VW eröffnet 32 neue Ladepunkte an der gläsernen Manufaktur in Dresden

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen baut ihre Ladeinfrastruktur für Elektroautos weiter aus. Auf ihrem Kunden- und Besucherparkplatz wurde vor wenigen Tagen einer der größten Ladeparks in Sachsen eröffnet. Im Beisein von Wolfram Günther (Grüne), Sachsens Minister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik von Volkswagen Sachsen, und Standortleiter Lars Dittert wurden 32 zusätzliche öffentliche Ladepunkte freigegeben. Insgesamt sind jetzt 64 Ladepunkte an der e-Golf Fertigungsstätte in Betrieb.

„Als Automobilhersteller leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur in Sachsen. Wir fördern damit die nachhaltige Mobilität für unsere Interessenten, Kunden und Mitarbeiter. Wir wünschen uns, dass andere Unternehmen unserem Beispiel folgen.“ – Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik von Volkswagen Sachsen

Wolfram Günther, der sächsische Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, betont, dass Klimaschutz „auch auf der Straße stattfinden“ müsse: „Klimaschutz im Mobilitätssektor heißt für die Automobilindustrie von heute, neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln und Ladeinfrastruktur bereitzustellen, die mit 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgt wird. Wenn wir das schaffen und dazu auch in Sachsen entschlossen die Energiewende in allen Bereichen vorantreiben, können wir Zukunftspotentiale heben und bereits heute wichtige Konjunkturimpulse setzen.“

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert rechnet für Mitte 2022 mit 450 Ladepunkten mit zertifiziertem Ökostrom im Stadtgebiet. Die Gläserne Manufaktur hat ab sofort 64 Ladepunkte in Betrieb, davon sind 36 öffentlich zugänglich. Die neuen Ladesäulen bieten je fünf AC- sowie DC-Ladepunkte mit 22 kW sowie 22 AC-Ladepunkte mit 11 kW. Zudem befinden sich zwei DC-Schnell-Lader mit 50 kW an der e-Mobility-Station der Manufaktur. Der Strom für die zwei Schnell-Ladesäulen mit vier Ladepunkten wird aus sechs jeweils 22 Quadratmeter großen Photovoltaik-Paneels (25 kWp Leistung) an der Manufaktur erzeugt und direkt eingespeist. Das betankte Elektroauto fährt somit CO2-neutral.

Zudem arbeitet die Gläserne Manufaktur seit 2018 als erster Standort der Marke Volkswagen bilanziell klimaneutral. Die Stromversorgung ist durch Volkswagen Naturstrom CO2-frei, nicht vermeidbare CO2-Emissionen der Wärmeversorgung werden durch den Kauf von Klimazertifikaten zu 100 Prozent ausgeglichen. Seit Anfang 2019 bietet die Volkswagen-Tochter Elli (Electric Life) zu 100 Prozent CO2-freien Volkswagen Naturstrom auch für Privathaushalte und Kleinunternehmen mit und ohne Elektro-Fahrzeug an. Auch werden Interessenten und Kunden zum ID. Charger – die Wallbox von Volkswagen – sowie zum Erwerb von VWs Naturstrom ab August 2020 in der Gläsernen Manufaktur beraten.

2020: Schlüsseljahr für die E-Offensive der Marke Volkswagen

Volkswagen macht sich in diesem Jahr auf den Weg zur emissionsfreien Mobilität für alle. Ab September starten die Auslieferungen der ersten ID.3 1st Modelle. Als erstes Fahrzeug des neuen Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) läuft seit November 2019 der ID.3 in Zwickau vom Band, noch in diesem Jahr startet dort die Produktion des kompakten Crossovers ID.4. Anfang 2021 setzt der ID.3 dann auch in der Gläsernen Manufaktur ein und löst dort die Produktion des e-Golf ab.

Bis 2022 will VW MEB-Fahrzeuge in allen wesentlichen Fahrzeugsegmenten anbieten. Im Jahr 2025 will die Marke weltweit bis zu 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr verkaufen. Langfristiges Ziel ist die vollständige Dekarbonisierung der Flotte und des Unternehmens bis 2050. Im laufenden Jahr soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Flotte um 25 Gramm pro Kilometer reduziert werden. VW ist zuversichtlich, die für 2020 geltenden Grenzwerte in der EU einzuhalten.

Quelle: VW – Pressemitteilung vom 16.07.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Alex:

Das ist abere toll.Da kann man ja immer schnell nach Sachsen fahren wenn die Betterie leer ist.

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