Porsche setzt auf Zukunft der Formel E

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Wolfgang Plank
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Mit seiner offiziellen Einschreibung unterstreicht Porsche sein Bekenntnis zur Formel E. Diese sei Teil der Philosophie, durch die Entwicklung elektrisch angetriebener Rennfahrzeuge den Grundstein für künftige Mobilitätslösungen zu legen, teilt das Unternehmen mit. „Mit der neuen Rennwagen-Generation Gen3 beginnt für die Formel E das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Und da wollen wir auf jeden Fall dabei sein„, sagt Motorsport-Chef Fritz Enzinger.

Mit dem Einstieg 2019 habe sich Porsche klar zur Formel E bekannt. „Aus unserer Sicht bietet sie das wettbewerbsstärkste Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen mit Schwerpunkten auf Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit voranzutreiben„, so Enzinger. Die Erfolge in der Rookie-Saison mit zwei Podiumsplätzen und einer Pole Position seien erst der Anfang.

Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft steht vor einem weiteren wichtigen technischen Meilenstein, und ich bin glücklich, dass Porsche den Weg in die neue Ära mitgeht„, sagt FIA-Präsident Jean Todt. „Die Rennwagen der Gen3 werden leichter, leistungsstärker und schneller nachladbar sein und die Formel E als Speerspitze des elektrischen Motorsports weiter stärken.“ Das sei auch die Bestätigung dafür, dass die Formel E für Automobilhersteller die richtige Plattform ist, um ihre Expertise in der Elektrifizierung unter Beweis zu stellen.

Die Rennwagen der Gen3 sind ein technischer Meilenstein in der Weiterentwicklung der Formel E. Sie bringen Vorteile bei Performance und Effektivität sowie eine insgesamt bessere Kostenkontrolle. Auch die Leistung wird im Vergleich zu den in dieser Saison gefahrenen Gen2-Boliden deutlich erhöht. Im Qualifyingmodus stehen dann 350 kW zur Verfügung statt bisher 250 kW, im normalen Rennmodus sind es 300 kW (bisher 200 kW). Die Autos erhalten außerdem ein elektrisches Allrad-Bremssystem, mit dem noch effizienter Energie zurückgewonnen werden kann – bis zu 600 kW an allen Rädern.

Mit Schnelllade-Boxenstopps, bei denen die Gen3-Fahrzeuge mit bis zu 600kW nachgeladen werden, geht die Formel E einen weiteren Schritt. Die Neuerung macht nicht nur die Rennen spannender – kurze Ladezeiten sind über den Sport hinaus ein wichtiges Argument für die Akzeptanz von E-Autos im Alltag.

Porsche war von Beginn an in die Diskussionen um das Reglement der Gen3 mit einbezogen. Enzinger: „Für uns war es wichtig, dass die DNA der Formel E, die diese Meisterschaft so erfolgreich gemacht hat, erhalten bleibt. Zeitgleich sehen wir sportlich wie technologisch Potential für das nächste Level.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 26. März 2021

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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