Da ist er: Neuer BMW iX3 als Begründer der Neuen Klasse

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BMW | Seriennaher Ausblick auf neuen BMW iX3

Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 4 min

BMW zeigt mit der Studie des Vision Neue Klasse X einen sehr seriennahen Ausblick auf seinen kommenden neuen Elektro-SUV iX3. Der feiert seinen offiziellen Marktstart im Herbst 2025 und läutet ein Paket aus sechs neuen Elektromodellen ein, die auf einer neuen Plattform unterwegs sind.

BMW bekommt ein neues Herz und das kommt aus der Markenmitte. Auch wenn die Bayern aktuell mit ihrer GKL-Offensive der großen und damit besonders ertragreichen Modelle in ähnlicher Richtung wie Kernwettbewerber Mercedes unterwegs sind, wird sich das in gut einem Jahr ändern. Denn im dritten Quartal des Jahres 2025 soll mit dem BMW iX3 das erste Modell der sogenannten „neuen Klasse“ auf den Markt kommen.

Die Bezeichnung der neuen Klasse klingt nicht nur unter internationalen Gesichtspunkten etwas hölzern, auch auf dem Heimatmarkt Deutschland weiß mit der Bezeichnung der neuen Klasse kaum noch jemand etwas anzufangen. Also zunächst der Exkurs in die BMW-Geschichte.

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Anfang der 1960er-Jahre wagte BMW nach bewegten Zeiten und einer Fast-Übernahme durch Mercedes den Neuanfang mit der neuen Klasse. Dabei handelte es sich wie heute eher um eine Projektbezeichnung, denn seinerzeit ging es in der neuen Mittelklasse um den BMW 1800, der zwischen 1963 und 1971 ein Leistungsspektrum von 90 bis 130 PS bot – viel Dynamik für eine sportliche Familienlimousine ihrer Zeit.

Wie in den 1960ern geht es auch bei der ab 2025 auf den Markt rollenden neuen Klasse der Zukunft um mehr als ein einzelnes Auto, sondern um eine Umstellung des gesamten Portfolios. Produktion, Entwicklung, Wertschöpfung oder Plattform – all das bedeutet die neue Klasse. „Die neue Klasse ist ausschließlich für Elektrofahrzeuge konstruiert“, macht BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber klar, und dass Verbrennermodelle mit dem neuen Fahrzeugansatz trotz anhaltender Gleichteilstrategie nur wenig zu tun haben werden.

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Den Auftakt zur neuen Klasse bildet in der zweiten Jahreshälfte 2025 der neue iX3, der mit seinem Design und Technik nennenswerte Ähnlichkeit mit der Studie des BMW i Vision Dee hat, der auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas 2023 erstmals zu bestaunen war. Nach dem elektrischen Mittelklasse-Crossover des iX3 folgen bis Ende 2027 insgesamt fünf weitere neue BMW-Modelle, die Herz und Rückgrat der Marke bilden sollen. 2026 folgt die Limousine i3, die später auch als Touring-Version Kunden finden soll. Besonders beliebt dürften jedoch ähnlich wie aktuell die SUV-Modelle sein. Produziert wird der BMW iX3 im neuen ungarischen Werk in Debrecen.

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Bei den Antrieben wird es in iX3 und i3 die nächste Generation der aktuellen Elektromotoren geben. Die Fahrzeuge sind mit Hinterrad- und Allradantrieb zu bekommen, leisten zwischen ca. 150 bis 370 kW, was der Freude am Fahren im Vergleich zu den Verbrennermodellen keinen Abbruch tun soll. Im Gegenteil, denn der kommende Dreier-BMW wird Fahrleistungen wie kein anderes Mittelklassemodell aus München vor ihm bieten. Bis 2027 dürfte auch ein BMW i3M mit über 600 PS auf den Markt kommen – obligatorisch mit Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250 km/h – erstmals für einen elektrischen BMW.

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Innen gibt es viel Recyclingmaterial, hinterleuchtete Textilelemente, viel Platz für fünf Personen und ein völlig neues Informationskonzept. Neben einem großen Zentraldisplay wird der Fahrer über Instrumente hinter dem Lenkrad und ein 3D-Head-Up-Display informiert. Technischer Höhepunkt ist jedoch das sogenannte Panoramic Vision, ein Display, das über die gesamte Breite der unteren Windschutzscheibe geht und hier alle Insassen mit den verschiedensten Inhalten bespielt.

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Die Batterietechnik wird mit der neuen Klasse auf ein zeitgemäßes 800-Volt-Bordnetz umgestellt, was die Ladegeschwindigkeit von aktuell maximal 205 kW auf über 270 kW deutlich steigen lässt. Das ermöglichen auch die erstmals verbauten runden Lithium-Ionen-Akkuzellen, die dafür sorgen, dass in zehn Minuten für weitere 300 Kilometer nachgeladen werden kann. Eine Verbesserung des cW-Wertes um rund ein Fünftel soll weitere Vorteile bei Fahrleistungen und Reichweite bringen.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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