Elektro-Macan soll frischen Schwung in Porsche-Absatz bringen

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Sebastian Henßler
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Porsche konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 weltweit insgesamt 226.026 Autos an Kunden ausliefern. Zwar entspricht das einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch ist dieser vor allem auf eine begrenzte Produktverfügbarkeit zurückzuführen. Mehrere wichtige Modellreihen durchlaufen derzeit entweder einen Modellwechsel oder stehen kurz vor ihrer Markteinführung, was die Auslieferungen beeinträchtigt hat.

Das Marktumfeld bleibt weltweit anspruchsvoll, vor allem in wichtigen Märkten wie China. Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich Porsche zuversichtlich, dass die aktuelle Produktstrategie die Marke gut für die kommenden Monate aufstellt. Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Porsche, hebt hervor, dass das Unternehmen dank seiner breiten Modellpalette und einer stabilen Verkaufsstruktur in den verschiedenen Vertriebsregionen robust aufgestellt sei.

Besonders erfolgreich war einer aktuellen Mitteilung zufolge der Porsche Cayenne (Verbrenner), der mit 77.686 Auslieferungen das beliebteste Modell des Herstellers bleibt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Cayenne seine Verkäufe sogar um 21 Prozent steigern. Dieser Erfolg hängt vor allem damit zusammen, dass der Cayenne eines der ersten Modelle der neuen Produktoffensive war und schon seit rund einem Jahr auf dem Markt ist.

Macan im Übergang von Verbrenner zu Elektro

Der Porsche Macan hingegen verzeichnete im gleichen Zeitraum 55.000 Auslieferungen, was einem Rückgang von 20 Prozent entspricht. Der Grund für diesen Rückgang liegt im anstehenden Modellwechsel. Porsche plant, in den kommenden Monaten die neue vollelektrische Generation des Macan an die ersten Kunden auszuliefern, während der Verbrenner-Macan ausläuft. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass die neue Version des Macan mit ihren technischen Neuerungen und der Leistungsfähigkeit der Elektroantriebe überzeugen wird.

Der Taycan, Porsches erstes vollelektrisches Modell, hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich weniger Einheiten verkauft als noch 2023. Mit 14.042 ausgelieferten Autos sank die Zahl um 50 Prozent. Auch hier sei der Modellwechsel der Hauptfaktor, der die Produktionskapazitäten eingeschränkt habe. Porsche erwartet jedoch, dass die neuen Versionen des Taycan in den kommenden Monaten für eine Belebung der Verkaufszahlen sorgen werden.

Positive Aussichten für den Rest des Jahres

Trotz des leichten Rückgangs in den Auslieferungen blickt Porsche optimistisch auf das vierte Quartal. Mit der Markteinführung des neuen Panamera sowie der vollelektrischen Generation des Macan erwartet der Automobilhersteller eine spürbare Belebung der Verkäufe. Besonders der Macan wird von Porsche als wichtiger Bestandteil der zukünftigen Elektrostrategie gesehen. Auch die Verkaufszahlen des 911 bleiben stabil, was für Porsche weiterhin eine solide Basis darstellt.

Von Platen ist überzeugt, dass sich Porsche gut auf die Herausforderungen des Marktes vorbereitet hat: „Mit der jüngsten Modellpalette und der strategischen Ausrichtung auf Elektroautos sind wir in einer starken Position.“ In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie gut die neuen Modelle bei den Kunden ankommen und ob Porsche seine ambitionierten Ziele erreichen kann.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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