Porsche: Verbrenner-Leasing mit CO2-Ausgleich

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Porsche

Wolfgang Plank
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  —  Lesedauer 2 min

Wer einen Porsche leasen will, kann das jetzt mit besserem Gewissen tun. Wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, kompensiert der Sportwagenbauer in Deutschland bei jedem Neuwagen-Leasing über Porsche Financial Services den Kohlendioxid-Ausstoß der Verbrenner. Das Neuwagen-Leasing mit integrierter CO2-Kompensation gilt zunächst für alle Verträge, die in Deutschland bis zum 31. Dezember 2022 aktiviert werden.

Der Ausgleich geschieht laut Porsche durch den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus langfristigen Klimaschutzprojekten. Die Höhe der Kompensation werde individuell auf Basis der vereinbarten Vertragslaufzeit und Laufleistung sowie des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs des Fahrzeugs gemäß WLTP berechnet. Dies geschehe automatisch und ohne Mehrkosten. „Wir freuen uns, mit diesem Angebot auch als Finanzdienstleister einen Beitrag in der Transformationsphase zur Elektromobilität leisten zu können“, sagt Holger Peters, Chef von Porsche Financial Services. Werde das Angebot im Heimatmarkt gut angenommen, sei eine Ausweitung auf andere Märkte denkbar.

Für das Projekt hätten drei Tochtergesellschaften eng zusammengearbeitet, heißt es in der Mitteilung. Porsche Deutschland und Porsche Financial Services tragen demnach die Kosten der Kompensation, Porsche Digital hat das Programm „Porsche Impact“ entwickelt, über das Kunden ihre CO2-Emissionen auch selbstständig ermitteln und ausgleichen können. Sie geben ihren Durchschnittsverbrauch sowie ihre Laufleistung ein und erhalten ihren individuellen Kompensationsbetrag, der zertifizierte Klimaschutzprojekte finanziell unterstützt.

Sämtliche Kompensationszahlungen werden nach Unternehmensangaben in das Klimaschutzprojekt „Kariba Waldschutz“ in Simbabwe investiert. Das Projekt sei mit zwei international anerkannten Qualitätsstandards zertifiziert – dem von der Naturschutzorganisation WWF mitentwickelte „Gold Standard“ und dem „Verified Carbon Standard“ der Non-Profit Organisation Verra. Beide Projekte würden regelmäßig von unabhängigen Dritten überprüft, heißt es.

Porsche verfolgt im Rahmen seiner Strategie 2030 eine konsequente Ausrichtung zu mehr Nachhaltigkeit. „Wir stehen klar zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und verringern unsere Emissionen kontinuierlich“, sagt Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke. „Unsere Standorte in Stuttgart, Weissach und Leipzig arbeiten bereits bilanziell CO2-neutral. Für 2030 strebt Porsche über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg die bilanzielle CO2-Neutralität an.“ Nicht vermeid- oder reduzierbare Emissionen würden nachweisbar durch zertifizierte Programme kompensiert.

Quelle Porsche – Pressemitteilung vom 13. Dezember 2021

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Birgit Steffens:

An die immerwährenden Streithälse: Macht doch bitte eine WhatsApp-Gruppe auf und „unterhaltet“ Euch dort sozusagen unter 12, 16, 18.. Augen.
Das wäre für das Forum hier sehr hilfreich und würde es wieder lesenswert machen.
Danke vielmals.

brainDotExe:

Was auch immer genau mit dem Vorsprung gemeint ist, kann natürlich auch niemand genau beziffern, nur daß er angeblich da ist.

Also ich betrachte mal die wichtigsten Teildisziplinen:

  • Aerodynamik -> Mercedes ist besser, würde sagen 1-3 Jahre Vorsprung
  • Elektromotor -> BMW ist besser, würde sagen 1-3 Jahre Vorsprung
  • Austattung -> so ziemlich jeder ist >= 10 Jahre voraus
  • Assistenzsysteme -> Mercedes/BMW ist besser, keine Ahnung wie viel in Jahren
  • Autonomes Fahren -> Mercedes hat offiziell Level 3 zugelassen bekommen
  • Akku -> Andere haben schon 800V Systeme, 2-3 Jahre Rückstand für Tesla
  • Zellen -> Zweischneidiges Schwert, zum einen hat Tesla eine eigene Zellentwicklung laufen zum anderen setzen sie noch auf Rundzellen

In welchen Bereichen sollte denn Tesla deiner Meinung nach einen Vorsprung von mehr als einem Jahr haben?
Kann ja gut sein, dass ich welche ausgelassen habe, aber das hier wären die welche für mich mindestens einigermaßen relevant wären.

welches Ladenetzwerk in Deutschland ist denn unkomplizierter oder benutzerfreundlicher als das Tesla Supercharger Netzwerk?

Da haben wir schon wieder das beste Beispiel von der rosaroten Brille. Wen interessiert denn ob das Ladenetzwerk unkomplizierter ist?
Viel mehr ist relevant wie viele Standorte es gibt. Da gibt es eines das schon länger das Supercharger Netz überholt hat: EnBW.

Nicht nur einstecken und laden – sondern das funktioniert schon seit fast 10 Jahren so

bei Porsche / Audi BMW etc seit wann genau?

Wen interessiert der Stand von vor 10 Jahren? Einzig relevant als Nutzer ist der Stand heute und da bietet z.B. EnBW inzwischen Autocharge für fast jedes Fahrzeug.

David:

Stimmt. Das wäre viel. Nur bist du es ja und du hast entweder keine Ahnung oder lügst. Nachgeschaut hat Tesla in den USA nicht 80% Marktanteil, sondern keine 2%. Das ist gewissermaßen ein winziger Unterschied.

