Vergleichstest: Renault Scenic E-Tech gegen Hyundai Ioniq 5

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Renault

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die britische Fachzeitung Auto Express hat in ihrer Ausgabe 1836 den neuen Renault Scenic E-Tech gegen den Hyundai Ioniq 5 antreten lassen. Das Ergebnis des Duells der beiden E-SUV im „Real-world Road Test“ mag so manchen überraschen.

Ins „Rennen“ geschickt wurden der Renault Scenic Iconic Long Range mit 87 kWh großem Akku sowie der Hyundai Ioniq 5 Premium Long Range mit 77 kWh großer Batterie, beide Elektroautos in der Ausführung für den britischen Markt. Mit 4,64 Metern ist der Hyundai ein ganzes Stück länger als der Renault mit seinen 4,47 Metern. Außerdem kann der Ioniq 5 dank 800-Volt-Technologie an Bord mit bis zu 240 kW laden, während sich der Herausforderer mit 150 kW begnügen muss.

Dennoch setzt sich in diesem Vergleichstest der Renault Scenic am Ende mit 4,5 zu 4 von 5 Sternen durch, womit beide aus Sicht der Redaktion aber zur Spitzengruppe in dieser Fahrzeugklasse zählen. Der Hyundai erwies sich zwar minimal sparsamer als der Renault, allerdings sei die Reichweite wegen des kleineren Akkus trotzdem geringer.

Am Scenic lobt die Redaktion zudem das Design und den effizienten Antrieb, auch das Infotainment wusste demnach in Sachen Geschwindigkeit zu überzeugen. Schwächen macht die Redaktion mit einem etwas zu straffen Fahrverhalten und der schlechten Sicht nach hinten aus. Außerdem fahre sich der Scenic gefühlt etwas zu ungezügelt, in der zweiten Sitzreihe sei zudem die Beinfreiheit eher bescheiden.

Hyundai-Ioniq-5-Test
Hyundai

Ein komfortables Fahrverhalten attestieren die Tester dem Hyundai, der zudem auf den Sitzplätzen ein ordentliches Raumangebot vorweise, wie erwähnt schnell lade sowie durch verschiebbare Rücksitze recht flexibel ist. Der Kofferraum falle jedoch recht klein aus, eine Wärmepumpe gebe es nur optional. Bemängelt wurden zudem viele Pieptöne und eine gewisse Unhandlichkeit auf engen Straßen.

Ein entscheidendes Kriterium für den Renault ist am Ende im direkten Vergleich aber der Umstand der geringeren Gesamtkosten. Über drei Jahre betrachtet ist Berechnungen der Redaktion zufolge der Hyundai insgesamt gut 1300 Pfund teurer (1540 Euro).

Quelle: Auto Express (Ausgabe 1836, S. 34 bis 47) – „Change of Tune“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Spiritogre:

Siehst du doch in der ersten Grafik. Hatchback = Fließheck, während Kombis ein Steilheck haben.

Gastschreiber:

Ähm, das mit der Batterie ist ja noch ein Grund. Das mit dem N-Modell scheint Deine persönliche Fehde mit dem Hersteller zu sein. Die Autos sind überhaupt nicht vergleichbar, das Auto ist alleine 40cm länger und 20cm breiter, ganz andere Kategorie, von den restlichen Specs ganz zu schweigen.
Ich bin den Ionic und den Renault gefahren, blöde, dass Renault es nicht schafft ein klapper- und knisterfreies Auto herzustellen. Das schafft bspw. Hyundai.
Also wie so oft finden sich wohl in beiden Lagern Beispiele, wie es gut und nicht so gut läuft.
Der Große Akku ist klasse im Renault, die 800V sind der Hammer im Ionic, da solche Autos hoffentlich eher auf der Langstrecke unterwegs sind, könnte das zum Showstopper für den Renault werden, wenn die Ladekurve nicht passabel ist.

Simon:

I30N und Ioniq5 N sind zwei grundverschiedene Autos.
Beim Ioniq5 gab es wegen der 12v Batterie eine Rückrufaktion. Damit scheint das Problem gelöst zu sein.
18 min 20-80% laden ist immer noch super beim Ioniq5

Tandeky:

Schräghäck aka Kombilimousine aka Hatchback aka Station Wagon.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fahrzeugheck

Spiritogre:

Dann schaue mal lieber noch mal ins Wörterbuch, was Hatchback bedeutet, nämlich übersetzt Fließheck. Hatchback und Station Wagon sind komplett unterschiedliche Autos.

Tandeky:

Nein Hatchback ist Kombi. Kombi in den USA heisst Station Wagon. Nur ist dieser Begriff bei deutschen Herstellern verpönt.

Man umschreibt halt hässliche Hochdachkombis als Avant, Tourist, Variant.

Station Wagon und Kombis sind halt im Ausland nicht gefragt. In Asien und und den USA sind halt Limousinen oder Sedan gefragte Klassen.

Spiritogre:

Nein Hatchbacks sind so Fahrzeuge wie der Golf in den USA. Die heißen schon Station Wagon oder Estate oder schlicht bei Audi halt Avant. Bei VW Variant bei BMW Touring usw. die Amis nutzen im Zweifel dann auch die Hersteller Begriffe.

Tandeky:

Hat Hatchback , den Begriff von Audi für Kombis? In den Usa kann mit dem Begriff keiner was anfangen.

Da heißen die schnöde Station Wagon

PhiGo:

Crossover würde ich für den Ioniq 5 bevorzugen, ohne den Zusatz SUV.
Passt ja, da es eine Mischung aus Hatchback und Kombi mit Überbreite ist.
Nur klassische SUV-Merkmale vermag ich da nicht zu erkennen.

Der Begriff SUV ist für mich und viele andere negativ behaftet.
SUV= Groß, schwer, hoher Verbrauch usw.

Um das abzuschwächen kommen die dann mit Mini-SUV, Crossover-SUV und all den anderen „Bin gar nicht so ein-SUV“ Marketingergüssen daher.

Sie wollen diese Fahrzeugtypenbezeichnung anscheinend um jeden Preis etablieren, ist ja auch so schön international.

Tandeky:

Was wollen Sie denn sonst nennen? Hässlicher Hochdachkombi aka Stationwagon?

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