Tesla oder BMW – wer baut das bessere E-SUV?

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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Mit dem Tesla Model Y Long Range und dem BMW iX1 hat die Redaktion der britischen Fachzeitschrift Auto Express zwei familientaugliche E-SUV gegeneinander antreten lassen. Beide Testwagen waren dabei ähnlich teuer, und zwar etwas mehr als 49.000 Pfund (58.600 Euro).

Zunächst ein paar Daten zu den beiden Kontrahenten: Das Model Y hat einen 92 kWh großen Akku an Bord und wird von 342 britischen Pferdestärken (255 kW) angetrieben. Der BMW muss sich mit einem 66-kWh-Akku und 201 britischen Pferdestärken (150 kW) begnügen. Der Sprint auf Tempo 100 dauert im Münchner somit 2,5 Sekunden länger als im Tesla, der nur 5,7 Sekunden benötigt. Mit 4,75 Metern ist das Model Y zudem gut 25 Zentimeter länger als der iX1.

So überrascht es nicht, dass der Tesla in der ersten Wertung zu Antrieb und Performance den BMW mit 4,6 zu 4,3 von 5 möglichen Sternen schlägt. Beim Fahrverhalten kann das deutsche Modell aber mit 4,3 zu 4,0 kontern. Beim Verbrauch und den laufenden Kosten enteilt das Model Y dann aber mit 4,7 zu 4,3 Sternen. Doch noch ist der BMW nicht geschlagen, denn beim Innenraum und der Technologie überzeugt der iX1 die Tester und holt sich mit 4,5 zu 4,2 Sternen den Kategoriesieg. Doch die weiteren Wertungen zu Sicherheit und Zuverlässigkeit, Garantie und Servicebedingungen gehen allesamt wieder an den US-Amerikaner, der auch in Grünheide gebaut wird. Zumindest beim Infotainment liegt das Münchner Elektroauto mit 4,5 zu 4,4 Sternen noch einmal knapp vorne.

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BMW

In der Endabrechnung erhält das Tesla Model Y 4,5 Sterne, während sich der BMW iX1 mit 4,0 Sternen begnügen muss. Im Fazit schreibt die Redaktion, dass das Model Y sich in den vergangenen Jahren zu einem noch stärkeren Produkt als sowieso schon entwickelt habe. Das Elektroauto verbinde „enorme Reichweite mit brillanter Leistung und beeindruckender Effizienz„. „Wenn Sie ein geräumiges, sicheres und sparsames Familienauto suchen, ist das Model Y kaum zu schlagen“, schreibt die Redaktion.

Der BMW iX1 hingegen sei zwar nicht so geräumig wie das Model Y, in Sachen Technik und Effizienz sei er aber ebenbürtig und ließe sich zudem deutlich besser fahren. Etwas mehr Reichweite wäre zwar wünschenswert, insgesamt sei das Model aber durchaus als Erfolg von BMW zu werten.

Quelle: Auto Express (Ausgabe 1853, S. 38 bis 51) – Long Division

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Tobcars2024:

Das habe ich nur erwähnt, weil BMW nun mal Rabatte auf den Listenpreis gewährt, aber Tesla nicht.

Voyager:

Aus meiner Sicht nicht vergleichbare Fahrzeuge. Tesla modern zukunftsorientiert und BMW elektrisch konventionell. Der eine liebt Tesla der andere BMW. Ganz andere Ansätze I’m konzept.

Max:

Es geht hier nicht um Erfindungen, die hunderte Jahre alt sind. Die Dinge sind, wie sie sind, wir können das heute nicht mehr beeinflussen. Warum sollte die Menschheit nicht von diesen Erfindungen profitieren, auch wenn der Erfinder ein Ar*** war?

