EnBW: Bedarfsgerechter Ausbau der Schnellladeinfrastruktur

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EnBW

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Energieversorger EnBW betreibt nach eigenen Angaben das größte Schnellladenetz für Elektromobilität in Deutschland und will die Anzahl seiner Ladepunkte dieses Jahr verdreifachen. Hyper-Hubs stehen im Fokus des Ausbaus des eigenen Ladeangebots. Darüber hinaus setzt das Unternehmen aber vor allem auf den bedarfsgerechten Ausbau der Schnellladeinfrastruktur.

Künftig sollen Nutzer des EnBW-Ladeangebots während ihres Besuchs eines Bauhaus Fachcentrums ihr E-Auto oder Plug-In-Hybrid laden können. Um dies zu ermöglichen wird die EnBW bis 2023 an 106 Standorten (bundesweit) eine hochmoderne Schnellladeinfrastruktur errichten. Wie das Unternehmen ausführt erhalten alle Standorte Schnelllader der höchsten verfügbaren Leistungsstufe, sogenannte High Power Charger (HPC) mit einer Leistung von bis zu 300 Kilowatt. Dies bedeutet, bei einem vergleichsweise kurzen Besuch des Bauhaus von 20 Minuten, kann der eigene Stromer bis zu 400 km Reichweite nachladen. Zu 100 Prozent aus Ökostrom, versteht sich.

Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW, ordnet die Partnerschaft wie folgt ein: „Unser öffentliches Schnellladenetz ist heute schon flächendeckend und wächst jeden Tag weiter. Damit sorgen wir dafür, dass Elektromobilität überall möglich ist, ob auf der Langstrecke oder unterwegs beim Einkaufen. Gerade für Menschen ohne eigene Lademöglichkeit zuhause oder bei der Arbeit muss sich das Laden in den Alltag integrieren – schnell und komfortabel – und dafür bietet unser Partner BAUHAUS ideale Standorte.“

Des Weiteren führt die EnBW aus, dass die 106 stark frequentierten Fachcentren, an denen die Schnellladeinfrastruktur der EnBW entsteht, über das gesamte Bundesgebiet verteilt und oftmals noch dazu verkehrsgünstig an Autobahn oder Schnellstraße gelegen sind. Von Seiten Bauhaus gibt Steffen Walter, Leiter Bau- und Planungsabteilung, zu verstehen, dass man die Bedeutung von öffentlicher Schnellladeinfrastruktur als wichtig erachte. Vor allem für die Bedeutung des künftigen Geschäfts: „Zugang zur öffentlichen Schnellladeinfrastruktur direkt am eigenen Kundenparkplatz – mit Blick auf die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen ist das ein klarer Standortvorteil, der in Zukunft immer wichtiger wird.“

Neben dem Ausbau im Fernverkehrsnetz und in urbanen Zentren ist der Ausbau an Handelsstandorten eine zentrale Säule in der Elektromobilitätsstrategie der EnBW. Sillober beschreibt den Vorteil der Gleichzeitigkeit: „Bei Einzelhandelsbetrieben stehen die E-Autos ohnehin auf dem Parkplatz, während die Kund*innen im Geschäft einkaufen. Wenn man sowieso hier ist, kann man dabei auch einfach und schnell sein Fahrzeug laden. Im Vergleich dazu ist die gesonderte Fahrt zur Zapfsäule umständlich.“ 

Auch ihr eigenes Schnellladenetz in Deutschland baut die EnBW in rasantem Tempo bundesweit aus: So betreibt sie rund jeden zweiten HPC-Standort (High Power Charging) der höchsten Leistungsklasse bis 300 Kilowatt, der 2020 ans Netz gegangen ist und schon heute eines der größten Schnellladenetze Deutschlands. Bis 2025 plant das Unternehmen, bundesweit insgesamt 2500 entsprechende Standorte aufzubauen. Dafür investiert die EnBW bis zur Mitte des Jahrzehnts jährlich rund 100 Millionen Euro.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Farnsworth:

Nein, der ganz normale Tarif, den man über seine Ladekarte hat. Ist auch richtig und wichtig so. Wie oft sehe ich bei IKEA Stromschmarotzer, die nichtmal bei IKEA einkaufen. Die sitzen in ihrem Wagen und surfen auf dem Handy und nuckeln mit 20kW ihr Auto voll, weil es umsonst ist. Und der IKEA Kunde der den Service nutzen will kann es nicht. Bei den Baumärkten ist es auch so umgesetzt, wie ich es für richtig halte. Die Ladeplätze sind nicht in der ersten Reihe, so dass man da nicht parkt, weil man es kann, sondern nutzt es, wenn man es muss. Da es was kostet wird es auch nicht durch Schnorrer zugeparkt. Es ist halt für die Leute gedacht, die zu Hause nicht laden können, sondern extern laden müssen und das tun können während sie sowieso etwas anderes machen. Damit das Motto gelten kann: „Steht er, dann lädt er“

Farnsworth

Ministromer:

Was mich bei der Sache interessieren würde: Was kostet die KWh wenn man dem Baumarkt während des Ladens Umsatz beschert? Wirds da günstiger (Sondertarif), oder sogar umsonst (s.Ikea)?

Juergen:

1+

Nik:

ein ID3 mit der mittleren Batterie ist nach 10 bis 30 Minuten wieder voll – auch wenn er mit „nur“ 50 kW lädt.
wo ist da Bitteschön das Problem ?

Farnsworth:

Ich sehe im Konfigurator nur noch den ID.3 Pro mit 120kw Ladeleistung. Ist doch okay.

Farnsworth

Farnsworth:

Man kommt aber nur selten mit komplett leerem Akku an und lädt auch nur selten voll. Zumindest ich nicht. 4h reichen dicke.

Farnsworth

Farnsworth:

Danke EnBW. Bei uns stehen schon vor einigen Baumärkten Schnelllader. Letztes Mal war mein Akku noch nicht ganz leer und ich hätte auch günstiger zu Hause laden können, aber ich wollte einfach mal gucken, wieviel man in der Zeit im Baumarkt nachladen kann. Selbst meine Ladegurke E-Up hat in der Zeit von 29-70% aufgeladen. Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit für Leute, die nicht zu Hause laden können.

Farnsworth

Skodafahrer:

Die Zeit für die Blockiergebühr sollte nach Ende der Ladung zählen.
Bei ca. 10,5kW Nettoladeleistung kommt man mit vielen neuen Elektroautos auf Ladezeiten von deutlich über 5h.

Mike:

Ich überlasse Energiewirtschaft der Energieindustrie.
Sollte Tesla vielleicht auch mal machen, dann könnten sie sich aufs Autobauen konzentrieren und endlich mal mehr Modelle bringen und Ankündigungen halten.

che412:

EnBw macht fast alles richtig.
Neben den Autobahnen gehen sie auch in die Fläche und bieten Schnellsdesäulen auch in Städten fern der Ballungszentren an. So liegt die nächste EnBw Station nur 8km von uns entfernt.
Was ich nicht gut finde sind die Zeiten der Blockiergebüren. 4h sind zu lang an Schnellladern. Dort braucht man nur max 1h. 4h an A/C ist unfair für Laternen Parker. Ich hätte auf alle Fälle keine Lust mitten in der Nacht umzuparken. 4h am Tag sind aber ok, damit kann man auch mit 7,4 kWh genug nachladen.

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