258 Schnellladepunkte: Shell eröffnet riesigen Ladepark

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

In der Nähe des Flughafens von Shenzhen, der chinesischen Metropole mit knapp 13 Millionen Einwohnern, hat der Energiekonzern Shell seinen bislang weltweit größten Ladepark eröffnet. Betrieben wird die Anlage mit 258 Schnellladepunkten von einem Joint Venture von Shell mit dem chinesischen Autobauer BYD (Build Your Dreams), berichtet das Portal CNEVpost.

Mehr als 3300 Ladevorgänge täglich könnten dort theoretisch stattfinden. Die Station verfüge über Solarpaneele auf dem Dach, diese erzeugten jährlich 300.000 kWh Strom, der vollständig zum Aufladen der Elektroautos der Kunden verwendet werde. Bei angenommenen 40 kWh durchschnittlich abgegebener Energie pro Ladevorgang wäre das im Mittel genug Strom für etwa 20 Ladevorgänge am Tag.

Große Investitionen in Ladeinfrastruktur

Wie es im Artikel heißt, sei China für das Geschäft von Shell mit Ladestrom weltweit einer der wichtigsten Märkte. Die Ladestationen in China seien zwei bis dreimal so gut ausgelastet wie im Durchschnitt. In der modern ausgerichteten Stadt Shenzhen wird derzeit vielerorts intensiv in die Ladeinfrastruktur investiert. Im Jahr 2025 soll es mindestens 300 Ladepunkte für Elektroautos geben, 2030 sollen es dann schon mehr als 1000 Ladepunkte in städtischer Hand sein.

BYD, das in Shenzhen seinen Hauptsitz hat, und Shell kooperieren seit März 2022. Es wird erwartet, dass das gemeinsame Joint Venture mittelfristig 10.000 Ladepunkte im gesamten Stadtgebiet betreiben könnte. Zusammen mit dem geplanten städtischen Ladepunkten könnte dies bedeuten, dass 2030 ein öffentlicher Ladepunkt pro 1200 Einwohner existieren könnte. In ganz Deutschland liegt dieser Wert aktuell bereits bei einem Ladepunkt pro 950 Einwohner, allerdings bei einem deutlich höherem Anteil an langsamen AC-Ladepunkten.

Shell kooperiert auch mit Nio

Shell kooperiert beim Ausbau des Geschäfts rund um die Energieversorgung von Elektroautos auch mit einem weiteren chinesischen Autohersteller. Gemeinsam mit Nio entstehen zum einen in China Akku-Wechselstationen, doch auch in Europa ist Shell zum Teil an den Stationen beteiligt. So eröffnete im Mai in den Niederlanden eine erste gemeinsame Akku-Wechselstation von Nio und Shell, schreibt CNEVpost.

Besonders große Ladeparks in Deutschland befinden sich in Hilden (96 Ladepunkte) und Zusmarshausen (76 Ladepunkte, Vergrößerung für 2.000 Ladevorgänge pro Tag geplant).

Quelle: CNEVpost – „Shell opens its largest-ever charging station in Shenzhen, able to serve over 3,300 EVs per day“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Sebastian Henßler:

Das wird der Grund sein. Aber keine Sorge, es gibt genügend Leser:innen, die es in der Tat interessiert.

A.Schmidt:

Was soll denn nun wieder diese Überschrift, die ganz bewusst das Wesentliche vorenthält. Wen interessiert, was Shell in China macht? OK, einige wenige vielleicht. Und die würden auch dann den Artikel öffnen, wenn dort schon was von „in China…“ stehen würde. Für alle anderen ist es der berühmte Sack Reis und diese Leute sind quasi mit einem Taschenspielertrick in den Artikel gelockt worden, der sie im Grunde einen Sch… interessiert. Aber Hauptsache, man kann den Leuten die Werbung um die Ohren hauen.

Daniel W.:

Die Station verfüge über Solarpaneele auf dem Dach, diese erzeugten jährlich 300.000 kWh Strom, der vollständig zum Aufladen der Elektroautos der Kunden verwendet werde. Bei angenommenen 40 kWh durchschnittlich abgegebener Energie pro Ladevorgang wäre das im Mittel genug Strom für etwa 20 Ladevorgänge am Tag.

Kleine Berechnungen:

300.000 kWh Strom im Jahr wären rund 300 kWp als PV-Anlage und bei 6m²/kWp rund 1.800m² PV-Fläche, die bei einer Breite von 6m als PV-Dach rund 300m lang wäre.

Wenn man die PV-Fläche an der Autobahn bauen würde, dann wären es pro Kilometer 1.000.000 kWh pro Jahr und rund 67 Ladevorgänge mit je 40 kWh pro Tag.

25% der Autobahnen mit so einer PV-Anlage wären rund 220.000 Ladevorgänge mit je 40 kWh pro Tag mit Sonnenstrom, dazu noch Windräder an den Autobahnen und es gäbe Tag und Nacht zusätzlich reichlich günstigen Ökostrom für das Klima und den Geldbeutel der Betreiber.

Daniel Krenzer:

Hallo Marc,

da hast du absolut recht, das ist die geplante nächste Ausbaustufe von Hilden, hatte nur eine Quelle, wo dieser als Ladepark Düsseldorf benannt war. Ändere ich später im Text noch ab, danke!

Lg Daniel

Marc:

Düsseldorf mit 112 Plätzen zusätzlich zu Hilden mit 96 Ladepunkten wäre mir neu. In Düsseldorf kenne ich nur die Tiefgarage der IHK mit 84 Wallboxen und das Parkhaus Schwanenhöfe mit 70 Wallboxen. Ladepark ohne HPC ist dafür aber ein großes Wort….

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