GM und LG Energy wollen LMR-Batterien in Serie bringen

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Tobias Stahl
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General Motors und LG Energy Solution wollen gemeinsam prismatische Lithium-Mangan-Batteriezellen (LMR) entwickeln und in Serie fertigen. Ziel sei die Entwicklung kostengünstigerer Zellen für künftige Elektro-Trucks und -SUVs von GM. General Motors will damit der erste Autohersteller sein, der LMR-Batterien in Serie einsetzt.

Ultium Cells, ein Joint Venture der beiden Unternehmen, will die kommerzielle Produktion der LMR-Zellen in den USA bis 2028 aufnehmen. Die Vorproduktion soll in einem Werk von LG Energy Solution Ende 2027 beginnen. Für die Batteriekathoden werden Materialien wie Kobalt, Nickel und Mangan benötigt, wobei Kobalt das teuerste Material darstellt. LMR-Batteriezellen verwenden im Vergleich zu heute gängigen NMC-Chemien jedoch einen höheren Mangan-Anteil.

GM verspricht 50 Prozent weniger Teile pro Batteriepaket

Die Lithium-Mangan-reiche Zellchemie soll laut General Motors kostengünstiger sein als nickelreiche Zellen, aber dennoch die Reichweite bieten, die GM-Kunden sich für künftige Elektro-Pick-ups und Full-Size-SUVs des Herstellers wünschen. Gegenwärtig nutzt GM außerdem Pouch-Zellen, also beutelförmige Batteriezellen. Durch den prismatischen Formfaktor soll sich die Anzahl der Teile pro Batteriepaket um mehr als 50 Prozent reduzieren lassen, so GM in einer Mitteilung.

General Motors hat inzwischen zwölf Elektroautos im Programm und versucht, seine Batteriekosten zu senken, um Kostenparität mit seinen Verbrennerfahrzeugen zu erreichen. Laut Kurt Kelty, Vizechef für Batterien, Antriebe und Nachhaltigkeit bei GM, leiste das Unternehmen „Pionierarbeit“ im Bereich der manganreichen Batterietechnologien, um gerade bei Elektro-Pick-ups hohe Reichweiten, hohe Leistungen und niedrige Preise zu erzielen. LMR-Batterien sollen Kelty zufolge als Ergänzung zu den nickelreichen Zellchemien und Eisenphosphat-Batterien betrachtet werden. GM hatte erst kürzlich angekündigt, bestimmte Elektromodelle in Zukunft mit den vergleichsweise LFP-Batterien zu bestücken.

GM will mit den prismatischen LMR-Zellen Reichweiten von mehr als 400 Meilen oder umgerechnet gut 640 Kilometern ermöglichen – wohlgemerkt in großen Elektrofahrzeugen, während gleichzeitig die Batteriekosten „erheblich gesenkt werden“, wie Kelty verspricht. Der US-Autobauer geht davon aus, dass die Batteriekosten bis 2025 um 30 US-Dollar pro Kilowattstunde gesenkt werden können, bislang macht GM aber keine konkreten Angaben zu den voraussichtlichen endgültigen Kosten pro Kilowattstunde.

Auch Konkurrent Ford arbeitet an LMR-Batterien

Derzeit sind noch keine Elektroautos mit LMR-Batterien auf den Straßen unterwegs. Wie Electrive berichtet, forscht GM jedoch schon seit 2015 an Batteriezellen mit manganreichen Kathoden. Bis Ende 2024 habe das Unternehmen Hunderte von großformatigen prismatischen Zellen getestet. Die Ankündigung von General Motors kommt nur wenige Wochen, nachdem der Wettbewerber Ford angekündigt hatte, dass das Unternehmen aktuell an „bahnbrechenden“ LMR-Batterien arbeite.

Quellen: General Motors – Pressemitteilung vom 13.05.2025 / Electrek – GM’s new EV battery cells promise more affordable, long-range electric trucks and SUVs

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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