Elektrischer Cupra „Born“ noch in diesem Jahr

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CUPRA

Wolfgang Plank
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Pünktlich zum dritten Jahrestag der Marke hat Cupra erstmals die Serienversion des Elektroautos „Born“ präsentiert. Das spanische Pendant zum VW ID.3 war 2019 ursprünglich als Seat el-Born vorgestellt worden, landete später aber optisch leicht modifiziert bei der Performance-Marke Cupra. Im zweiten Halbjahr 2021 soll der Wagen in Zwickau in Produktion gehen. Mit dem MEB-Modell übernehmen Seat und Cupra auch beim Vertrieb das Agentur-Modell von Volkswagen. Zusätzlich soll der Born im Abo angeboten werden.

Weil es sich offiziell um eine Strategiepräsentation handelte und nicht um eine Produktvorstellung, zeigte sich Cupra zu technischen Daten eher zurückhaltend. Es spricht jedoch einiges dafür, dass der Born als Derivat des ID.3 Pro S positioniert werden soll – mit einem 150-kW-Motor, einem Akku mit 77 kWh, einer Ladeleistung von bis zu 125 kW und einer Reichweite von 513 Kilometern (WLTP).

Bisher bot die Marke Cupra vor allem leistungsstarke Verbrenner-Versionen von Seat. Das erste eigenständige Modell „Formentor“ gibt es aber auch als Plug-In mit 58 Kilometern Akku-Reichweite (WLTP). Der Born soll nun das erste vollelektrische Modell werden und laut Cupra-Boss Wayne Griffiths die Transformation der Marke anstoßen. „Mit diesem Auto wollen wir durch seine emotionale Sportlichkeit zur Elektrifizierung Spaniens und der Welt beitragen.

Wie bekannt wurde, arbeitet die Marke zudem an einer Serienversion des rein elektrischen Concept Cars Cupra Tavascan. Der sehr dynamisch gezeichnete Studie ist großzügiger ausgelegt als der Born und dürfte sich bei Größe und Antrieb daher wohl am VW ID.4 orientieren.

Auch bei Seat selbst soll es künftig reine Elektroautos geben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters fasst Seat die Produktion eines rein elektrischen Kleinwagens in seinem Werk Martorell bei Barcelona ins Auge und drängt die spanische Regierung zu einer Batterie-Produktion in der Nähe des Werks. Seit einiger Zeit verdichten sich Gerüchte, wonach ein vor der Schließung stehendes Nissan-Autowerk in Barcelona künftig für die Batterie-Produktion – auch von Seat – verwendet werden könnte.

Über derartige Pläne für das Seat-Stammwerk wird nicht zum ersten Mal spekuliert. Ende vergangenen Jahres meldete das „Handelsblatt“, dass der geplante Elektro-Kleinwagen von VW in Kooperation mit JAC in China gebaut werden soll. Neben dem vermutlich VW ID.2 genannten Modell könne bei JAC auch ein Schwestermodell für Cupra gebaut werden, hieß es damals.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 23. Februar / electrive.net

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Wolfbrecht Gösebert:

„Och, der Semi ist seit 2019 verschoben worden. Aktuell wieder einmal, diesmal bis es passende Batterien geben wird. Wann das sein wird … man weiß es nicht.“

Es ist schon ein u n g l a u b l i c h dicker Hund, dass da Termine bis zur Lieferbarkeit von passend leistungsfähigen Akkus verschoben werden – wo doch sonst bei E-Fahrzeugen anderer Hersteller immer alle Termine strikt eingehalten werden … [Not!]

David:

Och, der Semi ist seit 2019 verschoben worden. Aktuell wieder einmal, diesmal bis es passende Batterien geben wird. Wann das sein wird….man weiß es nicht. Da sind wir jetzt zwei Jahre drüber und weitere Jahre werden ins Land gehen. Der Cupra dagegen ist noch gar nicht überfällig. Und es ist gar nicht zu erwarten, dass er sich groß verzögern wird.

Peter:

Es ist seit ca. 1 Jahr bekannt und offiziell kommuniziert, dass der „el-Born“ nicht bei Seat sondern bei Cupra erscheint und dieses auch erst Ende 2021. Und weil es quasi ein ID.3 mit etwas anderem Design ist, ist das genau so, wie es bei Ibiza/Polo/Fabia, Golf/Leon/Oktavia usw. schon immer war.
Insofern: Viel Spaß mit dem Essen, ich empfehle dafür „Tripa alla Romana“, da fällt es nicht so auf.

Djebasch:

Sollte der nicht schon längst draußen sein… Wenn noch ein Hersteller über Tesla meckert wegen Wartezeiten dann k… ich ins Essen

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