Nein, der Punkt ist, dass man hier und heute einem Menschen Geld in den Rachen wirft und ihn verehrt, der eine sehr zweifelhafte politische Einstellung hat und Autokraten hofiert. Der im Alleingang Kriege entscheiden kann. Das ist höchst problematisch – auch wenn du mir hier nicht zustimmen musst. Als Verbraucher haben wir die Möglichkeit, den Markt zu beeinflussen und uns bewusst dagegen zu entscheiden, etwas zu kaufen. Ich würde ja auch als Ukrainer nicht bei einem Geschäftsmann essen gehen, der den Russen gerade 3 Panzer gespendet hat, egal, ob dieser vielleicht den besten Döner der Stadt anbietet. Um Mal überspitzt das Problem darzulegen und zu zeigen, wieso es eben nicht nur um das Produkt geht.

Übrigens halte ich das, was VW getrieben hat, durchaus für vergleichbar. Sie haben (auch wenn es im Detail komplizierter war, aber vereinfachen wir es Mal) aus Profitstreben heraus Schaden bei ihren Kunden und Unbeteiligten in Kauf genommen. Das war nicht nur Betrug.

Wenn man sich jetzt beispielsweise den FSD anschaut, der schon seit 2017 jedes Jahr den eigenen Tesla autonom machen sollte, dann ist das genauso Betrug am Kunden. Es muss selbst Musk klar gewesen sein, dass dies nicht realistisch ist. Mehr noch, er wurde weiter verkauft und so vermarktet, dass Tesla-Fahrer glaubten, ihr Tesla sei sicher autonom unterwegs. Ein öffentlicher Beta-Test, irgendwelche Klauseln in den AGBs hin oder her, akzeptiert schwere Schäden bei Verkehrsteilnehmern als notwendiges Übel. Nein, der Zweck heiligt eben nicht immer die Mittel.

Wie gesagt, du musst hier nicht zustimmen.

Fragender:

Und neben einem neuen OTA Update schaltet dir Elon vielleicht zu Weihnachten 10km for free frei…

Hiker:

War schön die Entwicklung in Eurem Disput zu verfolgen. Ich gebe aber Läubli recht, wenn Er feststellt, dass man ein Produkt nicht daran messen sollte welche Politische oder Religiöse Einstellungen sein Hersteller und Entwickler hat. Wissen Sie beispielsweise was der Erfinder der Elelktrizität für eine politische Ideologie verfolgte? Was wenn die Menschen deswegen seine Erfindung boykottiert hätten? Sehen Sie wohin das letztlich führt? Im übrigen war das was VW und nicht nur Sie, beim Dieselskandal getan haben nicht vergleichbar mit Musks politischer Einstellung. Sie haben damit Menschen wissentlich schweren Schaden zugefügt.

Hiker:

Wieso erzählen Sie immer noch von schlechter Qualität? Während es duzende von Berichten von Fachkundigen gibt, die Tesla heute durchaus gute Qualität attestieren. Zur Erinnerung. BMW baut seit hundert Jahren Fahrzeuge. Tesla musste gegen den geballten Wiederstand einer ganzen Branche, sich den Platz erkämpfen den Sie heute innehaben. Und das in nicht einmal zwanzig Jahren. Da ist es wohl kaum verwunderlich, dass bis vor ein paar Jahren die Qualität ein Thema war. Dass man heute immer noch darauf herumreitet, ist schlicht nichts anderes als Polemik.

Hiker:

Ha ha

Max:

Klar, unterschiedliche Meinungen gehören dazu!

Angolo1:

Da frag ich mich ernsthaft, also ganz im Ernst:
„und ließe sich zudem deutlich besser fahren. “
Ok, jaaa, mhhh….
Ich kauf mir ein Auto für was?!?

Ach richtig, zum fahren.

Wie kann man da von einem „Autotest“ reden wenn das nur marginal ins Gewicht fällt?

Aber gut, das Furzkissen funktioniert bestimmt ganz gut, da ist es egal wie das Auto Kurven meistert, oder bremst. Fahrwerk? Ach scheiß drauf, ich bekomme tolle OTA Updates…

Naja, jedem das seine…

Läubli:

Ok… ja, mein letzter Satz war wohl ein wenig falsch formuliert… ich meinte, meine Sichtweise sollte so besser verständlich sein.
Ansonsten kann ich dir absolut folgen… unterschiedlich in Meinung und Aussage dürfen wir trotzdem sein.

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