Das sind die beliebtesten gebrauchten E-Autos unter 25.000 Euro

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Michael Neißendorfer
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Wo bleiben eigentlich die günstigen E-Autos unter 25.000 Euro, die Politik und potenzielle Käuferinnen und Käufer seit Jahren fordern? Die Antwort ist ganz einfach: Sie sind schon da – zwar nur als Gebrauchtwagen, aber mit durchaus vernachlässigbaren Laufleistungen und geringem Alter. Das zeigt eine aktuelle Analyse von AutoScout24 zu den beliebtesten gebrauchten Stromern unter 25.000 Euro im ersten Quartal 2024. Ganz oben in der Top 5 fährt der Renault Zoe vor, aber auch der BMW i3 und der Mini Cooper Electric sind mittlerweile in dieser Preisklasse zu haben.

Die Auswertung zeigt zudem, dass sich viele der Top-E-Modelle innerhalb eines Jahres um mehr als 25 Prozent verbilligt haben. Die E-Schnäppchen sind dabei vergleichsweise jung und auch ihre durchschnittliche Laufleistung ist moderat.

Der Renault Zoe ist seit jeher eines der beliebtesten Modelle unter den gebrauchten E-Autos. Auch im ersten Quartal 2024 haben sich die meisten Kund:innen bei dem Online-Automarkt für den kleinen Franzosen interessiert. Im Schnitt haben sie 16.848 Euro für einen Zoe gezahlt und bekamen damit ein 3,4 Jahre altes Fahrzeug mit einer Laufleistung von etwas mehr als 28.000 Kilometern. Beim Blick auf den Preis rangiert der beliebte Franzose im Mittelfeld unter den beliebtesten E-Autos unter 25.000 Euro. Käufer:innen, die sich den Kleinwagen im ersten Quartal zulegten, profitierten vom aktuellen Trend sinkender Preise für elektrische Fahrzeuge: Sie sparten im Vergleich zum Vorjahresquartal knapp 15 Prozent auf den Angebotspreis. Auch wenn sich das nach einem guten Deal anhört – der Zoe ist damit sogar der wertbeständigste Elektrische in der Top 5.

Ebenso wie der Zoe wird auch der Smart Fortwo seit diesem Jahr nicht mehr produziert. Seiner Beliebtheit als Gebrauchtwagen in der E-Variante tut das keinen Abbruch: Im aktuellen Ranking nimmt der Smart Fortwo Electric Drive den zweiten Platz ein. Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 bieten Händler den Zweisitzer im ersten Quartal dieses Jahres um 25 Prozent günstiger an – und machen den Smart somit zum Top-Schnäppchen unter den E-Autos: Mit einem Durchschnittspreis von 13.919 Euro ist er eindeutig das günstigste Modell unter den fünf Beliebtesten. Dabei überzeugen die Smarts auf AutoScout24 mit einer sehr geringen Laufleistung: Im Schnitt haben sie 17.311 Kilometer auf der Uhr, ebenfalls ein Bestwert im Ranking, und sind lediglich rund drei Jahre alt.

Deutlich teurer als die Erstplatzierten ist der ebenfalls nicht mehr produzierte BMW i3, der dennoch auf einem guten dritten Rang im Beliebtheitsranking vorfährt. Wer die 22.598 Euro ausgibt, die das Fahrzeug im analysierten Zeitraum durchschnittlich gekostet hat, den tröstet vielleicht ein Vergleich mit den Preisen aus dem Vorjahr: 30.526 Euro kostete der Bayer durchschnittlich noch im ersten Quartal 2023 – das sind fast 8000 Euro mehr, als Händler aktuell veranschlagen. Die Laufleistung mit der Kund:innen bei diesem Preis rechnen sollten, beträgt im Schnitt 26.900 Kilometer, die Erstzulassung sollte nicht deutlich länger her sein als drei Jahre.

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AutoScout24

Der Mini Cooper Electric, ebenfalls aus dem Hause BMW, auf Platz Vier ist mit einem Durchschnittspreis von 22.836 Euro zwar knapp der teuerste unter den günstigen E-Autos. Doch dafür sind die angebotenen Fahrzeuge auf AutoScout24 mit 2,5 Jahren auch die jüngsten. Zudem rechtfertige eine durchschnittliche Laufleistung von weniger als 22.000 Kilometern den gehobenen Preis. Im Übrigen hat sich auch der E-Mini im Vergleichszeitraum um 26 Prozent vergünstigt: Vor einem Jahr kostete der bayerisch-englische Flitzer im Durchschnitt noch über 31.000 Euro.

Auch der e-Golf von Volkswagen auf Rang 5 hat sich ähnlich stark verbilligt: Ein Durchschnittspreis von 17.671 Euro im ersten Quartal 2024 bedeutet einen Preisnachlass um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die angebotenen e-Golfs haben seit ihrer Erstzulassung, die im Durchschnitt vor vier Jahren stattfand, rund 34.000 Kilometer zurückgelegt. Das ist mehr als die Konkurrenzmodelle auf dem Tacho haben, aber immer noch wenig für ein Fahrzeug dieser Klasse.

Quelle: Autoscout – Pressemitteilung vom 23.04.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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