Renault »Mobilize«: Das elektrische Drumherum um die E-Mobilität

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Wolfgang Plank
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E-Autos sind der rollende Beweis, dass auf den Straßen ein Umdenken einsetzt – doch E-Mobilität ist mehr. Es geht um technischen Beistand, komfortables Laden – und natürlich auch um die Frage, was später einmal aus der Batterie werden soll?

Renault bündelt all dieses Aktivitäten nun in seiner Konzern-Marke „Mobilize“. „Mit dem stetigen Zuwachs von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen ist der Mobilitätsmarkt immer enger mit dem Energiemarkt verknüpft“, sagt Unternehmens-Chefin Clotilde Delbos. Dafür wolle das Unternehmen konkrete Lösungen anbieten und zum Null-Emissionen-Ziel der Renault-Gruppe beitragen.

Unter anderem soll ein neues Batterie-Zertifikat für mehr Transparenz beim Verkauf gebrauchter E-Autos sorgen. Es ist bereits für Privatkunden und Flottenbetreiber verfügbar und künftig über My Dacia auch für Dacia Spring-Kunden zur Wahl stehen. Die Daten werden direkt aus dem Batterie-Management-System der Fahrzeuge ausgelesen und ergeben detaillierte Informationen über das Verhältnis zwischen der ursprünglichen und der aktuellen Kapazität des Akkus. Dieser Prozentsatz soll die Restwert-Kalkulation erleichtern und damit den Wiederverkauf.

Darüber hinaus gibt es einen „Mobilize Charge Pass“, der den nutzerfreundlichen Zugang zu 260.000 Ladepunkten in 25 europäischen Ländern ermöglichen soll – inklusive Tarifvergleich und Routenführung per App. Auch die Bezahlung kann dann über diese Karte erfolgen. Ebenfalls im Angebot ist „Mobilize Smart Charge“. Damit können Kunden die Stromrechnung für ihr E-Fahrzeug optimieren – vorerst allerdings nur in Frankreich und den Niederlanden.

Mobilize führt zudem das Projekt „Advanced Battery Storage“ fort und erweitert den nach eigenen Angaben derzeit größten stationären Energiespeicher aus E-Auto-Batterien langfristig auf eine Kapazität von 70 MWh. Neben den aktuellen Standorten im nordfranzösischen Douai und im ehemaligen nordrhein-westfälischen Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen installiert Mobilize einen Speicher mit 15 MWh-Kapazität auf dem Gelände des Renault-Werks in Flins. Dort werden 480 neue Batterien des Kleinewagen Zoe nach und nach durch gebrauchte ersetzt.

Mit diesem „zweiten Leben“ nach dem Einsatz im E-Auto verlängert sich die Nutzungsdauer um bis zu zehn Jahre. Der CO2-Fußabdruck der Batterien wird dadurch um bis zu einem Fünftel verringert. Das Ganze sieht man bei Renault offenbar auch als gesellschaftliche Aufgabe. Denn ob und wann all diese Aktivitäten Geld abwerfen, ist so klar noch nicht. Clotilde Delbo indes sieht sich in dieser Frage keineswegs unter Druck. „Wir müssen da in den nächsten Jahren nicht profitabel sein“, sagte sie am Rande der IAA Mobility in München. Viel wichtiger sei es, die Zukunft zu gestalten.

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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