Wie Stellantis Innovationen für die Mobilität vorantreiben will

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Stellantis / DS

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Autokonzern Stellantis arbeitet mit Forschern, Wissenschaftlern und Ingenieuren auf der ganzen Welt in einem der größten Netzwerke für kooperative Innovation zusammen, um die Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien zu beschleunigen. Diese sollen das 14 Automarken umfassende Unternehmen dabei unterstützen, die Ziele des strategischen Plans „Dare Forward 2030” zu erreichen, einschließlich des Netto-Null-CO2-Emissionsziels bis 2038.

Stellantis arbeitet laut eigener Aussage seit mehr als drei Jahrzehnten mit öffentlichen Einrichtungen, anderen Forschungs- und Entwicklungszentren, Akademien und verschiedenen Interessengruppen zusammen. Das Unternehmen will diese Expertise nutzen, um eines der größten und umfassendsten Ökosysteme der Welt für die Zusammenarbeit aufzubauen, das heute 164 laufende Projekte und mehr als 1000 verschiedene Partner weltweit umfasst.

Bei diesen Projekten können private und öffentliche Mittel kombiniert werden, wobei das Fachwissen der großen technologischen Community und hochrangiger Institutionen mit ihren qualifizierten Talenten zusammengeführt wird, um Lösungen für die größten Herausforderungen der globalen Mobilität zu finden. Gemeinsam wollen Stellantis und diese Kooperationen den gemeinsamen Fahrplan für eine moderne, freie Mobilität erstellen.

Um den Herausforderungen der Mobilität von morgen begegnen zu können, sind Innovation erforderlich. Unser offener Ansatz, der auf einem globalen kollaborativen Ökosystem basiert und die anspruchsvollsten technologischen Themen abdeckt, ermöglicht es uns, das Wissen voranzutreiben und uns auf vor-wettbewerbliche Forschung zu konzentrieren, die sich letztendlich positiv auf die Welt der Mobilität auswirken kann“, sagt Ned Curic, Chief Technology Officer von Stellantis. „Wir sind stärker und kreativer, wenn wir zusammenarbeiten, vor allem, wenn wir uns mit einigen der besten Partner und Forscher der Welt zusammenschließen“.

Dieser Pioniergeist sei der Schlüssel für den Wandel von Stellantis zu einem anerkannten Technologieunternehmen und soll, so Curic, dabei helfen, „bahnbrechende Antworten auf technologische Herausforderungen zu finden – Antworten, die unseren Kunden, unserem Unternehmen und unserer Gesellschaft helfen.“

Stellantis-Teams aus Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal und Spanien arbeiten zusammen mit anderen Akteuren an gemeinsamen und harmonisierten Zielen. Jedes gemeinschaftliche, kofinanzierte Projekt kann bis zu vier Jahre dauern. Darüber hinaus sind andere Stellantis-Teams in Brasilien, China, Indien und den Vereinigten Staaten proaktiv an der vor-wettbewerblichen Forschung mit Interessengruppen aus der Industrie beteiligt und tragen mit Sachleistungen zur Lösung technischer Probleme bei. Die Liste der globalen Kooperationsprojekte ist auf die strategischen technologischen Bereiche von Stellantis abgestimmt:

  • Autonomes Fahren und Konnektivität
  • Karosserie, Fahrwerk und Innenraum
  • Elektrifizierungstechnologien und fortschrittliche Antriebe
  • Fertigung
  • Werkstoffe

Beispiele für aktuelle Kooperationsprojekte:

Hi-Drive (Autonomes Fahren und Konnektivität): Hi-Drive ist ein führendes europäisches Projekt zum automatisierten Fahren, an dem mehrere Automobilhersteller, Technologieanbieter, Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt sind. Es erforscht und testet Lösungen für Fahrzeugkonnektivität, hochpräzise Fahrzeugpositionierung, Cybersicherheit und maschinelles Lernen, um ein breites Spektrum von Verkehrsumgebungen abzudecken.

Forschung zum thermischen Komfort (Karosserie, Fahrwerk und Innenraum): Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuer Systeme und Strategien für das Wärmemanagement im Fahrzeuginneren bei gleichzeitiger Minimierung des Energieverbrauchs – ein Schlüsselfaktor für die Vergrößerung der Reichweite von Elektroautos.

CEVOLVER (Elektrifizierungstechnologien und fortschrittliche Antriebe): Das Projekt CEVOLVER (Connected Electric Vehicle Optimized for Life, Value, Efficiency and Range) verfolgt einen Nutzer-zentrierten Ansatz zur Optimierung der Entwicklung und des Betriebs von Elektroautos und verwendet moderne Technologien, Komponenten und Systeme. Das Projekt nutzt die Möglichkeiten der Konnektivität mit den Berechnungsmöglichkeiten von Big Data.

ODIN (Fertigung): Um das Vertrauen der Produktionsunternehmen in der Europäischen Union in den Einsatz fortschrittlicher Robotertechnik zu stärken, bringt ODIN neue Technologien aus der Forschung ein. Damit soll gezeigt werden, dass neuartige robotergestützte Produktionssysteme technisch machbar, effizient und nachhaltig sind und sofort in der Produktion eingesetzt werden können.

Forest-Comp (Werkstoffe): In diesem Forschungsprojekt wird die Verwendung erneuerbarer und nicht erneuerbarer Waldressourcen für die Massenproduktion von Bioverbundwerkstoffen untersucht, die für die Innenverkleidung oder die Schalldämmung von Fahrzeugen verwendet werden könnten.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 26.09.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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