E-SUV-Zulassungen in Europa im Februar 2021 leicht rückläufig

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Im Jahr 2021 scheint der Anteil an vollelektrischen SUV- und Crossover-Modellen in Europa weiter zu wachsen. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen. Schon im Februar mussten E-SUV und Elektro-Crossover einen kleinen Dämpfer ertragen. Dieser ändert jedoch nichts daran, dass dieses Segment weiterhin am beliebtesten im europäischen Markt bleibt.

SUV beziehungsweise Crossover machten weiterhin knapp ein Drittel aller in der Region zugelassenen Elektroautos aus. Sowohl im Februar (27,6%) als auch in den ersten beiden Monaten (31,1%) aufsummiert. Sprich, fast jedes Dritte E-Fahrzeug, welches im Februar 2021 zugelassen wurde, war ein E-SUV oder Elektro-Crossover. Abermals dürften sich die (Vor-) Bestellungen des XC40 von Volvo bemerkbar machen, welcher mit dem C40 Recharge nun einen weiteren Stromer im Crossover-Segment zur Seite gestellt bekommen hat.

Aber vor allem auch die E-Autos aus dem VW Konzern, wie der VW ID.4, ID.5 und Audi Q4 (der Q4 Sportback folgt) werden weiterhin auf das Wachstum des SUV-/ Crossover-Segments einzahlen. Denn Stand heute sind vier der sechs Modelle, die im VW-Werk Zwickau gefertigt werden in diese Segmente einzuordnen. Spannend hierbei ist die Tatsache, dass der ID.4 in vergleichbaren Stückzahlen zum ID.3 vom Band läuft.

Aus dem Segment der Untere Mittelklasse ist jedoch weiterhin der Wunsch nach Absatzwachstum zu verspüren. Stark getrieben durch den VW ID.3, welcher es Ende des Jahres auf 55.003 Einheiten brachte. Bis Ende Februar brachte es der MEB-Stromer auf 6.564 Zulassungen in Europa. Wurde hierbei nur noch vom Renault ZOE (6.858 Einheiten) überholt. Den Kona Elektro konnte man mittlerweile hinter sich lassen.  Der Anteil am Gesamtabsatz der Untere Mittelklasse am europäischen PKW-Markt belief sich auf 19,3%. Somit brachten es E-SUVs, Elektro-Crossover und vollelektrische Modelle der Untere Mittelklasse auf 46,9% Anteil am Markt. Damit zeichnete man sich erstmals, seit längerer Zeit, für „nur“ knapp die Hälfte an E-Fahrzeugen in Europa verantwortlich.

Der sogenannte „Basic“-Sektor konnte erstmals seinen Anteil an Zulassungen auf über 20% steigern. Was daran liegt, dass die Absätze des VW e-Up! (2.497 Einheiten), smart (2.422 Einheiten) und Fiat 500 – 3.646 Einheiten (Januar& Februar) massiv zum Wachstum beigetragen haben.  Das Segment der Kleinwagen lag mit 17,2% gar nicht so fern vom Basic-Segment, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 (2.986 Einheiten) sowie den Opel Corsa-e.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar bis Februar 2021

  • Basic – 18,50 Prozent
  • Kleinwagen – 17,20 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 19,30 Prozent
  • Near Executive – 9,70 Prozent
  • SUV/Crossover – 31,10 Prozent
  • Luxusklasse – 2,40 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,50 Prozent
  • Sonstige – 1,30 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report Edition 02.2021 February

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Strauss:

Wieviele Leute fahren den wie oft im Jahr längere Strecken mit ihrem Auto, sagst Du.
Du bist ein Weltmeister im sich selber dagegen zu sprechen. Hättest Du halt den neuen 135 er gekauft , dann wüsstest Du dass man mit dem in 30 Min laden, 150 Km Reichweite bekommt. und in einer Stunde 300. Renault stimmt die Ladeleistung so ab dass die Batterie es aushält. Die haben keine Probleme mit deren Haltbarkeit wie Hyundai weltweit.
Ich fahre in der Regel mit 400 km Reichweite ab zu Hause los und komme zu 80% de r Fahrten wie du es ja vorschlägst, das wüden die meisten so tun, wieder nach Hause. Es kann neben CCS auswärts, auch mit Wechselstrom 11 oder 22 KW recht zügig geladen werden.Zähl mir halt mal mit beiden Händen einige andere E Auto typen auf, die dies bieten bei verleichbarem Fahrkomfort , Preis und bequemer Immenraumausstattung in der Grösse.Da war der Golf kaum mal besser und zählte auch nicht als Stadtauto.

panib:

Sorry, aber wie kann man denn nur auf die Idee kommen, den Zoe in die Mittelklasse einzuordnen?
Das Auto
– ist 4,09 m lang, also ziemlich klein
– hat einen, für einen Kleinwagen sehr großen, aber obektiv kleinen Kofferraun
– hat, wegen seines großen Kofferraums, auf den Rücksitzen extrem wenig Platz
– ist mit seiner, und das auch nur gegen Aufpreis, lächerlich geringen maximalen Ladeleistung von nur 50 kW absolut nicht langstreckentauglich.
Der Zoe ist und bleibt ein tolles Stadtauto. Meine Frau und ich haben unseren Hyundai i10 durch den Zoe ersetzt und unser Benziner BMW steht nur noch rum…
Dennoch- ich halte die Entscheidung bzgl. der 50 kW für vollig falsch. Hätte Renault ein wenig ‚Fahrprofilforschung‘ betrieben und dem Auto 100 kW Ladeleistung mit auf den Weg gegeben, hätten sie den Absatz ihres Autochens m.E. noch erheblich steigern können. Wie viele Leute fahren denn wie oft im Jahr längere Strecken mit ihren Autos? Mit 100 kW Ladeleistung könnten viele, die eben keinen großen Kofferraum brauchen und nur alleine oder zu zweit unterwegs sind, mit ihrem Zoe auch problemlos ein, zwei oder auch drei mal im Jahr Verwandte und Freunde besuchen, die 600 km entfernt wohnen.
Wie dem auch sei- der Zoe ist und bleibt ein Kleinwagen.

Strauss:

Das Bild vom Heck eines Autos könnte vom Hyundai Ionic stammen.Es ist stark abhängig wie sich der im Markt weiterentwickelt. Dies ist weder ein Crossover noch ein SUV.
Danke dass unserer Forderung statt gegeben wurde, den Zoe nicht mehr bei den Kleinwagen aufzuführen.Ein Auto mit 400 KM Reichweite ist kein Stadtauto mehr, und gehört richtigerweise in die untere Mittelklasse.

Wolfbrecht Gösebert:

„Was soll denn eigentlich der reißerisch gepushte Titel …“

Komisch … ich lese da einfach nur:

E-SUV-Zulassungen in Europa im Februar 2021 leicht rückläufig

Im Bild sehe ich (sattsam bekannte) SUV-Elemente und im Titel kann ich wirklich weder „reißerisch“ noch „gepusht“ erkennen!

Andreas V.:

Redaktion: Was soll denn eigentlich der reißerisch gepushte Titel (inkl. aufgemotztem Bild), wenn es danach einfach mit langweiligen Zahlen weitergeht??
Was wollt Ihr damit erreichen: Sympathien, Antipathien, gar nichts?

Das war jetzt nur für Markttheoretiker, oder?

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