David:

Porsche ist das Role Model für die Luxusklasse. Das kann Ferrari und Maserati interessieren. Tesla ist Mittelklasse für Rentner.

brainDotExe:

Ich habe auch kein Problem damit, dass jeder andere Anforderungen an sein Fahrzeug hat und dementsprechend kauft.

Aber ich kann es absolut nicht leiden wenn dann Tesla über alles gelobt wird und so FUD kommt wie

  • Tesla ist allen anderen 2-10 Jahre voraus
  • Andere (deutsche) Hersteller werden alle pleite gehen
  • Alle außer Tesla sind Umweltsünder
  • Beim E-Auto kommt es nur auf Effizienz an
  • Supercharger Netz ist das einzig brauchbare in Deutschland
  • Elon Musk macht eh alles besser als andere
  • Alle Entscheidungen von Tesla sind immer richtig

Ich meine so kindische Diskussionen hat man nichtmals mit den härtesten Mercedes Fans über V6 vs. R6 geführt. Man erkennt stattdessen die Vorteile des jeweils anderen und gibt zu diese persönlich nicht so hoch zu werten.

David:

Vor allem gibt es aber sechs neue Klagen gegen Tesla und SpaceX wegen sexueller Belästigung. Aber, klar, wenn ihr findet, die Weiber sollen sich nicht so anstellen, dann kauft mal weiter Tesla. Autonomes Fahren könnte für Tesla in Europa schwierig werden, besonders nach dem neuesten Vorkommnis in Paris….

David:

Jedes Auto ist eine Umweltsau. Auch ein Elektroauto ist nicht der heilige Gral, sondern nur ein Auto. Ich fahre den Taycan, um das kleinste Übel zu verursachen. Auf der Autobahn ist er extrem effizient. Schlimmer sind die Tesla Modelle, weil sie üblicherweise nicht beruflich benutzt werden, sondern nur von Menschen, die privat zu faul sind, zu Fuß zu gehen oder Rad zu fahren. Dass es dort gleich zwei SUV gibt, die selbstverständlich beide völlig geländeuntauglich sind, sei nur mal am Rande erwähnt. Dass dort besonders unfaire Arbeitsbedingungen herrschen, so unfair, dass man als Schmuddelkind nicht am Präsidententisch sitzen darf, spricht ja auch nicht unbedingt für Tesla.

brainDotExe:

Ganz im Ernst, die aktuellen Geschäftspraktiken von Tesla und ganz besonders Elon Musk gefallen mir überhaupt nicht.
In 2012, mit Anfang 20, fand ich das Model S genial, einfach ein Auto im konventionellen Design elektrisch mit ordentlicher Fahrleistung. Auch Elon Musk war mir mit seiner schüchternen Art auf Präsentationen sehr sympathisch.

Aber dann ging, für meinen persönlichen Geschmack, alles den Bach runter.
Immer mehr Fokus auf autonomes Fahren und weg vom manuell Fahren.
Minimalismus beim Model 3 Innenraum mit der Begründung, braucht man in Zukunft eh nicht mehr. Design der Aerodynamik untergeordnet.

Elon Musik auf Präsentationen und im Internet immer überheblicher, verspricht alles Mögliche, kaum was davon kommt und wenn nicht im Zeitplan. Kursmanipulation bei Bitcoin, Börsenspielerei, etc.

Wird da immer verteidigt mit, aber Tesla/Elon ist ja auf einer „Mission“.
Tut mir leid, für diese „Mission“ kann ich mich als Käufer nicht begeistern. Da sehe ich mich eher bei der „Mission“ von BMW (Freude am Fahren).

Peter Bigge von Berlin:

Es gibt sogar eine Biographie über EM, sogar als Hörbuch, welche sich nicht an Teslafanboys richtet und über den normalen Alltag im wirtschaftlichen Haifischbecken handelt. Es hätte alles einmal anders kommen können, als vom „Tellerwäscher“ zum Überflieger aufzusteigen.
Sehr empfehlenswert in jedem Fall. Manchmal muss auch über den eigenen Tellerrand geblickt werden.

Peter Bigge von Berlin:

Nix mit Aufforstung, wo es niemand überprüfen kann, sondern in unserem schönen Brandenburg.

RBB-Meldung:
Wenn Wald für ein Bauprojekt in Brandenburg gefällt wird, muss woanders im Land genauso viel Wald neu angepflanzt werden. So sieht es das Landeswaldgesetz vor. Anfang des Jahres hat der US-Elektroautohersteller Tesla 90 Hektar Kiefernforst in Grünheide für seine geplante Fabrik fällen lassen. Weitere 60 Hektar sollen im Herbst folgen. Die Flächenagentur Brandenburg hat einen Vertrag mit Tesla abgeschlossen und 143 Hektar – verteilt auf ganz Brandenburg – für die neuen Aufforstungen ausfindig gemacht. Die größten Gebiete liegen bei Brandenburg an der Havel, Baruth/Mark (Teltow-Fläming) und Bad Saarow (Oder-Spree).

Auf ungefähr 40 Hektar – unter anderem bei Bad Saarow (Oder-Spree), im Niederen Fläming (Teltow-Fläming) und südlich von Brandenburg an der Havel – wachsen jetzt schon die ersten Jungbäume. Die restlichen Aufforstungsflächen sollen im Winter 2020 bepflanzt werden. So soll verhindert werden, dass die jungen Bäume in immer trockeneren Frühlings- und Sommermonaten gleich wieder eingehen.

PS:
Die PV-Anlage ist noch nicht genehmigt. Es wird aber eine der größten Anlagen dieser Art nach dem Genehmigungsverfahren dort installiert werden.

Alle anderen verbreiteten Weisheiten sind Fake-News von Querdenkern oder was sich sonst so schimpft :-)

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