Den Kia EV9 gibt es nun auch als Elektro-Taxi

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Intax

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Schon seit 25 Jahren kooperiert der südkoreanische Autobauer Kia mit dem Taxi-Umrüstspezialisten Intax – also nur zwei Jahre später, nachdem Kia sich erstmals auf den deutschen Märkten hat blicken lassen. Nun wird auch ein als Taxi umgerüsteter Kia EV9 angeboten, der durch seine üppigen Ausmaße besonderen Platzanforderungen gerecht wird.

„Intax und Kia verbindet nicht nur innovatives Denken und Handeln, sondern seit nunmehr 25 Jahren auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Aufgrund der Subventionierung der Pakete durch Kia ist eine konstant positive Entwicklung der Taxi-Stückzahlen zu verzeichnen und macht Kia inzwischen zu einem unserer größten Kunden. Wir danken für das nachhaltige Vertrauen und freuen uns über ein Vierteljahrhundert ,verlängerte Werkbank‘ als Taxi-Manufactur für Kia“, schreibt der Umrüster in einer Pressemitteilung.

Nur geringer Aufpreis für Umrüstung

Als Siebensitzer ist im Kia EV9 selbst dann noch Platz für Gepäck im Kofferraum, wenn die hintere Sitzbank genutzt wird und nicht umgeklappt ist. Das macht ihn für Taxi-Dienstleistungen besonders attraktiv. „Die Taxiumrüstung, welche exklusiv bei Intax in Oldenburg erfolgt, beinhaltet neben einer Taxameter-/Wegstreckenzähler-Vorrüstung auch eine Einbauvorbereitung für das Gerät selbst“, schreibt Taxi-Times. Darüber hinaus ist der EV9 demnach mit einer Funk-Vorrüstung ausgestattet. Sie beinhalte einen Kabelsatz ohne Antenne und Antennenkabel.

Für das Taxipaket werden lediglich 890 Euro berechnet, da Kia die Umrüstung finanziell bezuschusst. Auch eine Folierung in Hellelfenbein ist inklusive Taxipaket für 1690 Euro erhältlich. Die Nettopreise für Gewerbekunden starten beim 2,5 Tonnen schweren EV9 bei etwa 60.000 Euro. Den Siebensitzer gibt es zum einen mit einem eher sparsam motorisierten 150 kW (204 PS) starken Hinterradantrieb und spätestens ab kommenden Jahr mit 283 kW (385 PS) und 600 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Der Akku ist knapp 100 kWh groß und ermöglicht somit eine WLTP-Reichweite von 563 Kilometern.

Dank 800-Volt-Technik und maximal 210 kW Ladeleistung lässt sich der Akku unter optimalen Bedingungen in weniger als 24 Minuten von 10 bis 80 Prozent aufladen. Somit dürfte im Alltag auch bei nur wenigen Standzeiten am Tag der Akku problemlos jederzeit genug Energie bereitstellen können.

Quelle: Taxi-Times – „Zum silbernen Jubiläum ein E-Taxi mit sieben Sitzen“; Intax – Pressemitteilung vom 5. März 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Mr.Hu:

Naja, wo fahren denn noch Taxis? Richtig, in der Stadt, wo sie nach jetzigem Stand auch nicht von Uber & Co verdrängt wurden (ging es bei den Taxler-Protesten vor einigen Jahren womöglich nur darum, sich Konkurrenz vom Leibe zu halten?). Bei niedrigen Geschwindigkeiten und kurzen Distanzen wird sich das Thema „Verbrenner“ dort schnell erledigt haben.

Wolfbrecht Gösebert:

Nachtrag:
Lt. Hansa Funktaxi eG rechnet man beim Taxigewerbe mit einer durchschnittlichen Laufleistung von 63.000 Kilometern im Jahr … (Quelle: hamburg.de – 31. März 2021) … das ergibt bei 350 (von 365) Fahr-Tagen im Jahr (Mehrtaxen-Betrieb) also eine Fahrleistung von nur 180 km pro Tag –> also bei 3 Schichten á 8 Stunden gerade noch 60 km Fahrleistung pro Schicht.

Von einem „Nachladeproblem“ (am Beispiel des Kia EV9) kann also weder bei

• der obigen Maximalfahrleistung pro 8-h-Schicht von 240 km noch gar bei
• der praxisorientierten Durchschnittsleistung von 60 km pro 8-h-Schicht

die Rede sein!

Wolfbrecht Gösebert:

Aus dem Artikel:
„… der Akku [lässt sich] unter optimalen Bedingungen in weniger als 24 Minuten von 10 bis 80 Prozent aufladen. Somit dürfte im Alltag auch bei nur wenigen Standzeiten am Tag der Akku problemlos jederzeit genug Energie bereitstellen können.“

Ja, zumal die im großurbanen Raum üblichen Mehrtaxi-Betriebe sowieso bei Schichtwechsel eine Fahrzeug-Übergabe im Betrieb bevorzugen, bei der dann während einer kleinen Grundreinigung praktisch „spurlos“ nachgeladen werden kann!

Übrigens: Die bei städtischem Durchschnittstempo von unter 30 km/h erzielbare Reichweite liegt binnen 8 Stunden schon bei ununterbrochenem Fahren bei max. 240 km!

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