VW preist neuen ID.7 Kombi ab 54.795 Euro ein

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Volkswagen

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 4 min

Volkswagen hat anlässlich des Bestellstarts des ID.7 Tourer weitere Details und die Preise seines ersten vollelektrischen Kombis mitgeteilt: Demnach kann die Kombiversion des „Elektro-Passat“ zu Preisen ab 54.795 Euro konfiguriert werden. Schnellentschlossene Einzelkunden profitieren wie auch bei der Limousine noch bis Ende März von einer Aktionsprämie in Höhe von 4760 Euro, was den Preis für die Basisversion auf 50.035 Euro drückt.

Zum Start ist zunächst die Variante ID.7 Tourer Pro mit 77-kWh-Batterie, 210 kW (286 PS) Leistung und bis zu 607 km Reichweite erhältlich, den Normverbrauch gibt VW mit 14,5 kWh an. An DC-Schnellladesäulen nimmt der bis zu 180 km/h schnelle ID.7 Tourer Pro mit bis zu 175 kW neue Energie auf. Mit dieser Leistung ist die Batterie in ca. 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen. An einer 11-kW-Wallbox dauert der Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent der Akkukapazität gut acht Stunden.

Der gut 2,2 Tonnen schwere ID.7 Tourer bietet Platz für fünf Personen mit bis zu 605 Litern Gepäck, der Wendekreis liegt bei 10,9 Metern. Bei umgelegter Rückbank schluckt der E-Kombi bis zu 1714 Liter, damit gehört er zu den geräumigsten Elektroautos auf dem Markt. Da der große Radstand von gut drei Metern nahezu vollständig dem Innenraum zugute kommt, biete der insgesamt fast exakt fünf Meter lange ID.7 Tourer zudem überdurchschnittlich viel Beinfreiheit im Fond, so VW.

VW-Elektro-Kombi-ID7-Tourer
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Zum Grundpreis von 54.795 Euro sind unter anderem eine 2-Zonen-Klimaautomatik mit intelligenten Luftausströmern, das Infotainmentsystem mit Touchscreen im Tablet-Format (Diagonale: 38 cm, 15 Zoll) inklusive „App-Connect“ Wireless für Apple CarPlay und Android Auto, ein Augmented-Reality-Head-up-Display, der Sprachassistent IDA, die Telefonschnittstelle, vier USB-C-Schnittstellen, eine Ambientebeleuchtung (zehn Farben), die Diebstahlwarnanlage, Sitzheizung vorn, ein Gepäckraumtrennnetz, LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine Umfeldbeleuchtung inklusive Logoprojektion via Außenspiegelgehäuse und illuminierten Türgriffmulden, das schlüssellose Schließ- und Startsystem „Keyless Access“, der Regensensor, eine schwarze Dachreling (75 kg Dachlast) und 19-Zoll-Leichtmetallräder an Bord.

Alle Versionen des ID.7 Tourer sind zudem mit Assistenzsystemen ausgestattet wie der automatischen Distanzregelung ACC inklusive „Lane Assist“ (Spurhalteassistent), „Side Assist“ (Spurwechselassistent), dem Warnsystem Car2X, einer Verkehrszeichenerkennung, einer Rückfahrkamera („Rear View“) sowie „Light Assist“ (Fernlichtassistent ).

VW-Elektro-Kombi-ID7-Tourer
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Gegen Aufpreis von jeweils 990 Euro sind eine Anhängevorrichtung (750 kg ungebremst) und eine Wärmepumpe verfügbar. Der ID.7 Tourer kann über optionale Ausstattungspakete weiter individualisiert werden. Beispiel Komfortpaket: Hier sind für 1800 Euro Features wie eine 3-Zonen-Klimaautomatik („Air Care Climatronic“), die Navigation, eine induktive Ladeschnittstelle für das Smartphone und die Frontscheibenheizung zusammengefasst. Das Assistenzpaket für 1455 Euro indes beinhaltet zusätzlich den „Connected Travel Assist“ (assistiertes Fahren) und innovative Systeme für das assistierte Parken.

Im Interieur-Paket „Plus“ für 4475 Euro sind unter anderem eine 30-farbige Ambientebeleuchtung, elektrisch einstellbare Komfortsitze vorn (mit Massageprogrammen und aktiver Klimatisierung), Sitzmittelbahnen im Mikrovlies „ArtVelours Eco“ vorn und auf den Außensitzen im Fond sowie ein Soundsystem von Harman Kardon mit 700 Watt Gesamtleistung enthalten.

