GM führt Ladedienst „Ultium Charge 360“ ein

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General Motors

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der US-Autokonzern General Motors hat den Ladedienst Ultium Charge 360 ​​vorgestellt. Dabei handele es sich wie der Hersteller mitteilt um einen ganzheitlichen Ansatz, der diverse Ladeszenarien (wie öffentlich und privat), mobile Apps und andere Produkte und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Ladeinfrastruktur in einer Anwendung integriert, um das allgemeine Ladeerlebnis für Besitzer von GM-Elektrofahrzeugen in Nordamerika zu vereinfachen.

Für Ultium Charge 360 und ein möglichst großes Ladenetz habe GM Vereinbarungen mit bislang sieben großen Betreibern unterzeichnet: Blink Charging, ChargePoint, EV Connect, EVgo, FLO, Greenlots und SemaConnect. Weitere Anbieter sollen folgen. Per App sollen E-Auto-Kunden von GM somit im Kürze Echtzeitinformationen von fast 60.000 Ladepunkten in den USA und Kanada zur Verfügung stehen.

GM will demnach auch weiterhin mit einer Vielzahl von Dritten zusammenarbeiten, darunter Betreiber von Ladenetzen, Stromversorger und Regierungsbehörden, um das Laden an Wohnorten, Arbeitsplätzen, öffentlichen Einrichtungen und in Flotten für die Kunden allgegenwärtig und möglichst komfortabel zu machen, etwa durch vereinfachte und einheitliche Bezahlvorgänge.

Neben der Einführung von Ultium Charge 360 ​​hat GM weitere Fortschritte bei seiner E-Auto-Infrastrukturstrategie angekündigt. Demnach hat der Autokonzern in Washington, Kalifornien und Florida die ersten von bis 2025 mehr als 2700 geplanten Ultraschnelllade-Standorten aufgebaut, an denen E-Autos mit bis zu 350 kW Leistung Strom nachladen können. Als Zwischenziel sollen bis Ende 2021 gut 500 Standorte mit im Schnitt vier Ladepunkten in Betrieb sein.

UltiumCharge360-Ladenetz-USA
General Motors

Ultium Charge 360 ​​baut auf der Technologie auf, die die E-Auto-Zukunft von GM definiert – der Ultium-Plattform. Diese Plattform soll den Stromern des Konzerns, zu dem in den USA führende Marken wie Chevrolet, Cadillac und GMC gehören, eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern ermöglichen. Auf der Ultium-Plattform sollen in Kürze E-Autos wie unter anderem der Cadillac Lyriq, der GMC Hummer sowie der rein elektrischen Pick-up Chevrolet Silverado debütieren.

Zuletzt hatte GM angekündigt, bis 2025 mehr als 27 Milliarden US-Dollar (etwa 22,5 Milliarden Euro) in die Entwicklung von Elektroautos und autonomen Fahrzeugen zu investieren. Bis Ende 2025 will GM weltweit 30 neue E-Auto-Modelle auf den Markt zu bringen, von denen mehr als zwei Drittel in Nordamerika verfügbar sein sollen.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 28.04.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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