De Meo begrüßt Italiens Ablehnung zur Euro-7-Norm

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Daniel Krenzer
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Luca de Meo, Geschäftsführer des französischen Autobauers Renault und selbst Italiener, hat der italienischen Regierung dafür gedankt, dass das Land die vorgeschlagenen neuen Regelungen für eine Euro-7-Abgasnorm ablehnt. Diese würden die Automobilindustrie von ihrem Weg der Elektrifizierung ablenken, stellte er auch als Präsident der europäischen Autolobbygruppe ACEA laut Automotive News Europe fest.

Die Verschärfung der Grenzwerte für den Schadstoffausstoß, die ab 2025 für Pkw und Transporter und ab 2027 für Lkw und Busse gelten sollen, werden in diesem Jahr zwischen den EU-Ländern und den Gesetzgebern verhandelt. Diese Gesetzgebung erfolgt parallel zu dem bereits beschlossenen „Verbrenner-Verbot“, das ab 2035 greift und das nur noch die Zulassung von Pkws ohne klimaschädliche Emissionen erlaubt. Allerdings ist hierbei für sogenannte E-Fuels noch eine Hintertür geöffnet.

De Meo hofft auf Umschwenken

„Sie wollen eine neue Verordnung einführen, die uns von unserer Aufgabe, die Branche umzugestalten, ablenken würde“, sagt de Meo Automotive News Europe. Er würde sich wünschen, dass die Europäische Kommission die Pläne zur Umsetzung dieser neuen Norm noch einmal überdenken würde. Deshalb unterstütze er die ablehnende Haltung seines Heimatlandes, sagte er demnach bei einer Veranstaltung in Trient. „Italien hat in dieser Sache eine sehr klare Position eingenommen, und wir danken dem Land für seine Unterstützung“, sagte er dort.

Italiens Regierung in Person von Verkehrsminister Matteo Salvini hatte kürzlich bekanntgegeben, genug Mitstreiter in Europa gefunden zu haben, die ebenfalls die neue Abgasnorm ablehnen wollen würden, um diese noch zu verhindern. Dies sind offenbar vor allem osteuropäische Staaten.

Unterschiedliche Berechnungen

Man ginge davon aus, dass durch die neuen Regelungen Verbrennerfahrzeuge mehrere Tausend Euro teurer werden könnten, bei Bussen und Lkw ist von mehr als 10.000 Euro die Rede. Die EU hingegen geht in ihren Berechnungen Medienberichten zufolge eher von wenigen Hundert Euro bei Pkw sowie 2800 Euro bei größeren Fahrzeugen aus.

Quelle: Automotive News Europe – „Renault CEO says Euro 7 regulation distracting industry from electrification“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Alo:

Die Verbrenner-Vollpfosten sterben einfach nicht aus…

Spock:

Glaubt dieser Mann, dass alle Menschen blöd sind und ihm glauben weil er der Chef einer Automobilfirma ist? Das bestätigt nur, dass (zumindest) er nichts von Umweltschutz hält und die Transformation nur aufhalten will um weiter Geld mit den Verbrennern zu verdienen. Was für ein A………

Robert:

„die vorgeschlagenen neuen Regelungen für eine Euro-7 Abgasnormablehnt. Diese würden die Automobilindustrie von ihrem Weg der Elektrifizierung ablenken.“
Ganz im Gegenteil die Nichteinführung von Euro 7 lenkt die Autoindustrie ab wann kapiert die Autoindustrie das sofort alle verfügbaren gelder in die E-Mobilität stecken müssen um zu überleben?“
Heute am 01.06.2023 wurde die Chineschische „Euro 7 Abgasnorm rechtsgültig“
Kalifornien haben schon heute für diesel freimal so stenge Werte als Euro 7 und dort können die Hersteller sie einhalten hier in europa ist das angeblich unmöglich Exuistiert Kalifornien in einer anderen Welt????? als Europa

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