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Das Exterieurpaket „Plus“ inkl. „Smart Glas“ kostet 5025 Euro und bietet unter anderem ein großes Panoramadach. Die Glasschichten dieses „Smart Glas“ können elektronisch blickdicht oder klar geschaltet werden. Darüber hinaus gehören zu diesem Paket unter anderem die adaptive Fahrwerksregelung DCC, die „IQ-LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“, der Fernlichtassistent „Dynamic Light Assist“ und LED-Rückleuchten mit dynamischen Blinkleuchten. Optional beleuchtete VW-Embleme an Front und Heck runden den Auftritt des ID.7 Tourers ab.

Gänzlich neu an Bord ist zudem die Wellness In-Car App. Mit ihr können über drei vorkonfigurierte Programme („Fresh up“, „Calm Down“ und „Power Break“) verschiedene Fahrzeugfunktionen synchronisiert angepasst werden, um das Wohlbefinden an Bord zu steigern, wie VW schreibt. Die App nutzt dabei je nach Fahrzeugausstattung die Ambientebeleuchtung, den Sound, die Klimatisierung, die Schaltung des „Smart Glas“, die Sitzheizung, die automatische Sitzklimatisierung sowie die Sitzmassage.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 07.03.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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MMM:

Aktuell sind es ja 0,5% – das bedeutet, dass ein 69k-ID.7 (den man nicht ordern MUSS) monatlich nicht mehr kostet als ein Passat für 34,5k – und den gibt es gar nicht: hier zählt immer der Listenpreis.
Die Anhebung der 0,25%-Grenze war auch keine Idee der SPD und der Grünen, die wollten die Verbrenner auf 1,2% bringen.

Die FDP lehnte (soweit ich weiß) alles ab. Wird also kaum so kommen, muss es für die Wirtschaftlichkeit des ID.7 aber auch nicht. Der ist durch niedrigere Monatsraten für den Nutzer, und durch geringere Wartungs- und Verbrauchskosten für den Flottenbetreiber schon günstiger als ein Passat.
Eine Unbekannte ist sicher der Restwert – aber das kennt man bei BEV inzwischen.

Also: ich bin nicht sicher, dass VW mit „0,25%“ geplant hatte, aber wenn man Entwicklungszeiträume beim Auto mal zugrunde legt, sind die Planungen zum ID.7 bestimmt älter als die meisten steuerlichen Regelungen zum BEV. Das ist ja, was immer wieder angemahnt wird: man braucht verlässliche Rahmenbedingungen, damit man die passenden Autos auf den Markt bringen kann.

Tobias:

Tesla ist nicht die Konkurrenz. Das sollte auch VW mal langsam verstehen und sich beim Thema Innenraum nicht zu sehr daran (nach unten) orientieren. Die Konkurrenz heißt VW Passat. Und der hat ordentliche Tasten, ein ordentliches Fahrerdisplay und ist deutlich günstiger. Nicht in der Liste, aber „in echt“. 10k für Private, 15k für Großkunden. Ohne Scheuklappen wird eine wirtschaftliche Entscheidung für den ID.7 da echt schwierig.

ThoSt:

Volle Hütte für 69k. Ich denke VW geht davon aus, das der Bruttolistenpreis für die 0,25%-Besteuerung auf 70k angehoben wird ;)

egon_meier:

Döner is billiger .. richtig.

Die ID.7 sind – nach allgemeiner Einschätzung der Tester – sehr gut ausgestattet.
Hat eigentlich Tesla irgendwo ein HUD zu bieten? So in der Grundausstattung .. und überhaupt?

Klar .. brauch man nicht. Hauptsache ein Fahrwerk, das den Orthopäden Arbeit verschafft und den unverzichtbaren Furzmodus.

Yoyo:

Lachhaft der Preis. Sind dabei überhaupt Fussmatten dabei?

MMM:

Ich würde sagen, verglichen mit vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen ist das Auto gut eingepreist. BEV sind ja meistens teurer als ihre Verbrenner-Geschwister.
Was ich nicht verstehe, sind diese Pakete. Klar, der Sinn von Paketen ist, den Konfigurationsaufwand klein zu halten und die Produktionsplanung durch Variantenreduzierung zu vereinfachen.
Aber was sollen diese Zusammenstellungen?
Warum muss man für einen anständigen Sitz eine Soundanlage mit 700 Watt ordern?
Zu empfehlenswertem Matrix-LED kommt ein überflüssiges Glasdach?
Ich hoffe, ein paar wesentliche Ausstattungen gibt’s auch ohne solche Pakete. Sonst sehe ich da schwarz.
10.000 Euro Aufpreis für Sitze und Matrix-LED, da wäre ich raus.

egon_meier:

Boa .. das ist ja mal eine Ansage .. der Kombi preiswerter als die Limousine? Da steht bestimmt demnächst eine Korrektur der Listenpreise an.
Der ID.7 ist bislang schon konkurrenzlos und setzt sich im Preis weiter vom Wettbewerb ab.

Da sage einer, VW könne keinen Preiskampf.

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