General Motors bringt Super Cruise nach Europa

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General Motors hat speziell mit Cadillac in Europa viel vor und diesen Sprung in die erste Reihe sollen nicht allein neue Elektromodelle bringen. Größer denn je sind die Erwartungen an das Fahrerassistenzsystem Super Cruise, das Tesla, BMW und Mercedes gleichermaßen ausstechen soll.

General Motors setzt auf Elektroantriebe – aber nicht um jeden Preis. Die Corvette wurde mit der E-Ray auch für Europa elektrifiziert und die neuen Cadillac-Modelle wie Lyriq, Vistiq, Optiq und Escalade IQ sind beste Beweise des zweigleisigen Kurses. Prestige und technologische Führungsrolle einerseits, ökonomische Vernunft und realitätsnahe Marktbedienung andererseits. GM-Chefin Mary Barra lässt sich so zitieren, dass der Konzern „kundenzentriert“ agieren und auf die tatsächliche Nachfrage reagieren wolle, statt den Markt zu überfordern. Die Entscheidung für eine weitere V8-Generation statt der bedingungslosen Elektro-Umstellung ist dabei gar nicht so mutlos, wie sie auf den ersten Blick wirken mag.

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Besonders stolz ist General Motors jedoch auf die Integration von Software- und Fahrerassistenzsystemen. Hier ist die neueste Generation von GMs „Super Cruise“ getauftem Autopiloten eine echte Machtdemonstration. Das System ermöglicht freihändiges Fahren auf ausgewählten Autobahnen, nun sogar inklusive automatischem Spurwechsel ohne weiteres Zutun des Fahrers.

Zwar kann der Drive Pilot Pro von Mercedes und der FSD-Autopilot von Tesla Ähnliches, es sind aber vor allem die präzise Spurführung und die sehr natürlichen Lenkreaktionen, die Super Cruise zum vielleicht intuitivsten System am Markt machen. Man darf sich allerdings nicht zu stark ablenken lassen von der Robustheit und dem Komfort des Systems, denn auch im aktuellen US-Modelljahr bleibt das System noch auf Level 2+ beschränkt.

GM führte Super Cruise im Jahr 2017 als Fahrerassistenzsystem ein. Heute ist Super Cruise in mehr als 20 Modellen von Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC verfügbar; weitere sind in Vorbereitung. Bis Ende des Jahres wird Super Cruise auf rund 750.000 Meilen, fast eine Million Kilometer, von Straßen in den USA und Kanada verfügbar sein. Weitere Länder kommen sukzessive hinzu. Dabei dürfen die Hände zwar vom Lenkrad, die Augen aber nicht von der Straße genommen werden. Wer zu lange aus dem Seitenfenster schaut, oder gar das Handy in die Hand nimmt, wird erst mit einer Warnung und dann mit einem Ausstieg des Systems gestraft.

Super Cruise soll Ende 2025 in Deutschland eingeführt werden

In Deutschland wird Super Cruise zum Ende des Jahres erwartet, wenn die gesetzlichen Regelungen der Fahrerassistenten erneut novelliert werden. Gut für die Kunden: Sämtliche Fahrzeuge sind over-the-air Update-fähig und können vom Abstandstempomat mit Spurhalteassistent auf den vollen Super Cruise-Funktionsumfang geupgraded werden. Sämtliche Hardware ist bereits vorhanden, es muss nur ein aktives Telematik-Abonnement bestehen, mit dem die Super Cruise-Steuergeräte die aktuellen Karteninformationen nachladen.

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In Sachen Sensorik bleiben auch die Vistiq und Escalade IQ überraschend simpel. Beide Modelle verzichten, wie auch der Rest der Super Cruise-Flotte, auf einen eigenen Lidar-Sensor. Die Positionierung wird über ein Enhanced-GPS-Signal, Kameras und eine Kombination verschiedener Radarsensoren ermöglicht und mit einem HD-Kartensystem abgeglichen, dass allerdings mit Hilfe von Lidar-Sensoren erstellt wurde.

In den USA sind so bereits über 600.000 Meilen kartiert und für Super Cruise-Nutzung freigegeben. In Europa arbeitet GM mit dem gleichen Zulieferer der Karten zusammen wie etwa BMW, so dass davon ausgegangen werden darf, dass das Super Cruise-System nach erfolgreicher Zulassung auch auf nahezu allen europäischen Autobahnen sofort zur Verfügung steht.


Über den Autor: Fabian Mechtel; Press-Inform

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