Plus 45 Prozent: E-Autos in Deutschland weiterhin auf Wachstumskurs

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Im vergangenen Mai wurden in Deutschland gut 239.000 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen und damit +1,2 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. 67,1 Prozent (+0,7 Prozent) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 Prozent (+2,4 Prozent) privat zugelassen.

Knapp 68.000 Autos waren mit einem Benzinmotor (28,4 Prozent/-24,1 Prozent) und gut 35.000 Pkw mit einem Dieselantrieb (14,7 Prozent/-21,8 Prozent) ausgestattet, beide also mit einem deutlichen Minus. Die alternativen Antriebe schlossen den Mai dagegen mit positiven Vorzeichen ab. Exakt 18 Prozent der Neuzulassungen waren reine Elektroautos. Mit gut 43.000 Neuwagen lag diese Antriebsart um 44,9 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats und einmal mehr über den absoluten Zahlen des Dieselantriebs.

Gut 92.000 Neuwagen verfügten über einen hybriden Antrieb und erzielten einen Anteil von 38,5 Prozent (+29,0 Prozent), darunter gut 25.000 Plug-in-Hybride (10,5 Prozent/+79,4 Prozent). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen sank im Vergleich zum Mai 2024 um 12,1 Prozent und betrug 109,0 g/km.

Unter den deutschen Marken wies Mini mit fast 2600 Neuwagen und einem Plus von 36,8 Prozent den stärksten Zuwachs auf und erreichte einen Neuzulassungsanteil von 1,1 Prozent. Ford (8793 Pkw/+12,9 Prozent/3,7 Prozent) konnte ebenfalls Zugewinne im zweistelligen Bereich erzielen. Einstellige Zulassungssteigerungen entfielen auf die Marken Mercedes (21.788/+9,9 Prozent/9,1 Prozent), BMW (20.354/+9,6 Prozent/8,5 Prozent) und VW (50.048/+5,1 Prozent/20,9 Prozent), wobei VW weiterhin die anteilsstärkste deutsche Marke war. Rückläufige Neuzulassungszahlen verzeichneten hingegen die Marken Smart (331/-78,1 Prozent/0,1 Prozent), Opel (-22,2 Prozent/4,4 Prozent), Porsche (2706/-9,0 Prozent/1,1 Prozent) und Audi (17.764-2,6 Prozent/7,4 Prozent).

Tesla kommt nicht in die Gänge

Bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen legte Skoda erneut als volumenstärkste Marke mit fast 20.000 Pkw und einem Plus von 13,1 Prozent sowie einem Anteil von 8,3 Prozent am deutlichsten zu. Die zweitvolumenstärkste Marke Seat lag mit gut 13.000 Einheiten und -18,9 Prozent sowie einem Neuzulassungsanteil von 5,4 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Neben Skoda konnten auch die volumenstärkeren Marken Hyundai (8830 Pkw/+8,6 Prozent/3,7 Prozent), Toyota (7227 Pkw/+11,0 Prozent/3,0 Prozent), Fiat (5395 Pkw/+0,4 Prozent/2,3 Prozent) und Citroën (4681 Pkw/+7,4 Prozent/2,0 Prozent) ein positives Ergebnis erzielen.

Die volumenstärkeren Importmarken Dacia (5128 Pkw/-0,1 Prozent/2,1 Prozent), Kia (5024 Pkw/-13,2 Prozent/2,1 Prozent), Volvo (4651 Pkw/-8,8 Prozent/1,9 Prozent), Peugeot (4441 Pkw/-26,2 Prozent/1,9 Prozent) und Renault (4415 Pkw/-2,1 Prozent/1,8 Prozent) verbuchten neben Seat einen Rückgang bei den Neuzulassungen.

Auch Tesla schwächelt weiter, im Mai konnte der einstige E-Auto-Pionier nur 1210 Autos absetzen, was einem Rückgang von 36,2 Prozent entspricht. Chinesische Marken hingegen gewinnen weiter an Beliebtheit, BYD etwa setzt seinen Aufwärtstrend fort und kommt auf 1857 Neuzulassungen.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt – Pressemitteilung vom 04.06.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Peter:

Anstelle der Unterscheidung „mit vs. ohne Stecker“
sollte die Unterscheidung „mit vs. ohne Auspuff“ treten,
oder zumindest die Unterscheidung „kann mind. 100km (WLTP) elektrisch fahren oder nicht“.

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