Wie Fisker den neuen Elektro-Kombi Pear entwickelt

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Fisker

Maria Glaser
Maria Glaser
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Der US-amerikanische Autohersteller Fisker arbeitet derzeit an seinem zweiten Modell, dem Pear. Der elektrische Kombi soll laut Herstellerangaben mit einer Vielzahl einzigartiger Funktionen und Merkmale ausgestattet werden. Der Pear soll 2025 auf den Markt kommen, in Europa produziert werden und umgerechnet gut 33.000 Euro kosten.

Um den Pear zu diesem Preis anbieten zu können, werde bei der Entwicklung streng auf die Minimierung der Kosten geachtet. Der Sechssitzer, der auch als Hochleistungsvariante geplant ist, wird das zweite Elektroauto der Marke nach dem SUV Ocean, das seit kurzer Zeit in Großbritannien erhältlich ist.

Im Gegensatz zur Aluminiumplattform des Ocean werde bei der Konstruktion des Pear Stahl als Material verwendet. Die Produktionsmethode des Gigacastings, bei dem große Teile eines Fahrzeugs in einem Stück gegossen werden und die aufgrund geringerer Kosten beispielsweise von Volumenherstellern wie Tesla, Toyota und VW angewandt wird, nutzt Fisker jedoch nicht. Die Reparatur im Falle eines Unfalls würde dadurch ungleich teurer und komplizierter werden.

Das Unternehmen habe sich im Design dabei darauf konzentriert, Kosten in allen Aspekten der Konstruktion zu verringern. Die kosteneffiziente, maßgeschneiderte Architektur sei dabei entscheidend für den gewinnbringenden Verkauf des Pear zu diesem Preis, so Firmengründer und CEO Henrik Fisker.

„Als wir mit dem Modell Pear anfingen, habe ich den Ingenieuren gesagt, dass sie 25 Prozent aller Teile herausnehmen sollen. Eliminiert sie einfach. Findet einen Weg. Sie fanden es schon unerträglich. Wir hatten monatelang jeden zweiten Tag Meetings und es gelang ihnen dann sogar, 35 Prozent aller Teile im Auto zu eliminieren.“ – Henrik Fisker, Firmengründer und CEO von Fisker

Außerdem, so Fisker, habe man eine eigene, kosteneffiziente elektronische Architektur für den Pear entwickelt, bei der nur zwei Computer für die Steuerung des gesamten Fahrzeugs benötigt werden. Sie sei sehr schnell, verbrauche aber dennoch 25 Prozent weniger Strom.

Fisker-Pear-Kombi
Fisker

In diesem Preissegment wäre der Fisker Pear durchaus wettbewerbsfähig, da er nicht nur Fahrzeuge der gleichen Größenordnung preislich unterbietet, wie den Crossover Peugeot e-3008 und den Nissan Ariya, sondern sogar günstiger ist als Modelle der darunterliegenden Klasse, wie der Peugeot e-208 und der Opel Corsa Electric.

Einzigartiges Design

Neben der vorderen Sitzreihe mit drei Sitzen, sodass der Fisker Pear insgesamt sechs Sitze bietet, soll das Modell, dessen erste Prototypen noch in diesem Jahr auf die Straße kommen sollen, einige weitere Innovationen bereithalten.

Fisker-Pear-Ladeklappe
Fisker

Dazu gehören eine isolierte Frontschublade, die Lebensmittel warm hält und Gerüche aus dem Innenraum fernhält, eine spezielle Kofferraumklappe, die sich in die Karosserie rollt, um den Zugang zum Gepäck in engen Umgebungen zu verbessern sowie ein Lounge-Modus, der die Sitze in Betten verwandelt.

„Wir bringen kein Fahrzeug von Fisker auf den Markt, wenn wir nicht mindestens vier einzigartige Funktionen haben. Wenn ich nur ein weiteres Elektroauto in der Größe eines Volkswagen Polo bauen würde, könnten Sie mich vergessen, denn warum sollten Sie dieses Auto kaufen?“ – Henry Fisker

Europäische Produktion für den europäischen Markt

Der Pear, der für den europäischen Markt bestimmt ist, soll außerdem auch innerhalb Europas produziert werden. Bei der Produktion in den USA gemeinsam mit den Fahrzeugen für den dortigen Markt würden ein paar Tausend Euro an Einfuhrzöllen sowie Versandkosten anfallen. Derzeit suche das Unternehmen einen Produktionspartner, so Henry Fisker, genauere Informationen gab es jedoch noch nicht. Das aktuelle SUV-Modell Ocean wird in Österreich von Magna Steyr produziert.

Quelle: Autocar – Fisker plots European production of £28,000 Pear EV

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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