Ferrari, Porsche, Bugatti stehen Schlange bei Rimac

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Rimac

Iris Martinz
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Mate Rimac ist ein Hansdampf in allen (Elektro-)Gassen: er baut nicht nur mit dem Rimac Nevera seinen eigenen Elektro-Supersportwagen und gerade eine riesige Batterieproduktion auf, sondern auch noch einen Hybridantrieb für Bugatti, Akkusysteme für Porsche und Feststoff-Akkus für Ferrari. Damit legt der europäische Elon Musk im Segment der Elektromobilität ein unglaubliches Tempo vor. Die Kunden stehen Schlange.

Deutsche Mentalität des nicht Entscheidens oder späten Revidierens von Entscheidungen ist nicht so seins, obwohl Porsche mit einem 45 Prozent-Anteil an Bord ist. Bei Rimac folgt ein Meilenstein auf den anderen, in kürzester Zeit wuchs der Betrieb auf 1.500 Mann. Diesen Mut und diese Schnelligkeit schätzen die Kunden, allen voran Porsche, Aston Martin, Koenigsegg, Jaguar und Seat. Nun lassen auch Pininfarina und Ferrari Komponenten im kroatischen Sveta Nedelja nahe Zagreb bauten.

Ferrari will schon 2025 mit Rimacs Hilfe den elektrischen Nachfolger des LaFerrari vorstellen – basierend auf dem weltweit ersten serienreifen Hochleistungs-Feststoffakku. Zellchemie, Leistungselektronik, Motoren, Inverter und das Kühlkonzept sollen von Rimac geliefert werden. Auch Porsche legt nach: Rimac soll gemeinsam mit dem deutschen Batteriespezialisten Customcells die E-Komponenten für den Porsche 911 der Baureihe 994 entwickeln. Der soll ab 2025 sowohl als Verbrenner als auch Hybrid erhältlich sein. Ende des Jahrzehnts wird außerdem ein vollelektrischer 911er mit dem Kürzel 998 erwartet – ebenfalls mit E-Technik von Rimac.

Bei der eigenen Fahrzeugpalette plant Rimac ebenfalls Bahnbrechendes: als Mehrheitseigentümer von Bugatti Rimac will Rimac 2026 der Nachfolger des Chiron als Hybrid entwickeln. Dazu hat man sich Unterstützung von Cosworth gesichert. Die sollen in nur drei Jahren einen 800 bis 1.000 PS starken Verbrennungsmotor entwickeln und bauen – einen Achtzylinder, denn das Rimac-hauseigene Batteriesystem leistet bereits zwischen 1.000 und 1.200 PS. Damit wären eine Systemleistung von bis zu 2.000 PS möglich! Kohlefaser-Monocoque, Leichtbau-Radaufhängung und adaptive Aerodynamik sollen den Gewichtsnachteil durch die Batterie ausgleichen.

Man ist gespannt, was der kroatische Mann auf der Überholspur noch alles auf die Beine stellen wird.

Quelle: Automobilwoche – Rimac gibt Vollgas

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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