebs- und Marketingchef VW, gegenüber AutoExpress nicht kommentiert.

„Wir arbeiten daran, dem e-up ein zweites Leben zu geben! – er hat in den nächsten drei bis vier Jahren eine große Rolle zu spielen.“ – Jürgen Stackmann, Vertriebs- und Marketingchef VW

Seit seiner Markteinführung hat der VW e-Up in den vergangenen fünf Jahren ein optisches Update erfahren und wurde auch preislich angepasst. Der Antrieb ist aber noch immer derselbe wie bei der ersten Vorstellung. So setzt dieser auf einen E-Motor mit 60 kW und einer Batterie mit 18,7 kWh. Die Reichweite liegt bei 134 km nach WLTP, die Höchstgeschwindigkeit bei 130 km/h. Für die Neuauflage des E-Autos steht eine Reichweite von 300 Kilometer im Raum.

Skoda Citigo und Seat e-Mii bauen auf gleicher Basis auf

Bedenkt man nun, dass Skoda im Rahmen des Genfer Autosalons  bekannt gab, dass eine elektrifizierte Version des Kleinwagens Citigo spätestens Ende 2019 auf den Markt kommen soll. Dürfte der Zeitpunkt der Markteinführung des VW e-Up realistisch sein, da beide Fahrzeuge auf der gleichen Plattform aufbauen.

Die spanische VW-Tochter SEAT hat zudem auf dem Mobile World Congress in Barcelona die rein elektrische Version ihres Kleinstwagens Mii mit Technik aus dem VW e-Up präsentiert. Bei dem Seat e-Mii handelt es sich jedoch zunächst um einen reinen elektrischen Prototyp, welcher für ein Carsharing Projekt in Barcelona genutzt werden soll. Scheint fast so, als ob der VW-Konzern mit drei sehr ähnlichen E-Fahrzeugen innerhalb kürzester Zeit aufwarten wird.

Quelle: InsideEVs – Exclusive: VW’s $21,000 Future EV Is Actually A Next-Gen e-Up! // AutoExpress – New electric Volkswagen e-up! with ‚extended range‘ confirmed for Frankfurt Motor Show

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Sebastian Henßler:

Waren unserer Zeit voraus ;) Danke für den Hinweis!

Ralph-aus-Berlin:

„Ende September 2019 haben wir uns bereits die Frage gestellt“ Verdammt, ist der Sommer schon wieder vorbei, oder hab ich 2019 verpennt? ;)

Gunter:

Ich würde auch sagen : wenn das stimmt, dann macht VW „Nägel mit Köpfen“.
Bleibt nur zu hoffen, dass sie genug Batterien beikriegen, denn die Nachfrage könnte beträchtlich sein ( bei 20 000 EUR !).

Strauss:

Golf e Up mit 40 KWh Akku für 20 000.- Euro ist eine Ansage, Bravo……………

Johannes Steinebach:

Es ist einfach schade das die Autobauer es nicht geschaft haben, sich auf einige genormte Akkus zu einigen. Das hätte den Vorteil gehabt,das mann E.Tankstellen bauen können.Ein Hochlager für die Akkus für s Aufladen. Auf der Tankstelle ein Robotersystem das unter das Auto fährt ,den Akku ausbaut, und den aufgeladenen einbaut. Das dauert nicht länger als normales Benzintanken. Wenn das so gekommen wäre, hätten viele schon ein E Auto, ich auch. So muss mann nun noch einige Zeitwarten bis vernünftig weiten mit dem E Auto erreichbar sind.

Gert Büttgenbach:

Endlich werden sie vernünftig bei VW. Wenn sie den aktuellen E-Up entrümpeln, kann es ein Hit werden., z.B. die alberne Fernüberwachung per Handy, die nur laufende Zusatzkosten verursacht (die Innenraumtemperaturregelung kann man auch per Funk-Schlüssel auslösen und eine bessere Navigation haben wir alle auf dem Handy). Der R4 sucht einen modernen und elektrisch angetriebenen Nachfolger – dann mal ran an den Speck, VW!

Ähnliche Artikel

Cover Image for So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

So fährt sich das Concept AMG GT XX mit 960 kW Ladeleistung

Sebastian Henßler  —  

Wir sind den Concept AMG GT XX exklusiv gefahren: Erste Eindrücke von 1000 kW Power, 600 kW Rekuperation und 960 kW Ladeleistung im Extremtest.

Cover Image for VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

VDA: „Das Auto bleibt die tragende Säule der IAA Mobility“

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: VDA-Chef Mindel erklärt, warum die IAA Mobility heute mehr ist als eine Autoshow – und welche Rolle München im globalen Dialog spielt.

Cover Image for Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Messe München: Wächst die IAA der Stadt schon über den Kopf?

Sebastian Henßler  —  

Exklusiv: Christian Vorländer erklärt, warum die Messe München die IAA langfristig halten will – und welche Strategie dahintersteckt.

Cover Image for Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Schäfer, Mercedes: China fehlt Formel-1-Technologietransfer

Sebastian Henßler  —  

Die Rekordfahrt in Süditalien war für Mercedes-AMG mehr als Show. Schäfer sieht darin den Beweis, dass Formel-1-Technik den Unterschied zu China ausmacht.

Cover Image for Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Deep Dive Concept AMG GT XX – Wir waren in Nardò dabei

Sebastian Henßler  —  

EAN war bei der Rekordjagd in Nardò vor Ort: Das Concept AMG GT XX setzte 25 Rekorde, wir durften die Technik, das Team und die Abläufe exklusiv kennenlernen.

Cover Image for Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Zeekr: „Sind ein junges Unternehmen mit europäischer Seele“

Sebastian Henßler  —  

Zeekr baut Europa zum Kernmarkt aus – mit lokaler Entwicklung, eigenen Teams in Göteborg und Amsterdam sowie klarer Ausrichtung auf Substanz.