Porsche Taycan: Nachfrage auf Talfahrt

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der Porsche Taycan, seit seiner Vorstellung im Jahr 2019 ein gefragter Elektrosportler aus Zuffenhausen, erlebt derzeit einen Nachfragerückgang. Trotz seines Erfolgs mit rund 20.000 verkauften Einheiten auf deutschen Straßen, spiegelt sich die schwache Nachfrage nach Elektroautos nun auch im Verkaufsverlauf des Taycan wider, wie Auto Motor und Sport berichtet.

Das kürzlich durchgeführte Facelift und die verbesserten Batterien des Modells konnten den Trend nicht umkehren. Daher soll Porsche planen, die Produktion im Stammwerk Zuffenhausen nach den Werksferien auf eine Schicht pro Tag zu reduzieren. Ein Stellenabbau sei jedoch nicht vorgesehen, während Vorstand und Betriebsrat noch in Verhandlungen stehen. Eine offizielle Stellungnahme von Porsche blieb bislang aus.

Der Wegfall des staatlichen Umweltbonus Ende 2023 indes ist kein Grund für die schwache Nachfrage. Denn der günstigste Taycan mit 408 PS kostet mindestens 101.500 Euro, wodurch der Wegfall der Subventionen für den Elektro-Porsche nicht relevant ist. Das Problem betrifft außerdem nicht nur den deutschen Markt; auch in China entscheiden sich Kunden zunehmend für Autos mit Verbrennungsmotoren statt für Elektroautos.

Mehr als 100.000 Taycan sind bereits produziert

Trotzdem bleibt der Taycan besonders in den USA beliebt. Drei Jahre nach seiner Markteinführung erreichte das Werk in Stuttgart-Zuffenhausen die Produktion des 100.000sten Fahrzeugs. Das Jahr 2023 war mit über 40.000 verkauften Exemplaren das erfolgreichste Jahr. Doch im Folgejahr schwächelt die Nachfrage. Porsche setzt weiterhin auf das neue Topmodell, den Taycan Turbo GT, der mit seinen 1034 PS und einem Preis von 240.000 Euro besonders in der Luxusklasse punktet.

Die schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos trifft viele Hersteller, nicht nur Porsche. Porsche muss nun flexibel auf die Marktveränderungen reagieren und seine Produktionsstrategien anpassen. Der Elektroauto-Markt ist im Wandel, und Hersteller stehen vor der Herausforderung, ihre Modelle attraktiv zu halten und gleichzeitig wirtschaftlich zu produzieren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie Porsche diese Balance meistert und ob der Taycan seine Erfolgsgeschichte fortsetzen kann.

Quelle: Auto Motor und Sport – Porsche kürzt Taycan-Produktion

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Martin Huber:

Wenn man lange genug aus Nachrichten „Negativ Schlagzeilen“ macht und diese gebetsmühlenartig wiederholt glauben auch alle daran – kein anderes Blatt propagiert so häufig die schlechten Verkaufszahlen in DE!

Genau das wollten die eFuels, Wasserstoff und Fossilcrime Lobby, alle verunsichern – und ihr macht fleißig mit!

Positive Nachrichten verändern sie Welt, negative machen sie nur noch schlechter.

Bitcoin:

Dir ist schon klar, dass das nichts an der Nachfrage ändert, denn es kommt immer wieder ein neues Modell, das kann also keine Ausrede sein, oder?

Gerd Partsch:

Diese „Ladekabelfeststellung“ ist soo was von irrelevant. Unseres liegt ebenfalls unausgepackt, Weil wir vorwiegend an eigener Haus-Wallbox mit festinstalliertem Kabel laden, in unserer FeWo im Urlaub ebenso. Und weil wir noch ein zweites Ladekabel (mal vor fünf Jahren separat gekauft) haben.

Silverbeard:

Im April wurden in China etwa 500.000 BEV neu zugelassen. Das relativiert einige tausend Autos auf Halde.
Tatsächlich ist es aber auch so, das in China sehr strikt geregelt ist, wieviel Prozent der verkauften KFZ BEVs sein müssen. Bevor also enorme Strafzahlungen fällig werden oder im schlimmsten Fall der Zugang zum chinesischen KFZ Markt entzogen wird, melden Hersteller wohl lieber ein paar tausend Fahrzeuge an und stellen die irgendwo ab. In Deutschland stehen die über das ganze Land verteilt angemeldet als Vorführwagen bei den Markenhändlern…

Zum Thema Verbrenner auf dem Vormarsch. Im April wurden in China 40% BEVs zugelassen… Ich weiß nicht, wie man zu dieser Beobachtung kommt.

Spiritogre:

Euch ist schon klar, dass das Nachfolgemodell in den Startlöchern steht und alle darauf warten?

Niklas Maurus:

Komisch haben viele, als es noch für Hybride die so genannte Umweltprämie gab, lieber die teurere Version mit Lederausstattung genommen, weil es ja 4500 Euro extra vom Steuerzahler in Form der Subvention gab. Das Ladekabel lag dann im Kofferraum eingepackt bis heute.

Thorsten G.:

Der Wertverlust von 100.000€ muss halt irgendwo verrechnet werden. Deswegen ist es ja auch lächerlich wenn mit 0% Zins beim Leasing geworben wird, denn das ist nun wirklich der kleinste Faktor.

Talis:

„Also ist der Wegfall der Prämie für den E-Autoabsatz offensichtlich vollkommen irrelevant.“

Lesen bildet… Bei einem Fahrzeug für über 100.000 Euro ist eine staatliche Prämie von 3.000 € in der Tat nicht kaufentscheidend gewesen. Wenn du so viel Kohle zur Verfügung hast, zuckst du nur kurz mit den Schultern.
Wenn es aber um ein Fahrzeug für 45.000 Euro und eine staatliche Prämie von 4.500 Euro geht, macht das selbstverständlich einen deutlichen Unterschied.

Samsun:

Folgender Aspekt ist interssant: „Der Wegfall des staatlichen Umweltbonus Ende 2023 indes ist kein Grund für die schwache Nachfrage. Denn der günstigste Taycan mit 408 PS kostet mindestens 101.500 Euro, wodurch der Wegfall der Subventionen für den Elektro-Porsche nicht relevant ist. Das Problem betrifft außerdem nicht nur den deutschen Markt; auch in China entscheiden sich Kunden zunehmend für Autos mit Verbrennungsmotoren statt für Elektroautos.“

Also ist der Wegfall der Prämie für den E-Autoabsatz offensichtlich vollkommen irrelevant. Die Autofirmen geben selbst zu, dass in China die Leute mehr Verbrenner nachfragen als der angebliche E-Autoboom dort vermuten lässt. Stimmen die Bilder von 1000enden produzierten und vergammelnden E-Autos auf reiseigen Feldern doch.

Steven B.:

Was es mir extrem schwer macht, mich für einen Porsche zu entscheiden, sind die hohen Kosten im Leasing. Ich überlege schon lange einen Elektro Porsche zu leasen, aber ein Leasing von anderen Herstellern ist nun einmal wesentlich attraktiver.

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