Hyundais E-Auto-Werk in Georgia eröffnet früher als geplant

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Hyundai

Daniel Krenzer
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Der koreanische Autohersteller Hyundai eröffnet sein neues Werk für Elektroautos im US-Bundesstaat Georgia einige Wochen früher als bislang angenommen, berichtet der Hersteller in einer Pressemitteilung. Gouverneur Brian P. Kemp, seine Gattin Marty A. Kemp sowie José Muñoz, Präsident und Global COO der Hyundai Motor Company und Präsident und CEO von Hyundai und Genesis Motor North America, haben demnach die positiven Auswirkungen der Hyundai Motor Group (HMG) auf den Bundesstaat Georgia gefeiert.

Auf der Veranstaltung gab die Hyundai Motor Group Metaplant America (HMGMA) bekannt, dass der offizielle Produktionsbeginn auf das vierte Quartal 2024 vorgezogen wurde und die große Eröffnungsfeier für das erste Quartal 2025 geplant ist. Zuvor war angekündigt worden, dass die Produktion im ersten Quartal 2025 beginnen werde. Darüber hinaus verabschiedete die Generalversammlung eine Resolution, in der das Engagement der Hyundai Motor Group für den Bundesstaat Georgia gewürdigt und der 26. Februar als Hyundai-Tag im State Capitol anerkannt wird.

Hyundai- und Genesis-Elektroautos, darunter der Ioniq 5, der Ioniq 6, der GV60, der elektrifizierte GV70 sowie der wasserstoffbetriebene Lkw XCIENT Fuel Cell Truck, der für die Logistik zwischen den Hyundai-Produktionsstätten und den Zulieferern eingesetzt werden soll, waren zu diesem Anlass vor dem State Capitol ausgestellt.

Georgia „zweite Heimat“ für Hyundai

„Georgia ist für uns wie eine zweite Heimat“, sagte José Muñoz. „Im Namen aller Mitarbeiter der Hyundai Motor Group sind wir sehr stolz darauf, dass die Investitionen von Hyundai in Georgia Zehntausende gut bezahlter amerikanischer Arbeitsplätze schaffen und über Jahrzehnte hinweg wirtschaftliche Auswirkungen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar mit sich bringen werden. Wir bedanken uns bei unseren Partnern und den großartigen Menschen in Georgia für ihre Unterstützung und dafür, dass wir uns hier so wohl fühlen.“

„Die Hyundai Motor Group ist seit Jahrzehnten ein unglaublicher Partner unseres Staates, und wir wussten genau, welche historischen Vorteile ein Projekt wie dieses den hart arbeitenden Georgianern bringen würde, als wir die ersten Gespräche mit HMG begannen“, sagte Gouverneur Brian Kemp. „Hyundai sitzt mit uns am Tisch, hilft uns bei der Anwerbung von Unternehmen, gibt unseren Gemeinden etwas zurück und arbeitet mit unseren Weltklasse-Colleges und Universitäten zusammen, um mehr Georgianer mit großartigen Möglichkeiten zu verbinden. Wir konzentrieren uns gemeinsam auf die Zukunft, und wir freuen uns darauf, was unsere langfristige Partnerschaft für die Küstenregion und ganz Georgia bringen wird.“

„2024 wird ein großartiges Jahr für das HMGMA sein“, sagte Oscar Kwon, Präsident und CEO des HMGMA. „Dies ist das größte Wirtschaftsentwicklungsprojekt in der Geschichte Georgias, und wir haben uns in rasantem Tempo bewegt. Es war eine Herausforderung, ein Projekt dieser Größenordnung innerhalb dieses Zeitrahmens abzuschließen, aber unser Team hat erstaunliche Ergebnisse erzielt. Das verdanken wir zu einem großen Teil der harten Arbeit unserer Meta Pros und der kontinuierlichen Unterstützung und Zusammenarbeit mit unseren staatlichen und lokalen Partnern, einschließlich der Savannah Harbor-Interstate 16 Joint Development Authority.“

Viele Ehrengäste bei Feierlichkeiten

Der Vizegouverneur Burt Jones und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Jon Burns, sowie führende Vertreter beider Kammern der Legislative, der Direktor des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung, Pat Wilson, örtliche Mandatsträger und Wirtschaftsvertreter der Savannah Harbor-Interstate 16 Corridor Joint Development Authority sowie zahlreiche Unternehmensvertreter nahmen an der Feier teil und unterstrichen somit laut Hyundai die Bedeutung der landesweiten Auswirkungen.

Die Hyundai Motor Group investiert 7,59 Milliarden Dollar in die Entwicklung von HMGMA, wodurch 8500 direkte Arbeitsplätze entstehen werden. Darüber hinaus bauen Hyundai und SK On ein 5-Milliarden-Dollar-Werk für E-Auto-Batteriezellen in Bartow County, Georgia, das 3500 Mitarbeiter beschäftigen wird. Laut einer aktuellen Studie des Center for Automotive Research wird erwartet, dass die Investitionen von Hyundai in Georgia fast 40.000 Arbeitsplätze schaffen und jedes Jahr 4,6 Milliarden Dollar an individuellem Einkommen generieren.

Das HMGMA setze seine Einstellungsbemühungen fort und habe Bildungspartnerschaften mit Hochschulen in der Region aufgebaut, um eine Pipeline für zukünftige Arbeitsplätze zu schaffen. Das Electric Vehicle Professional Technical Certificate (EVP TCC), das an vier Fachhochschulen der Region angeboten wird, sei ein Beispiel für diese Zusammenarbeit. Studierende, die das Programm erfolgreich abschließen, werden demnach bei der Bewerbung um eine Stelle bei HMGMA bevorzugt.

Erstes Werk für reine E-Auto-Massenproduktion

Wie auf der CES 2024 angekündigt, entwickelt Hyundai am HMGMA auch aktiv eine Wertschöpfungskette für Wasserstoffmobilität. Im Rahmen des Clean Logistics Project in Georgia wird das Metawerk XCIENT-Brennstoffzellen-Zugmaschinen einsetzen, um die Logistik des Werks und seiner Zulieferer zu verwalten. „Der XCIENT ist Hyundais kommerzielles 6×4-Brennstoffzellen-Elektromodell der Klasse 8, das sich in der Praxis bewährt hat und mit mehr als 6,25 Millionen zurückgelegten Kilometern auf der ganzen Welt zuverlässig arbeitet„, führt der Hersteller aus. Hyundai entwickelt demnach auch die Infrastruktur für die Wasserstoffbetankung, die zur Unterstützung dieser Brennstoffzellenaktivität erforderlich ist. Es wird erwartet, dass diese Zusammenarbeit das Wirtschaftswachstum ankurbelt und neue Arbeitsplätze in diesem Bundesstaat schafft.

HMGMA ist das erste Werk der Hyundai Motor Group für die Massenproduktion von Elektroautos und befindet sich in Bryan County, Georgia. Das neue Werk verfüge über ein hochgradig vernetztes, automatisiertes und flexibles Fertigungssystem, das alle Elemente des E-Auto-Ökosystems organisch miteinander verbindet, um den Kundennutzen zu steigern. Das Werk in Georgia wird eine intelligente Produktionsstätte sein. Alle Produktionsprozesse – Auftragserfassung, Beschaffung, Logistik und Produktion – werden mit Hilfe von KI und Daten optimiert. Das innovative Fertigungssystem werde auch dazu beitragen, eine auf den Menschen ausgerichtete Arbeitsumgebung zu schaffen, in der Roboter die menschlichen Mitarbeiter unterstützen.

Quelle: Hyundai – Pressemitteilung vom 26. Februar 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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