E-Antriebe: Mitsubishi plant große Produktoffensive

Cover Image for E-Antriebe: Mitsubishi plant große Produktoffensive
Copyright ©

Mitsubishi

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der japanische Autohersteller Mitsubishi verstärkt sein Engagement in Europa und plant für 2025 die Markteinführung eines neuen SUVs im C-Segment. Dieses Modell werde in zwei Versionen angeboten: als Hybrid und mit Benzinmotor. Ausgestattet mit modernen Assistenzsystemen und Google-Diensten spricht das neue Auto vor allem Kund:innen an, die auf Konnektivität und Sicherheit Wert legen. Ergänzend dazu bringt Mitsubishi auch ein rein elektrisches Modell auf den Markt, das wohl den bisherigen Plug-in-Hybrid Eclipse Cross ersetzen soll. Diese neuen Autos bilden die Basis für Mitsubishis Strategie, die Marke in Europa wieder stärker zu verankern und auf die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlicheren Antrieben zu reagieren.

Das geplante Elektroauto soll wohl Mitte 2025 erscheinen und auf der CMF-EV-Plattform der Renault-Nissan-Allianz basieren, wie uns bei der Vorstellung des Mitsubishi Outlander PHEV mitgeteilt wurde. Die gemeinsame technische Basis, auch unter dem Namen AmpR Medium bekannt, soll Mitsubishi dabei unterstützen, konkurrenzfähige und zeitgemäße Elektroautos zu entwickeln. Neben dem europäischen Markt strebt Mitsubishi eine internationale Einführung an, um weltweit zur Verbreitung elektrischer Antriebe beizutragen. Diese Kooperation mit Renault vereinfacht die Erweiterung von Mitsubishis Elektro-Sortiment erheblich.

Mitsubishi E-SUV auf Basis des Renault Scenic E-Tech

Einige Branchenstimmen vermuten, dass das neue Modell möglicherweise eine leicht abgewandelte Variante des Renault Scenic E-Tech ist. Die technischen Daten und Maße des Scenic passen gut zu Mitsubishis Konzept für das SUV. Der Renault Scenic E-Tech ist 4,47 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,57 Meter hoch, bei einem Gewicht von rund 1850 Kilogramm – ideale Dimensionen für den umkämpften Markt der kompakten Elektro-SUVs. Sollte Mitsubishi auf diesen Werten aufbauen, könnte das neue Modell gut im C-Segment ankommen.

Renault bietet für den Scenic E-Tech zwei Batterievarianten an, die Mitsubishi möglicherweise ebenfalls übernehmen könnte: eine größere Batterie mit 87 kWh und einer Reichweite von über 620 Kilometern sowie eine kleinere Batterie mit 60 kWh, die bis zu 420 Kilometer schafft. Diese Auswahl würde es Mitsubishi-Kund:innen ermöglichen, je nach Fahrverhalten die passende Option zu wählen, was der Marke Flexibilität im Markt verschafft.

Auch in der Motorisierung zeigt sich eine klare Orientierung am Renault Scenic. Renault stellt hier zwei Leistungsstufen zur Verfügung: 125 kW und 160 kW. Der stärkere Antrieb beschleunigt in 8,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h, während die Basisversion in 9,3 Sekunden beschleunigt und 150 km/h erreicht. Solche Leistungsoptionen könnten Mitsubishi helfen, unterschiedliche Kundengruppen anzusprechen und eine breitere Zielgruppe zu bedienen.

Beim Laden dürfte Mitsubishi ebenfalls auf die Technik des Scenic setzen, der eine Ladeleistung von bis zu 150 kW ermöglicht. Damit lässt sich der Akku in kurzer Zeit aufladen, was insbesondere für Vielnutzer:innen attraktiv ist. Auch die Basisversion des Scenic lädt mit bis zu 130 kW und verfügt über eine serienmäßige Wärmepumpe, die den Energieverbrauch optimiert. Solche Optionen sind auch für Mitsubishi interessant, um Ladezeiten zu verkürzen und die Reichweite effizient zu nutzen.

Seit 2023 treibt Mitsubishi seine Produktoffensive in Europa aktiv voran. Neben dem ASX und dem neuen Outlander ist mit dem Colt ein weiteres Modell in Planung. Die beiden neuen SUVs, die 2025 eingeführt werden sollen, ergänzen diese Palette und helfen Mitsubishi, sich im Bereich der elektrifizierten Fahrzeuge besser aufzustellen. „Mit dieser Produktoffensive können wir eine große Vielfalt an elektrifizierten Autos anbieten, die den Anforderungen des europäischen Markts entsprechen“, erklärt Frank Krol, Präsident und CEO von Mitsubishi Motors Europe. Die Kombination aus modernen Sicherheits- und Konnektivitätstechnologien soll Mitsubishi Motors einen klaren Schritt in Richtung umweltfreundliche Mobilität ermöglichen.

Quelle: Mitsubishi – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Kommentare (Wird geladen...)

Ähnliche Artikel

Cover Image for Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Experte: Warum Wasserstoff und E-Fuels ins Abseits geraten

Sebastian Henßler  —  

Michael Jost kritisiert Technologieoffenheit als Ausrede: Wer alle Wege offenhält, geht keinen konsequent – nur das Elektroauto führt zur Klimaneutralität.

Cover Image for So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

So fährt sich der Volvo EX30 Cross Country

Sebastian Henßler  —  

Volvo EX30 Cross Country bleibt ein City-Stromer, wirkt stabiler und vielseitiger. Offroad-Design, solide Reichweite und starke Ladeleistung runden ihn ab.

Cover Image for Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Diese 7 E-Autos werden in der Realität besonders sparsam bewegt

Daniel Krenzer  —  

WLTP- und Testverbräuche hin oder her: Das sind die sparsamsten E-Autos, wenn man auf ihren realen alltäglichen Einsatz schaut.

Cover Image for Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Regierung gibt Details zu neuer E-Auto-Förderung bekannt

Daniel Krenzer  —  

Nun steht fest, bis zu welchem Haushaltseinkommen die neue E-Auto-Förderung genutzt werden könnte. Es geht dabei nicht nur um E-Autos.

Cover Image for Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Warum Biokraftstoffe kein Schlupfloch für Verbrenner sein dürfen

Michael Neißendorfer  —  

Die Automobil- und Kraftstoffindustrie wollen mit Biokraftstoffen Verbrenner am Leben erhalten. Allerdings gibt es nicht genügend des Treibstoffs.

Cover Image for Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Wie Opel den GSE Elektro-Rally-Cup noch attraktiver machen will

Michael Neißendorfer  —  

Mit vielen Neuerungen, einem stärkeren Auto und einem internationaleren Terminkalender geht der ADAC Opel GSE Rally Cup in der Saison 2026 an den Start.